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Oranienburg Mondleuchten auf den roten Strich
Lokales Oberhavel Oranienburg Mondleuchten auf den roten Strich
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16:36 09.02.2020
Ein Wolf heult im Schlosspark Oranienburg bei den „Lichter-Träumen“. Quelle: Simona Fröhlich/Promo
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Oranienburg

Ein roter Strich ist auf den Rasenflächen aufgemalt und weil die Lichtshow „Lichter-Träume“ im Schlosspark Oranienburg am Sonnabend, den 8. 2. 2020, schon ab 16 Uhr geöffnet war, konnten ihn die ersten Besucher auch noch gut sehen. Achtung: Hier sind Frühlingszwiebeln gepflanzt, sollte er den Besuchern signalisieren.

Und die kamen am Wochenende zahlreich. Während man Sonnabend ab 16 Uhr nur an einer Mini-Schlange anstehen musste, war bei Einsetzen der Dunkelheit aus der Mini-Schlange eine Maxi-Schlange geworden, etwa 100 Meter lang. Bis zum Restaurant L’Oasi standen die Leute. Ab 18.30 Uhr waren es so viele, dass der Einlass den Wartenden verwehrt wurde. „Wir haben 20 Minuten angestanden, als per Megafon die Nachricht kam“, ärgert sich ein Besucher.

Die Leucht-Pilze faszinieren Jana Wernitz und Sohnemann Florian aus Alt-Tegel. Quelle: Jeannette Hix

„Zu dem Zeitpunkt waren bis zu 3000 Leute auf der Fläche, wo die Lichter-Träume stattfanden. Wir mussten den Einlass aus Sicherheitsgründen stoppen“, sagt Urte Voigt, Sprecherin vom Veranstalter „Tourismus und Kultur Oranienburg“ (TKO). Man habe nicht mit diesem Ansturm gerechnet. Auf Erfahrungswerte konnte man auch nicht zurückblicken, da es ja die erste Veranstaltung dieser Art war.

Luis (2) kam mit Tante Sandra aus Leegebruch. Weil er mal Feuerwehrmann werden will, fand er die Rauchfiguren besonders toll. Quelle: Jeannette Hix

3000 Besucher seien für den Schlosspark tagsüber zwar nicht viel. Da die Lichtshow aber auf einer begrenzten Fläche aufgebaut war, hatte sich so der Besucher-Andrang stauen können. „Beim nächsten Mal werden wir das anders planen“, sagt Urte Voigt. Ab 19.15 Uhr war der Park dann wieder geöffnet.

Sebastian Rupsch von der Hamburger Agentur „Tiedemann Art“ hat die Lich-Show aufgebaut und die Figuren zum Teil selbst gebaut. Quelle: Jeannette Hix

Wer erstmal drin war, wurde bis 21 Uhr für das lange Anstehen entschädigt. An jeder Ecke leuchteten zum Teil mit Warmluft aufgeblasene Riesen-Elemente wie Pylonen, Fahnen und ein „Mega-Vollmond samt vier Meter Durchmesser um die Wette. Bunt angestrahlte Figuren wie Wölfe mit roten Augen aus dem Musikmärchen „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew faszinierten besonders die Kinder. Gespannt lauschten sie dem Märchenerzähler, der per Dauerschleife vom Band Geschichten erzählte wie vom „Fischer un syne fru“.

Der Riesen-Mond samt vier Meter Durchmesser war einer der Anziehungspunkte für die Besucher. Quelle: Robert Roeske

Ausgedacht hat sich die Lichtshow unter anderem Sebastian Rupsch (40) von der Hamburger Agentur Tiedemann Art. „Wir haben elf Bereiche aus den Rubriken Gedichte und Märchen“, sagt Sebastian Rupsch, der die Figuren zum Teil selbst in seinem Garten bei Hamburg gebaut hat.

Besucher schlängeln sich um bunt beleuchtete Pylonen. Quelle: Robert Roeske

Die Holzfiguren zum Beispiel wie das Einhorn oder die Schelme Max und Moritz aus der Sieben-Streich-Geschichte von Wilhelm Busch hat er einfach aus einem alten Buch abgepaust, eine Lampe vor die Zeichnung gehalten und alles auf ein Holzbrett projiziert. Dann nur noch aussägen, anmalen, fertig. „Mein Vater hat mir früher aus den Geschichten vorgelesen. Die Bücher habe ich noch heute“, sagt Sebastian Rupsch.

Ein Wald aus bunten Stehlen. Quelle: Robert Roeske

Insgesamt hatte er seit Donnerstag im Schlosspark auf dem festgelegten Areal rund 350 Lichtenquellen aufgebaut und etwa 2500 Meter Kabel verlegt. Die Idee für die Licht-Show kam ihm schon vor Jahren. Seit fünf Jahren tourt die Lichtshow unter dem Motto: „Lichtkunst trifft Lichtkunst“ nun schon durch Deutschland. „Wir freuen uns, dass wir die Agentur für Oranienburg gewinnen konnten“, sagt Kathrin Weise von der TKO. „Wir wollten mit unseren Lichter-Träumen ein bisschen Farbe in die dunkle Jahreszeit bringen.“

Eigentlich sollte die Licht-Show auch Sonntag starten. Doch wegen des Sturmes wurde sie abgesagt.

Lang war die Warteschlange. Zeitweise waren 3000 Besucher in der Licht-Show – zu viele. Die TKO als Veranstalter verwehrte aus Sicherheitsgründen von 18.30 bis 19.15 Uhr Besuchern den Zutritt. Danach waren die „Winter-Träume“ aber wieder bis 21 Uhr geöffnet. Die Veranstaltung am Sonntag wurde wegen des Sturmes abgesagt. Quelle: Robert Roeske

Von Jeannette Hix

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