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Oranienburg Dabei sein und Spaß haben
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18:44 28.05.2019
Der Mini-Löschzug aus Germendorf (oben) war gleich mit drei Mannschaften am Start. Quelle: Bert Wittke
Schmachtenhagen

„Sieger zu sein, ist gar nicht so wichtig. Es geht darum, dabei zu sein und Spaß zu haben.“ Damit hatte Leon, der nach diesem Ausruf genüsslich in seine leckere Bratwurst biss, genau ins Schwarze getroffen. Der Junge ist Mitglied des Germendorfer Mini-Löschzuges, der am Sonnabend bei den Stadtmeisterschaften der Oranienburger Nachwuchswehren in Schmachtenhagen gleich mit drei Teams am Start war. Damit waren die Germendorfer konkurrenzlos, denn andere Kinder-Wehren waren diesmal nicht dabei.

Die Germendorfer, die über einen zahlenmäßig starken Feuerwehrwehrnachwuchs verfügen, beim Anfeuern ihrer Minis. Quelle: Bert Wittke

Dass die Germendorfer Feuerwehr eine gute Nachwuchsarbeit macht, hat sich seit Gründung des Mini-Löschzuges 2013 herumgesprochen. „20 bis 25 Mädchen und Jungen sind es immer, die alle 14 Tage sonntags um 16 Uhr zum Gerätehaus“ kommen, erzählt Katja Gratz. Die aktive Feuerwehrfrau, Gattin von Ortswehrführer Cornel Gratz, leitet die Kinderfeuerwehr. Aufgrund des Nachwuchsmangels, so Katja Gratz, sei die Idee entstanden, einen Mini-Löschzug auf die Beine zu stellen. „Unsere eigenen Kinder Willy (11) und Helen (10), so die 38-Jährige, sind auch in der Feuerwehr. Die Jugendwehr der Germendorfer zähle immerhin auch um die 50 Mitglieder. Eine stolze Zahl.

Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren Oranienburgs waren mit Feuereifer dabei, als die Wettkämpfe im Löschangriff nass begannen. Quelle: Bert Wittke

Stolz waren auch die Kinder des Mini-Löschzuges, nachdem sie den Löschangriff nass hinter sich hatten. Für einige war es immerhin das erste Mal, dass sie eine solche Übung absolvierten. Zu ihnen gehörte auch Maxim. Der Sohn von Janine und Andreas Nadler ist am Montag gerade mal fünf Jahre alt geworden. „Maxim interessiert sich sehr für die Feuerwehr“, berichteten die Eltern, die gemeinsam mit Söhnchen Julian (1) als Zuschauer das Geschehen genau verfolgten. Das liege vielleicht auch daran, dass der Onkel bei der Feuerwehr ist. Janine und Andreas Nadler finden es schön, dass sich Maxim mit Feuereifer bei der Sache ist. Am Morgen vor dem Wettkampf sei er schon ganz aufgeregt gewesen. Und der einjährige Julian würde am liebsten auch schon all das mitmachen, was ihm sein großer Bruder vormacht.

Wenn niemand auf dem Schlauch stand, konnte es am Ende eines jeden Löschangriffs heißen: Wasser marsch! Quelle: Bert Wittke

Für die Germendorfer Minis stand nach dem Wettkampf noch ein weiterer Höhepunkt auf dem Tagesprogramm. Wie Katja Gratz am Sonnabend verriet, würden die Minis im Rahmen eines „24-Stunden-Dienstes“ am Abend gemeinsam in der Germendorfer Turnhalle übernachten. Und darüber hinaus werde für den Feuerwehrnachwuchs regelmäßig im Oktober ein Jugendlager organisiert. Dieses Jahr bereits zum 19. Mal. „Viele Eltern und der Förderverein unterstützen uns ganz prima bei der Arbeit mit den Kindern, sagt Katja Gratz und bedankt sich auch im Namen des Jugendwarts, Maik Fittig, ganz herzlich dafür. Nicht nur Leon – auch den anderen Mädchen und Jungen macht es bei der Feuerwehr Spaß. „Ich fahre am liebsten mit dem Feuerwehrauto“, sagt Frieda-Lisa (5). „Ich stehe am liebsten am Verteiler“, meint der achtjährige Louis während es Emeliy (6) und Zoé am besten am Strahlrohr gefällt.

Nach den Wettkämpfen gab es für alle jungen Brandschützer eine leckere Wurst vom Grill. Quelle: Bert Wittke

Beim Wettkampf der Kinderfeuerwehren, bei dem die Germendorfer dieses Mal unter sich blieben, setze sich am Ende die erste Mannschaft vor dem zweiten Team und der dritten Vertretung durch.

Um diese Pokale ging es bei den Oranienburger Stadtmeisterschaften im Löschangriff nass in Schmachtenhagen. Quelle: Bert Wittke

Über den Sieg bei den Jugendwehren jubelte das Team Innenstadt. Zweiter wurde Schmachtenhagen I, auf Platz 3 wurden Sachsenhausen, eine Kombination aus Lehnitz und Malz, Germendorf I, II und III, Schmachtenhagen II und Wensickendorf gesetzt. Somit waren am Ende – wie bei diesem Wettkampf üblich – alle Sieger.

Bei den Erwachsenen probierten sich am Rande der Stadtmeisterschaften drei Mannschaften aus. Den besten Lauf absolvierten die Sachsenhausener vor Germendorf und dem Team Innenstadt.

Von Bert Wittke

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