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Oranienburg Beratung im Leistungsdschungel
Lokales Oberhavel Oranienburg Beratung im Leistungsdschungel
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19:03 08.05.2019
Hildburg Pakusch, Sabine Meißner und Katrin Blankenburg (v.l.) vor der EUTB-Beratungsstelle. Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

Am Sonntag war der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung“. In diesem Jahr lautete das Motto „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit Dir“. Zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe stellen aus diesem Anlass bis zum 10. Mai verschiedene Aktionen auf die Beine. So auch in Oranienburg.

Integrationssportfest, Picknick und Europafest

Die Selbsthilfegruppe MS Oranienburg lädt am Freitag um 14 Uhr im Schlosspark unter dem Motto „In Bewegung bleiben“ zu einem integrativen Sportfest ein. Nachmittags ist anschließend ein gemeinsames „Inklupicknick“ im Park geplant.

Menschen mit und ohne Behinderung, Kinder und Erwachsene feiern am Freitag von 16 bis 17.30 Uhr in der Aula der Havelschule in der Albert-Buchmann-Straße ein Europafest. Es gibt eine Talkrunde mit Politikern über die Bedeutung von Europa im Alltag und Mitmachaktionen wie ein Inklusionsmemo, eine Malstation, eine Schreibwerkstatt sowie Wünsche an Europa und Musik.

Organisatoren sind die Lebenshilfe Oberhavel Süd, die Musikschule Klangfarbe Orange und der Bürgergarten.

Den Anfang machte der Märkische Sozialverein, der seine neue Beratungsstelle „Wie ich leben will“ für „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) vorstellte. Bereits seit September 2018 sind Hildburg Pakusch als zuständige Fachbereichsleiterin sowie die Beraterinnen Katrin Blankenburg und Sabine Meißner im Einsatz. Haben bereits 80 Ratsuchenden in den barrierefrei zugänglichen Räumen im Erdgeschoss in der Oranienburger Liebigstraße 4 weiterhelfen können. Aufgebaut wurde eine Beratungsstelle für alle Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe nach dem Bundesteilhabegesetz.

Was verbirgt sich hinter EUTB?

Doch was verbirgt sich überhaupt hinter EUTB? Das Angebot sei ergänzend, unabhängig, niedrigschwellig, behinderungs- und trägerübergreifend sowie unentgeltlich, erklärte die ausgebildete Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin Katrin Blankenburg. Die Beratung richte sich an Menschen mit (drohender) Behinderung, deren Angehörige oder gesetzlichen Vertreter sowie an andere Interessierte. Seit 1. Januar 2018 gebe es einen Rechtsanspruch auf diese unabhängige und ergänzende Beratung, so die Fachfrau, die zu Leistungen im Bereich der medizinischen Rehabilitation ebenso berät wie bei Fragen zu Bildung, Arbeit und sozialer Teilhabe.

Ratsuchende in ihrer Selbstbestimmung stärken

Ziel der EUTB sei es, die Selbstbestimmung der Ratsuchenden durch Beratung zu Wunsch und Wahl der Teilhabe zu stärken, sagte Blankenburg. Außerdem solle die Selbstbestimmung durch Wissen gestärkt werden. Die EUTB sei dabei als Ergänzung zum bestehenden Beratungsangebot zu sehen. „Sie soll Orientierung, Planung und Entscheidungshilfe für Ratsuchende sein. Vor und während der Geltendmachung von Leistungsansprüchen“, betonte die Beraterin. Jedoch biete die EUTB keine Rechts- und Widerspruchsberatung.

Vielfältige Aufgabenfelder

Die Aufgabenfelder seien vielfältig und reichen von Fragen zum Thema Wohnen, Gesundheit, Arbeitsmarkt bis hin zu Rehabilitationsmaßnahmen und der Anschaffung eines Rollators. „Wir bieten Ratsuchenden ein Angebot im Dschungel der Leistungen.“ Insgesamt gibt es bundesweit 500 EUTB-Beratungsstellen unterschiedlicher Träger – in Brandeburg 28 –, mit denen man eng zusammenarbeite. Finanziert werden die Stellen über Fördermittel, die bis Ende 2022 befristet sind. Die Beratung kann vor Ort – geöffnet ist dienstags von 13 bis 17 Uhr und donnerstags von 7.30 bis 12 Uhr – , online, telefonisch und als Hausbesuch erfolgen.

weitere Informationen: www. msvev.de

Von Ulrike Gawande

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