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Oranienburg Ortsbeirat Zehlendorf diskutiert: Wasserversorgung, Wasserstofffabrik, Fahrradständer
Lokales Oberhavel Oranienburg Ortsbeirat Zehlendorf diskutiert: Wasserversorgung, Wasserstofffabrik, Fahrradständer
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18:55 11.02.2020
Den Zehlendorfern droht wie im Vorjahr auch im Sommer 2020 ein Sprengverbot. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Zehlendorf

Eine Menge Informationen, vor allem aber auch jede Menge Diskussionen prägten die Ortsbeiratssitzung in Zehlendorf am Montagabend, zu der neben dem Ortsbeirat ein gutes Dutzend Zehlendorfer gekommen war. Wir fassen die wichtigsten Themen im Überblick zusammen:

Sprengverbot im Sommer 2020 sehr wahrscheinlich

Wasserversorgung: Heiß diskutiert wurde die Trinkwasserversorgung des Ortsteils, damit verbundene Probleme wie der fehlende Wasserdruck in den Leitungen sowie die Erhöhung der Gebühren durch den Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA). Ein Vertreter des NWA stand zunächst den Bürgern Rede und Antwort und informierte u.a. über die auf der letzten Verbandsversammlung beschlossene Gebührenerhöhung. Anschließend stand er im Kreuzfeuer und erntete jede Menge Kritik für den schlechten Informationsfluss des NWA. So informiere dieser lediglich per Anzeigenschaltung in einer Tageszeitung sowie auf der eigenen Website. „Sie verlangen von uns höhere Gebühren und sind nicht in der Lage, uns darüber auch zu informieren“, wetterte der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende Ahmet Öztemel. Er erwarte, dass jeder Bürger zukünftig die entsprechenden Informationen des Zweckverbandes erhalte, auch wenn er kein Zeitungsleser sei oder nicht das Internet nutze. Heike Barthel forderte den NWA überdies dazu auf, den Ortsbeirat zukünftig über die Termine der Verbandsversammlungen auf direktem Wege zu informieren. Im Rahmen der Diskussion wurde zudem bekannt, dass es wie bereits im Vorjahr auch im Sommer 2020 aller Wahrscheinlichkeit während längerer Trockenperioden zu Sprengverboten kommen wird. Der Hintergrund: Die rund 30 Jahre alten Leitungen sind ausschließlich zur Trinkwasserversorgung ausgelegt. Werden diese während der Trockenheit – in der generell ein höherer Verbrauch von Trinkwasser stattfindet – zur Beregnung von Gärten genutzt, kommt es zu einem erheblichen Wasserdruckmangel in den Leitungen. Die Versorgung mit Trinkwasser für den unmittelbaren menschlichen Gebrauch ist dann nicht mehr gewährleistet. Um dieses Problem dauerhaft zu lösen, plant die NWA den Bau einer sogenannten Druckerhöhungsstation. Seit rund einem Jahr suche der Verband dafür ein passendes Grundstück, ist bislang aber noch nicht erfolgreich fündig geworden. „Wir treiben die Situation voran und hoffen, dass hier noch im ersten Quartal des Jahres Bewegung in diese Sache kommt“, erklärte der Vertreter des NWA. Auch dann jedoch sei der Bau der Station und die Lösung des Wasserdruckproblems „nicht von heute auf morgen machbar“.

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Fehlender Löschwasseranschluss im Ortsteil

Löschwasser: Ein Anwohner wies im Verlauf der Diskussion mit dem NWA auf die fehlende Anbindung des Ortsteils an die Löschwasser- versorgung hin: „Das halte ich für ein viel größeres Defizit.“ Ortsvorsteherin Heike Barthel stimmte ihm zu: „Es kann nicht sein, dass es hier im Sommer brennt und für die Feuerwehr kein ausreichendes Löschwasser zur Verfügung steht“, sagte sie. Der NWA-Mitarbeiter meinte dazu: „Brandschutz ist Aufgabe der Kommune und nicht Aufgabe des Zweckverbandes.“ Der Ortsbeirat will dazu nun zeitnah das Gespräch mit der Stadt suchen, um zukünftig die Löschwasserversorgung im Ortsteil zu gewährleisten.

Geplante Wasserstofffabrik in der Region

Wasserstofffabrik: Keine neuen Informationen hatte der Ortsbeirat zur geplanten Errichtung einer Anlage zur Wasserstoffherstellung vor den Toren Zehlendorfs durch die Firma Enertrag. Heike Barthel bekräftigte jedoch: „Wir wollen diese Anlage hier nicht haben.“

Wie geht es weiter für die Feuerwehr

Feuerwehr: Ein neues Feuerwehrhaus, Fortbildungen, Ausstattung für die Kameraden – all das seien bislang „ungeklärte Punkte unserer Feuerwehr“, sagte Heike Barthel. Daher will sich der Ortsbeirat in naher Zukunft mit Oranienburgs Stadtbrandmeister Sven Marten zusammensetzen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten und zu besprechen, wie die Kameraden zukünftig unterstützt werden können. Dafür sollen auch Firmen aus dem Ortsteil mit ins Boot geholt werden.

Wohin mit all den Fahrrädern?

Fahrradständer: Gleich mehrere Einwohner beklagten einen Mangel von Fahrradständern an den Bushaltestellen im Ortsteil. An der Haltestelle Wensickendorfer Straße würde es nach deren Neugestaltung gar keine Fahrradabstellmöglichkeiten mehr geben. „Wir haben das notiert und leiten es weiter“, so die Ortsvorsteherin.

Infokästen in „desolatem Zustand“

Ortsinformationen: Den Zustand der Infokästen im Ort bemängelte Ortsvorsteherin Heike Barthel. Diese befinden sich in einem „desolaten Zustand und brechen irgendwann ganz zusammen“. Die Anfrage nach einem zusätzlichen, dritten, Infokasten sei von der Stadt Oranienburg derweil abgelehnt worden, ein Grund dafür wurde nicht genannt. „Da bleiben wir dran, schließlich wollen wir den Bürgern vernünftige Informationen bereitstellen“, sagt Heike Barthel. Gleichzeitig will sich der Ortsbeirat dafür einsetzen, dass die Darstellung der Ortsteile auf der Website der Stadt Oranienburg erweitert wird. „Wir möchten dort gern Veranstaltungen und Termine hinterlegen können und Vereinen aus unserem Ort die Möglichkeit geben, ihre Informationen zu hinterlegen“, heißt es.

Bürgermeister Alexander Laesicke in Zehlendorf

Bürgermeisterbesuch: Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke ist am heutigen Mittwoch vor Ort in Zehlendorf und setzt sich dabei unter anderem mit dem Ortsbeirat zusammen, um Anliegen der Zehlendorfer zu erörtern. Besprochen werden soll dann auch ein umfangreicher Fragenkatalog mit Themen, die von den Bürgern im Vorfeld eingereicht wurden.

Sitzungen zukünftig immer dienstags

Sitzungstermine: Die Ortsbeiratssitzungen finden zukünftig nicht mehr montags, sondern dienstags statt. Nächster Termin: 24. März, 19 Uhr.

Von Nadine Bieneck

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