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Oranienburg Liebe auf Schienen
Lokales Oberhavel Oranienburg Liebe auf Schienen
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17:07 01.12.2019
Die Augen von Robin (4) und Philip (5) leuchteten vor Freude am Sonnabend, als sie mit Oma und Opa die Modellbahnen bestaunten. Quelle: Robert Roeske
Lehnitz

Schnaufend und dampfend fährt die Lok auf der Bühne des Lehnitzer Kulturhauses vorbei und lässt dabei ein lautes Tuten erklingen. Die Kinder machen große Augen, auch die der Erwachsenen leuchten. Die Männer vom Gartenbahnstammtisch Oberhavel haben jede Menge Technik aufgefahren. Ein besonderer Hingucker: ihr Adventszug mit liebevoll geschmückten Waggons. Je näher die Spielzeuge die Realität nachahmen, desto besser. Das gilt nicht nur für die großen Gartenbahnen im Maßstab 1:22,5, sondern auch für die winzige Spur Z im Maßstab 1:220 und alles, was dazwischen liegt.

Der Modelleisenbahnclub (MEC) Oranienburg 1964 lud für das erste Adventswochenende zur Modelleisenbahnausstellung in das Kulturhaus Lehnitz ein (Friedrich-Wolf-Straße 31). Zum 2. Advent wird die Schau fortgesetzt. Geöffnet ist am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Zu den bisherigen Gästen gehört Steffen Genz aus Oranienburg. Der 44-Jährige inspiziert die Ausstellung mit seinen Söhnen Tom (8) und Nick (6). Beide sind sehr interessiert und haben mit ihrer Oma bereits die Ausstellung im Berliner Alexa gesehen. Das hat Lust gemacht, mal die eigene Modellbahn in Betrieb zu nehmen.

In seinem Element ist Peter Kühnert. Der 74-jährige Hohen Neuendorfer hat mitgeholfen, die Miniaturwelten herzurichten. Seine eigene Anlage, die aus älterem Material bestand, hat er vor sieben Jahren aufgelöst. Die anstehende Generalüberholung wollte er sich ersparen. Als Elektroingenieur , der sich einst bei der Bewag um die Berliner Straßenbeleuchtung kümmerte, werkelt er nun unter anderem an den Modell-Laternen. Immer ist etwas zu warten oder zu reparieren. Die H0-Anlage des MEC misst immerhin drei mal acht Meter. Und ist wegen ihrer Vielfalt bei Ausstellungen bundesweit gern gesehen. Bei einer Publikumsumfrage vor zwei Jahren in Schwerin erhielt sie sogar den 1. Platz, erzählt Peter Kühnert stolz.

Zu ihrer Modelleisenbahnausstellung haben die Mitglieder des MEC Oranienburg 1964 e. V. detailgenaue Abbilder der Realität erschaffen. Lehnitz hat jetzt auch ein „Atomkraftwerk“ der Energiewerke Hoppenstedt.

Er und die anderen Modelleisenbahner, die allesamt begeisterte Freunde der kleinen und der realen Bahn sowie des Nahverkehrs sind, treffen sich mittwochs von 16 bis 22 Uhr in Oranienburg (Lehnitzstraße 73) und freitags in Nauen (Zum Güterbahnhof 1). „Nachwuchs ist bei uns immer herzlich willkommen“, sagt Vereinsvorsitzender Detlef Wilhelm. Die beiden Gruppen in Oranienburg und Nauen zählen aktuell 40 Mitglieder, sagt er. Und die jährlichen Ausstellungen in Lehnitz sowie am letzten Januar-Wochenende in Neuruppin seien stets die Jahreshöhepunkte. „Ohne Ausstellungen würde das nicht so einen Spaß machen“, so Wilhelm.

Das „Salz in der Suppe“ nennt die Begegnungen und Gespräche mit den Gästen auch Horst Dieckhoff. Der 63-Jährige aus Berlin Schöneberg hat mit seinen Mitstreitern vom Z-Stammtisch eine sieben Meter lange Anlage der kleinsten Spurweite aufgebaut, summa summarum etwa 70 Meter Gleise mit tollen Details.

Von Helge Treichel

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