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Oranienburg Open End für die Wildtierrettung Wensickendorf: 2019 mehr als 2500 Einsätze und Anfragen
Lokales Oberhavel Oranienburg Open End für die Wildtierrettung Wensickendorf: 2019 mehr als 2500 Einsätze und Anfragen
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17:50 07.01.2020
Nicht nur die Tiere, auch der Landkreis Oberhavel hielt die Wildtierretter in Wensickendorf im Jahr 2019 auf Trab. Hier Landrat Ludger Weskamp (Mitte) beim Vor-Ort-Termin auf dem Gnadenhof. Quelle: Nadine Bieneck
Wensickendorf

Auf Hochtouren lief das Team desGnadenhofs und der Wildtierrettung in Wensickendorf im Jahr 2019. Bis zu 60 Mal klingelte das Einsatztelefon der Tierschützer zur Hochsaison aufgrund von Noteinsätzen, Hilferufen oder Beratung zur Versorgung von verletzten Tieren täglich. Die Vereinsmitglieder, allesamt ehrenamtlich tätig, sind dabei gewissermaßen ein Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden. Denn aufgrund ihres Engagements und auch ihrer Expertise in spezifischen Fragen der Wildtierrettung haben sie sich längst einen Namen über die Grenzen Oberhavels hinaus, bis nach Berlin und teils gar ins ganze Bundesland gemacht. „Immer wieder rufen Leute bei uns an, weil sie spezielle Fragen zur Versorgung von Wildtieren haben und damit an uns weiterverwiesen werden“, sagt Ruth Schnitzler, Sprecherin des Vereins.

Mehr als 2500 Einsätze im Jahr 2019

Neben den glühenden Telefondrähten warten die Wildtierretter für das Jahr 2019 mit weiteren beeindruckenden Zahlen auf: So absolvierten sie in den vergangenen zwölf Monaten unter anderem allein rund 1300 Einsätze, „die direkt vor Ort erledigt werden konnten“, so Schnitzler. Dazu zählten unter anderem Rückführungen zu Elterntieren sowie Behandlungen oder Beratungen vor Ort und am Telefon. Bei knapp 1000 weiteren Einsätzen bedurfte es langfristigerer Unterstützung für die geretteten Tiere, die aufgenommen und oftmals in Pflegestellen aufgezogen wurden. Zudem kümmerten sich die Tierschützer um mehr als 140 entlaufene oder ausgesetzte Fundtiere sowie fast 60 direkt beim Verein abgegebene Haus- und Hoftiere.

Tod von Hund „Harley“ hinterlässt Spuren

Der schwierigste Einsatz 2019, so Schnitzler, war im November die Rettungsaktion für Hund „Harley“. Die Hilfe der Tierschützer kam zu spät, der Besitzer hatte den Vierbeiner qualvoll verhungern lassen. „Das steckt uns allen noch in den Knochen, ist bis heute für uns unbegreiflich“, sagt Ruth Schnitzler nachdenklich.

Hinter den Kulissen laufen nach wie vor die Arbeiten an der Erstellung eines Bauleitverfahrens, um die nach Einschätzung des Landkreises Oberhavel gesetzeswidrig errichteten Anbauten auf dem Gelände des Gnadenhofes in Wensickendorf zu legalisieren. Die vom Kreis angedrohte Nutzungsuntersagung der Anlagen wurde mehrfach aufgeschoben. Laut Kreissprecherin Constanze Gatzke werden die Unterlagen zur Beteiligung des B-Plan-Verfahrens im Januar 2020 erwartet. „Die Aussetzung der Vollstreckung der Nutzungsuntersagung wurde daher bis zum 31. März 2020 – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – zugesichert“, so Gatzke.

Von Nadine Bieneck

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