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Oranienburg Echt Extremo wie Oranienburg rockt
Lokales Oberhavel Oranienburg Echt Extremo wie Oranienburg rockt
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00:22 03.07.2019
Michael Rhein und „In Extremo“ rocken Oranienburg. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Gitarrensound dröhnt durch die Boxen, Feuerfontänen schießen in die Luft und dann schallen die Marktsackpfeifen durch den Rauch über den rappelvollen Schloß-Innenhof: die Mittelalter-Rockband „In Extremo“ rockt Oranienburg nach der Vorband „KAiZAA“.

Zwei heiße Fans: Julia (18, r.) und Mama Andrea. Quelle: Jeannette Hix

Hunderte Fans in meist schwarzen Klamotten sind gekommen und nun nicht mehr zu bremsen. Sie recken die Arme in die Höhe, wippen mit den Köpfen.

„Die Musik ist sowas von cool. Auch die sieben Musiker sind einfach nur geil“, finden Jule (35) und Fabian (38) aus Wandlitz. Seit zehn Jahren kennen sie schon die Band. „Fabi hat mir damals eine Eintrittskarte für ein Konzert der Sieben geschenkt, vielleicht weil er mich rumkriegen wollte“, sagt Jule verschmitzt.

Soldat Björn ) und Bianca (beide 38): „Die Texte sprechen uns aus der Seele.“ Quelle: Jeannette Hix

Zahnarzthelferin Bianca und Soldat Björn (beide 38) kennen sich erst seit kurzem. Was sie verbindet, ist die Musik von „In Extremo“. „Viele Texte, wie aus dem Song ,Feuertaufe’, sprechen mir aus der Seele“, sagt Björn. „Es geht um Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe.

Extremo verliebt – Jule (35) und Fabian (38) aus Wandlitz. Quelle: Jeannette Hix

Dann dröhnt er auch schon von der Bühne – der Ohrwurm „Feuertaufe“ „Wir beide schaun’ uns an, ein Herz und eine Seele .... ziehst mich in deinen Bann.... vor uns liegt ein weiter Weg..., das Ziel liegt auf der Hand bis ans Ende dieser Welt....“, röhrt Sänger Michael Rhein (55) und Hunderte begeisterte Fans singen mit.

Die Arme hoch und mitgesungen – Extremo begeistert sind die Fans. Quelle: Robert Roeske

„Es ist immer wieder was Besonderes, in Oranienburg zu spielen“, sagt Rockröhre Rhein vor dem Konzert im Aufenthaltsraum mit grauem Sofa und Kühlschrank voll mit kalten Getränken. Schließlich hat die Band seit zwei Jahren in der Gegend auch ihren Proberaum.

Nicht nur die Bühne ist Feuer und Flamme, sondern auch die Fans. Quelle: Robert Roeske

Überall auf der Welt ist sie schon rumgetourt – von China, Südamerika bis Russland, wo sie gerade im März, April mit ihrer Show Hunderte Fans begeisterte. Rheins Riesenkoffer war immer dabei. Obendrauf hat der Rocker mit wohl weichem Herzen kleine private Nippes wie einen Buddha, einen roten Keramikpudel und eine gelbe Kunstblume drapiert. „Das ist alles privat“, sagt er schnell.

Frontmann Michael Rhein entspannt vor der Show im Pausenraum – sein Riesen-Koffer mit privaten Nippes war schon in der ganzen Welt auf Tour. Quelle: Jeannette Hix

Seit 25 Jahren gibt es die Band. So lange, wie der geborene Thüringer und Vater von zwei Kindern (33 und 27) verheiratet ist. Und wenn er nicht gerade mit der Band auf Tour ist, lebt er auf einem Bauernhof bei Köln oder in Kroatien.

Und wieder überrascht Michael Rhein. Durch einen Freund sei er nach Kroatien gekommen. „Wenn ich dort bin, fahre ich oft mit dem Fischerboot raus und wenn wir zurück mit zwei Tonnen Fisch an Bord kommen, ist das für mich Meditation pur.“

Diese Töne sind es, die die Fans auch so an der Mittelalterband-Rockband lieben. Quelle: Robert Roeske

Jetzt heißt es für die Band aber erstmal weiter touren – „Carpe Noctem Burgentour 2019“ ist angesagt.

Nach den Shows müssen sie nicht noch lange bis zum Hotel fahren. Ihr silbermetallic-farbener Tourenbus steht immer direkt hinter der Bühne. „Darin hat jeder von uns sieben eine kleine Kabine – aber auch das ist ganz privat“, sagt Rhein.

Von Jeannette Hix

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