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Oranienburg Nicole Walter-Mundt: „Das ist ’ne große Nummer“
Lokales Oberhavel Oranienburg Nicole Walter-Mundt: „Das ist ’ne große Nummer“
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17:28 09.01.2020
Nicole Walter-Mundt in ihrem neuen Bürgerbüro in Oranienburg. Quelle: Nadine Bieneck
Oranienburg

Voller Tatendrang ist Nicole Walter-Mundtins neue Jahr gestartet. Daran glauben mussten bereits die vor wenigen Tagen angemieteten Räumlichkeiten in der Bernauer Straße 16 in Oranienburg, in denen die 42-jährige CDU-Landtagsabgeordnete gegenwärtig ihr neues Bürgerbüro einrichtet. „Wir haben schon gemalert und aufgeräumt, die Einrichtung wächst jeden Tag.“ Seit Donnerstag steht endlich auch die Kaffeemaschine, „ganz wichtig!“. Ein bisschen wie mit einer eigenen Wohnung sei es, „man freut sich über jeden Fortschritt“. Tatkräftig mit an packt Christian Howe. Der 31-Jährige, der wie Nicole Walter-Mundt für die CDU in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung sitzt, wird das Bürgerbüro zukünftig leiten. Zudem unterstützt er die 42-Jährige bei der Themen- und Sacharbeit, die sich inzwischen auf deren Schreibtisch stapelt.

Gänsehautmoment vor dem Potsdamer Stadtschloss

Seit etwas mehr als einem Monat mischt die Vollblutpolitikerin inzwischen neben ihren Ehrenämtern in Stadtparlament und Kreistag auch auf Landesebene mit. Am 25. November rückte sie über die CDU-Landesliste für Rainer Genilke ins Landesparlament nach. Der Abgeordnete war zuvor als Staatssekretär ins Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gewechselt. „So richtig realisiert, was da gerade passiert, habe ich erst, als ich dann das erste Mal in Potsdam war, vor dem Landtag stand und mir so dachte, jetzt bist du eine von den 88. Für mich ein absoluter Gänsehautmoment“, erinnert sie sich an die Premierenfahrt zum Stadtschloss in die Landeshauptstadt. „Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe. Das ist eine Menge Verantwortung, der ich mir auch sehr bewusst bin“, sagt sie nachdenklich. Denn zukünftig hauptberuflich Politik auf Landesebene zu machen, „das ist schon etwas anderes und für mich ’ne große Nummer“.

Christian Howe (r.) wird das Bürgerbüro in der Bernauer Straße in Oranienburg zukünftig leiten. Quelle: Nadine Bieneck

Im Plenarsaal des Potsdamer Stadtschlosses hat sie ihren festen Platz in der vierten Reihe, „direkt neben Ingo Senftleben. Das ist eine sehr angenehme Bank da hinten“, findet sie. Angeordnet ist die Sitzaufteilung alphabetisch. Etwas mulmig sei ihr vor ihrer ersten Rede im Plenum gewesen, gibt sie zu. „Meine Fraktion, die mich sehr offen und herzlich aufgenommen hat, hat mir aber das Vertrauen geschenkt und gesagt, du machst das schon.“ Schallschutz und Windkraftenergie seien die Themen gewesen. „Gerade mit letzterem hatte ich ja durchaus schon intensive Berührungspunkte“, erinnert sie an die Diskussion um eine Errichtung von Windrädern in Oranienburg-Süd. Sowieso ergänze sich die Kommunalpolitik mit der Landespolitik immer wieder. „Die Interessen meiner Heimatregion, meines Wahlkreises spielen bei meiner Arbeit im Landtag natürlich eine große Rolle und ich werde mich so wie auch vorher schon immer für die Belange Oberhavels einsetzen“, sagt sie. Gleichzeitig heißt es für Nicole Walter-Mundt zukünftig aber auch, größere Themen zu beackern. Sei es als Mitglied des Sonderausschusses zum Flughafen BER, als Mitglied des Petitionsausschusses oder des Infrastruktur- und Landesplanungsausschusses. Zudem wurde die 42-Jährige zur verkehrspolitischen Sprecherin ihrer Fraktion gewählt, durchaus ihr Steckenthema. „Heidekrautbahn und eine bessere S-Bahn-Anbindung für die Pendler unserer Region stehen da ganz oben.“ Die „kleinen Themen“ werden ihr dennoch zukünftig „auf keinen Fall weniger wichtig sein, das ist auch nicht mein eigener Anspruch an mich und meine Arbeit. “

Testlauf für ein halbes Jahr

Wie sie die Dreifachbelastung von Landtags-, Kreistags- und Stadtverordnetenmandat wegstecken wird? „Ich habe mir selbst ein halbes Jahr Zeit gegeben. Dann werde ich schauen, wie es läuft, ob ich alles so unter einen Hut bekommen, wie ich mir das vorstelle.“ Denn trotz aller Politkarriere: „Auch meine Familie ist mir wichtig. Sie ist das größte Geschenk, dass ich habe. Und das soll auch so bleiben“, so die zweifache Mutter. Ihr Mann, als Bauingenieur in Berlin tätig, und die Kinder (11, 13) stehen hinter ihr. „Sonst würde das auch alles gar nicht gehen. Sie sind auf jeden Fall stolz wie Oskar auf mich.“ Gute Voraussetzungen für die Oranienburgerin, zukünftig auch landesweit Akzente zu setzen.

Von Nadine Bieneck

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