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Oranienburg Nach der Sprengung wieder alles tipptopp
Lokales Oberhavel Oranienburg Nach der Sprengung wieder alles tipptopp
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17:39 15.11.2018
Der neue Filialleiter Carsten Hanack (r.) und Pressesprecher Mathias Paulokat im SB-Bereich der Bank. Quelle: Stefan Blumberg
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Oranienburg

Ein ohrenbetäubender Knall hatte die Anwohner der Oranienburger Filiale der Commerzbank in der Bernauer Straße in der Nacht zum 9. Juli 2018 gegen 2.30 Uhr geweckt und die acht großen Schaufensterscheiben bersten lassen. Die beiden geflüchteten Täter hinterließen bei der Sprengung des Automaten, der links im Eingangsbereich stand, ein Bild der Verwüstung. Monatelang mussten die Kunden des Hauses mit Einschränkungen leben. Diese Zeit ist jetzt vorbei. Für den neuen Filialleiter Carsten Hanack und Commerzbank-Pressesprecher Mathias Paulokat sowie die Mitarbeiter und Kunden begann eine neue Zeitrechnung. Der Urzustand ist wieder hergestellt.

Das Ausmaß der Sprengung war groß

„Für uns stellte sich die Frage, wie lange das Einsetzen der neuen Scheiben dauern würde“, sagte Mathias Paulokat am Donnerstag bei einem Pressetermin. Das Ausmaß der Sprengung sei groß gewesen. Die Reparaturen kosteten Zeit. Der Selbstbedienungsbereich konnte monatelang nicht wie gewohnt genutzt werden. Es gab nur den einen Geldautomaten, bei dem auch Geld aus- und eingezahlt werden konnte. Es bildeten sich zum Teil Schlangen. So lange der Kundenbereich nur mit Holzwänden verkleidet war, hatte die Bank aus Sicherheitsgründen eingeschränkte Öffnungszeiten. Jetzt sind die wieder erweitert, aber rund um die Uhr wird man in der Commerzbank nicht mehr Geld abheben können. In der Zeit von 23 bis 5 Uhr bleibt die Oranienburger Filiale geschlossen. „Das gehört zum Sicherheitskonzept“, so Mathias Paulokat, der in dem Punkt aber nicht zu viel verraten, was alles noch dazugehört. „Auf jeden Fall haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Filiale  sicherer machen können. Wir haben technisch aufgerüstet.“ Mit den Schließzeiten der Selbstbedienungszone wolle das Haus mögliche weitere Angriffe verhindern. „Wann schlagen die Täter zu? Erfahrungsgemäß ist das nachts“, so Carsten Hanack. In Nauen habe er es zuletzt erlebt, dass potenzielle Einbrecher bereits Löcher vorgebohrt hätten, um nachts zuzuschlagen.

Neuer Filialleiter: Carsten Hanack

Er führt die Filiale seit dem 1. September 2018. Seit 28 Jahren ist er in der Branche tätig, erst bei der Dresdner Bank, nach dem Zusammenschluss vor zehn Jahren bei der Commerzbank. Zuständig ist er zugleich für die Filialen in Hennigsdorf und Falkensee. Die Oranienburger Filiale ist die größte von allen dreien. Sie hat acht Mitarbeiter, in Hennigsdorf sind es vier und in Nauen drei. Die Zahl der Kunden beläuft sich in Oranienburg auf 9200, in Nauen auf 5000 und in Hennigsdorf auf 4000. Die etwa 1000 Gewerbekunden dazugerechnet, zeichnet Carsten Hanack für knapp 20 000 Kunden verantwortlich. Der 48-Jährige, der zuletzt zwölf Jahre lang die Commerzbank in Nauen leitete, bekam die Sprengung mittel- und unmittelbar mit – und deren Folgen. „Die Kunden reagierten unterschiedlich. Manche kritisierten die eingeschränkten Öffnungszeiten“, sagt der in Falkensee wohnende neue Leiter. Wer sich Geld bei einem anderen Geldinstitut holen und dafür Gebühren bezahlen musste, erhielt die schon mal zurück. Aber sein Haus wolle sich am 6. Dezember beim Tag der offenen Tür für die Geduld der Kunden bedanken.

Von Stefan Blumberg

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