Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Parken für Null Ouvert
Lokales Oberhavel Oranienburg Parken für Null Ouvert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:31 31.08.2018
Schwung und hoch! Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider beim gestrigen Test. Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Oranienburg

Nach Potsdam und Bernau hat nun auch Oranienburg ein Fahrradparkhaus zu bieten, in dem man seinen Drahtesel unterstellen kann. „Ich gratuliere ihnen, dass sie das kostenlos zur Verfügung stellen, das ist nicht überall so“, würdigte Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider bei der Eröffnung am Freitagvormittag.

Zusammen mit Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) weihte sie den Neubau für 1,75 Millionen Euro, den Land, Bund und Kommune zu jeweils einem Drittel finanziert haben, ein. „Es hat sich gelohnt. Oranienburg ist eine fahrradbegeisterte Stadt und an vielen Stellen kommt man mit dem Rad schon schneller voran als mit dem Auto“, so Laesicke. Auf diesem Weg wolle man bleiben.

Anzeige

Dass das Projekt aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“ gefördert worden ist, sei ein Bekenntnis, dass „wir die Stadt als Mittelzentrum und ihre Anbindung fördern wollen. Im Stadtraum muss Platz sein für alle Verkehrsteilnehmer.“ Wie sich eine Stadt entwickeln soll, welche Straßen oder Radwege gebaut werden, das erzeuge erfahrungsgemäß viel Diskussion. Die komme dann im Landtag an, wo übers Geld entschieden wird. 43 Millionen Euro seien bis 2012 aus verschiedenen Stadtentwicklungsprogrammen von EU, Bund und Land nach Oranienburg geflossen. „Das sieht man der Stadt an. Heute gibt es wieder Grund zum Feiern.“ Demnächst müsse man auch darüber reden, „wo es in der Stadt sozialen Wohnungsbau geben muss.“

Und „auch die S-Bahn-Strecken ins Umland sind uns wichtig“. Angesichts der Protestler für den Zehn-Minuten-Takt auf der S1 bei der Eröffnung sagte sie: „Eine AG arbeitet an der Umsetzung.“ Allerdings sei die nicht von heute auf morgen zu erwarten.

Das Fahrradhaus mit seinen rund 1000 Plätzen kann ab sofort genutzt werden. Und auch die Stralsunder Straße ist wieder frei.

Von Heike Bergt