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Oranienburg Christoph Schmidt-Jansa: „Fachkräftemangel auch für uns Thema“
Lokales Oberhavel Oranienburg Christoph Schmidt-Jansa: „Fachkräftemangel auch für uns Thema“
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17:36 10.01.2020
Christoph Schmidt-Jansa leitet das Finanz-Dezernat sowie die Stabsstelle für kommunale Unternehmen und Controlling. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Die Situation, mit der Christoph Schmidt-Jansa jongliert, ist nahezu ein Luxusproblem. Tatsächlich „schieben wir im Moment Gelder vor uns her, können Mittel gar nicht ausgeben, weil wir keine Firmen für die Auftragsausführung finden“, sagt Oranienburgs Finanzdezernent. Grund dafür: „Die gegenwärtig sehr gute Einnahmesituation“. Die könne sich aber auch jederzeit wieder ändern, „man weiß nie, wie lange das anhält“. Dennoch solle die Ausgabenseite der Kreisstadt den sprudelnden Einnahmen angepasst werden, wenngleich „nach und nach“.

Baufirmen ohne Kapazitäten bremsen Stadtpläne aus

Nein, Investitionen in geplante Projekte vor sich herschieben zu müssen, ist kein schöner Zustand. Zumal dies „den Bürgern nur schwer zu vermitteln ist“, wie der Finanzdezernent weiß. Dennoch: Vor allem der Baubereich sei derzeit „ganz schön überhitzt“ und setzt den Vorhaben der Stadtverwaltung daher Grenzen. So gebe es teilweise Projekt-Ausschreibungen der Stadt, für die kein einziges oder nur ein einziges Angebot abgegeben werde. Ein Problem, welches „wir als Stadtverwaltung nicht allein lösen können“, räumt Schmidt-Jansa ein, der sich zugleich wünscht, „dass es da auch aus der Politik auf höherer Ebene eine strategische Herangehensweise gibt, um diese Situation zu entschärfen“.

Christoph Schmidt-Jansa im Kreise seiner Kollegen. Quelle: Robert Roeske

Neben dem Haushalt der Kreisstadt („Der ist immer ein Thema!“) liegen auf dem Schreibtisch des Dezernenten aktuell mit den Themen Controlling- und IT-Struktur sowie der Entwicklung eines Strategiepapiers weitere große Brocken. Letzteres steht in den Startlöchern. „Da setzen wir uns mit allen politischen Vertretern zusammen“, blickt Schmidt-Jansa voraus. Ziel: Konzeptionellere Arbeit in Bereichen wie Personalentwicklung, IT und Digitalisierung. „Der Fachkräftemangel ist auch für unsere Verwaltung ein Thema. Da spüren auch wir den Druck auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Schmidt-Jansa. Denn mit der wachsenden Stadt einher geht ein steigender Bedarf an Personal, das es erst einmal zu finden gilt. Insbesondere im Tiefbau- und IT-Bereich sei die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern ein Drahtseilakt. Hinzu kommt der Bedarf an Arbeitsräumen im Schloss. „Da müssen wir kreative Lösungen finden und auch enger zusammenrücken“, ergänzt Bürgermeister Alexander Laesicke. Kurz-, mittel- und langfristige Lösungen seien gefragt, früher oder später sei eine Erweiterung der Arbeitsräumlichkeiten notwendig.

Wunsch nach bundesweit einheitlicher digitaler Verwaltung

Herausforderungen stellt auch der komplette Bereich der IT. „Da werkelt im Moment jede Kommune vor sich hin, muss eigene Lösungen entwickeln“, moniert Schmidt-Jansa, auch mit Blick auf die digitale Verwaltung. Es wäre wünschenswert,wenn da bundesweit einheitlich vorgegangen wird“, moniert Schmidt-Jansa, auch mit Blick auf die digitale Verwaltung. Bis es dazu kommt, strebt Oranienburg die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen an. „Da kommt man gar nicht drum rum“, begrüßt er die Initiative „Digitale Kommunen Land Brandenburg“.

Von Nadine Bieneck

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