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Oranienburg 15 Nationalitäten an einem Tisch
Lokales Oberhavel Oranienburg 15 Nationalitäten an einem Tisch
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17:18 25.09.2019
Der interkulturelle Lunch soll Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenbringen. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Der Duft von unbekannten Gewürzen, Speisen aus fernen Ländern – eine Reise durch die Vielfalt der verschiedenen Esskulturen gab es am Dienstag beim Integrationslunch. Dazu eingeladen hatte die Nestor Bildungsinstitut GmbH, Niederlassung Oranienburg und das IQ-Netzwerk. Und so wurde ab 12 Uhr in den Räumlichkeiten in der André-Pican-Straße groß aufgetafelt.

Ziel ist Austausch und Kommunikation

Eingeladen waren aktuelle und ehemalige Teilnehmer der verschiedenen Projekte und Angebote der Nestor GmbH. Gut 50 Menschen verschiedenster Herkunft trafen sich zum gemeinsamen Essen, jeder brachte ein für sein Herkunftsland typisches Gericht mit. Alle Speisen wurden dann zu einer großen Tafel aufgebaut, an der sich jeder bedienen konnte. Auch Bürgermeister Alexander Laesicke ließ sich den Besuch nicht entgehen. Mit der Resonanz auf den Integrationslunch war Standortleiterin Dana Max sehr zufrieden. „Wir bieten den Lunch ein bis zwei Mal im Jahr an und es wird immer gut angenommen. Ziel ist ja auch der Austausch, die Kommunikation untereinander und der Abbau von eventuellen Vorurteilen“.

Jeder Teilnehmer brachte sein Lieblingsgericht aus seinem Herkunftsland mit. Damit wurde die lange Tafel reich gedeckt. Quelle: Enrico Kugler

Sprachkurse, Coaching und IGEL-Projekt

Eine der Besucherinnen war Silvia Rizea (30). Die Oranienburgerin wohnt seit November 2018 in der Kreisstadt und hat über die Nestor GmbH bereits einen Sprachkurs absolviert. Die Zeit bis zum nächsten Sprachkurs überbrückt die Mutter einer zweijährigen Tochter gerade mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Oranienburger Niederlassung, bei der sie ihre erworbenen Sprachkenntnisse einsetzt und vertieft. Nach dem zweiten Sprachkurs hat sich die junge Rumänin eine Weiterbildung zur SAP-Beraterin als Ziel gesetzt.

Interkultureller Mittagstisch im Nestor Bildungszentrum vorgestellt. Menschen aus über 10 Nationen brachten landestypisches Fingerfood mit. Quelle: Enrico Kugler

Aus einem anderen Tätigkeitsbereich der Nestor GmbH, dem IGEL-Projekt (Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften), hat es Thomas Tomke (54) wieder zurück in das Berufsleben geschafft. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2014 konnte der Hohen Neuendorfer seinen Beruf als Lagerist nicht mehr ausüben, persönliche Probleme kamen dazu. Das soziale Netz versagte für ihn völlig. Eine neue Chance bekam er, als er vom Jobcenter dem IGEL-Projekt zugewiesen wurde. „Dort konnte ich erstmal zur Ruhe kommen“, erklärte er. Mit Hilfe des Teams ordnete er sein Leben und fing eine Weiterbildung zum Bürokaufmann an, die er 2018 erfolgreich abschloss. Nach einem Praktikum wird er ab Oktober als kaufmännischer Assistent bei der Nestor GmbH arbeiten. Für Dana Max und ihr Team war der Lunch ein voller Erfolg. „So vielfältig wie die Speisen sind auch unsere Leute hier“, sagte sie.„Hier lernt man Kulturen, Menschen und Persönlichkeiten kennen.

Standortleiterin Dana Max und Sozialpädagoge Toni Reich von der Nestor Bildungsinstitut GmbH aus Oranienburg Quelle: Enrico Kugler

Von Stefanie Fechner

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