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Oranienburg Mit Frau Antje vor dem Schloss
Lokales Oberhavel Oranienburg Mit Frau Antje vor dem Schloss
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00:22 01.05.2019
„Frau Antje“ durfte auf dem Schlosshof nicht fehlen Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

In aller Frühe hatte der Wecker geklingelt, immerhin hatten Norbert Adamzent und seine Frau gut und gerne 130 Kilometer Autofahrt vor sich. Das Ehepaar aus Frankfurt/Oder gehörte zu den ersten Gästen, die am Sonntagmorgen durch den verregneten Schlosspark spazierten. „Wir freuen uns jedes Jahr auf das Orangefest, Oranienburg ist einfach eine tolle Stadt“, sagte Adamzent. Er liebt vor allem die regionalen Spezialitäten beim „Tag in Orange“.

Und davon gab es am Sonntag wieder reichlich: Rund 65 Händler hatten ihre Stände vor dem Schloss und im Park aufgebaut und boten ihre Waren feil – vom Bioleinöl über Schafsmilchseife bis zu Heublumenkäse. Niederländisch ging es vor dem Schloss zu, dort verkauften Händler aus dem holländischen Örtchen Harfsen Holzpantinen, Pfannkuchen oder Käse. Und Frau Antje samt Gouda war auch dabei. Auf der großen Bühne spielten die „Stout Scouts“ Irish Folk, es gab Holzschuhtanz und akrobatische Kunst der „Artistokraten“.

Die Artistokraten ließen Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke hochleben. Quelle: Robert Roeske

Eröffnet wurde das verregnete Fest unter anderem von Christoph Martin Vogtherr, dem neuen Direktor der „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“. Die Stadt sei seit 350 Jahren ein niederländischer Vorposten in Brandenburg. „Über die letzten 20, 30 Jahre ist hier in Oranienburg ein sehr lebendiges Zentrum für das Stadtleben, für die Kultur und den Tourismus zu schaffen.“

Auch Bürgermeister Alexander Laesicke sagte ein paar Worte zur Eröffnung. Ohne die Stiftung sähe das Schloss längst nicht so gut aus. „Eine gemeinsame Tradition ist dieses Orangefest, um Leben ins Schloss zu bringen“, so Alexander Laesicke. Und so gab es nicht nur um das Schloss viel zu sehen, sondern auch Führungen drinnen – sie waren im Eintrittspreis inklusive.

Die große Holzpantine war ein willkommener Ort für Fotos. Quelle: Robert Roeske

Mittendrin war Kastellanin Berit Gloede, die das Orangefest organisiert hatte. So richtig glücklich sah sie aber nicht aus. „Letztes Jahr hatten wir bei tollem Wetter 6600 Besucher, das schaffen wir heute wohl nicht ganz“, sagt Gloede. Am Ende waren es rund 300o Gäste, die am Sonntag gezählt wurden. Dennoch: Das Fest hat sich über die Jahre gut etabliert im Oranienburger Veranstaltungskalender. 2007 war Premiere, damals mit einer handvoll Händlern vor dem Schloss. „Wir wollten damals die Geschichte Louise Henriettes als Kurfürstin und ihrer Heimat mit dem Schloss verbinden“, so Gloede. Das Fest findet immer Ende April statt, wenn in den Niederlanden der Königstag stattfindet. Und das kommt an: Das Fest wuchs stetig, ab 2012 kam der Schlosspark als Fläche dazu.

Das Fest war etwas verregnet. Quelle: Robert Roeske

Und in all das Orange beim Fest mischte sich auch etwas europäisches Blau: Auf dem Schlossplatz lieferten sich die Parteien ihren Wahlkampf für das EU-Parlament.

Von Marco Paetzel

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