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Oranienburg Jugendpreis für Oberstufenzentrum
Lokales Oberhavel Oranienburg Jugendpreis für Oberstufenzentrum
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14:05 07.11.2018
Im Januar 2018 besuchte Alt-Bundespräsident Joachim Gauck die Ausstellung „Deutsche Gerechte unter den Völkern – Ich bin meines Bruders Hüter“ in Oranienburg, wo Mendheim-Schüler durch die Ausstellung führten. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg/ Zehdenick

Schülerinnen und Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oranienburg/Zehdenick haben ein Begleitprogramm für die Yad Vashem-Ausstellung „Deutsche Gerechte unter den Völkern – Ich bin meines Bruders Hüter“ erarbeitet und durchgeführt. Hierfür wird der bundesweit tätige Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ ihnen den diesjährigen Waltraud-Netzer-Jugendpreis verleihen.

Vorbildhaftes Begleitprogramm

Methodik und Umfang des Begleitprogramms seien vorbildhaft, heißt es in der Preisbegründung. Denn das von den Schülerinnen und Schülern entwickelte Konzept ziele darauf ab, dass Jugendliche von Gleichaltrigen durch die Ausstellung geführt werden. Ein solcher Ansatz nennt sich Peer-Education und sorgt dafür, dass immer auch ein Bezug zur eigenen Lebenswelt der Ausstellungsbesucher geschaffen wird. In den Führungen werden Verknüpfungen zur Gegenwart hergestellt, um zu verdeutlichen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und dass man für sie einstehen muss.

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38 Führungen mit 700 Jugendlichen

Das Ergebnis des Konzeptes spricht nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Quantität für sich: Die jetzt ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler begleiteten in insgesamt 38 Führungen 700 Jugendliche aus Oranienburg und dem Landkreis Oberhavel durch die Ausstellung. Diese war im Januar 2018 vom ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der auch Ehrenvorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ ist, im Beisein des israelischen Botschafters Jeremy Issacharoff eröffnet worden.

Preisverleihung im Kiel Landtag

Die feierliche Preisverleihung findet am Abend des 17. November im Landtag Schleswig-Holstein in Kiel statt. Der von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ vergebene Waltraud-Netzer-Jugendpreis ist mit 1.500 Euro dotiert und zeichnet seit 2010 Jugendprojekte aus, die sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen und/ oder die Entwicklung einer lebendigen Demokratie befördern. Der Preis wird gestiftet von der Gesundheitsbetriebe Dr. Nikolaus Netzer Verwaltungs GmbH. Diese übernimmt auch die Veranstaltungskosten der Preisverleihung.

Verein engagiert sich seit 1993

Der Verein verbindet seit 1993 historische Erinnerungsarbeit mit dem konkreten Einsatz für die Demokratie. Mehr als 2.000 Mitglieder in 40 regionalen Arbeitsgruppen stellen jährlich über 400 Veranstaltungen auf die Beine. Die Geschäftsstelle bietet Ratsuchenden Hilfe im Umgang mit Rechtsextremismus und unterstützt Pädagogen bei der historisch-politischen Bildung. Der Vorstand trägt Ideen und Forderungen in die Politik. Themen sind die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen, dem Unrecht des SED-Regimes und verschiedenen Formen des politischen Extremismus. Der Verein nimmt an den Debatten über eine gemeinsame europäische Identität und Erinnerungskultur teil und wirbt für gesellschaftliches Engagement und politische Teilhabe

Weitere Informationen und bisherige Preisträger sind zu finden unter: https://www.gegen-vergessen.de/verein/preise/waltraud-netzer-jugendpreis/

Von MAZonline

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