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Oranienburg RB 20: Ende des Schienenersatzverkehrs in Sicht
Lokales Oberhavel Oranienburg RB 20: Ende des Schienenersatzverkehrs in Sicht
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19:42 07.02.2019
Nutzer der Regionalbahn 20 von Oranienburg und Hennigsdorf (Foto) nach Potsdam/Golm müssen noch bis 17. Februar Geduld haben.
Nutzer der Regionalbahn 20 von Oranienburg und Hennigsdorf (Foto) nach Potsdam/Golm müssen noch bis 17. Februar Geduld haben. Quelle: Ulrich Bergt
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Oranienburg

Seit vier Monaten stellen Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Oranienburg und Potsdam/Golm die Nerven vor allem von Pendlern auf eine Geduldsprobe. So fällt die RB 20 zwischen Oranienburg, Hennigsdorf bis nach Potsdam aus, ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Hennigsdorf und Golm/Potsdam Hauptbahnhof eingerichtet.

Neue Brücke errichtet

Grund dafür sind Brückenarbeiten zwischen Marquardt und Golm, ein altes Bauwerk wird dort durch einen Neubau ersetzt. Dies diene der kontrollierten Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen sowie der Verbindung von Lebensräumen heimischer Otter, teilt die Deutsche Bahn mit. Seit Oktober wurde dafür der Bahndamm an der entsprechenden Brücke zurückgebaut und mit Spundwänden der Verbau für eine Baugrube hergestellt. Anschließend wurde die neue Brücke in zwei Phasen errichtet und eine Kleinhilfsbrücke ausgebaut.

Planmäßige Bauarbeiten, aber Missverständnis in öffentlicher Kommunikation

Wie Bahnsprecher Gisbert Gahler auf MAZ-Nachfrage erklärte, verlaufen „die Bauarbeiten planmäßig und sollen wie vorgesehen abgeschlossen werden“. Aus dem ursprünglich mitgeteilten Ende des Schienenersatzverkehrs zum Freitag kommender Woche (14. Februar) wird dennoch nichts. “Leider gab es im Verlauf der öffentlichen Kommunikation ein Missverständnis zu den Sperrpausen“, räumt Gahler ein. Der Schienenersatzverkehr werde planmäßig bis zum 17. Februar andauern. “Zum Betriebsbeginn am 18. Februar werden sämtliche Sperrungen aufgehoben“, sagt er. Dies sei von Beginn der Bauarbeiten auch so geplant gewesen. „Die unterschiedlichen Zeiten basieren darauf, dass wir bis zum 14. Februar einen eingleisigen Betrieb gewährleisten. Daran schließt eine Vollsperrung bis zum Betriebsbeginn am 18. Februar an.“ Auf den Plakaten habe die DB jedoch zunächst nur auf die Sperrung bis zum 14. Februar hingewiesen. Die aktualisierten Hinweise hätten nun einen Vermerk zum Ende der Bauarbeiten am 17. Februar erhalten.

Bis zu einer Stunde mehr Fahrzeit wegen Schienenersatzverkehr

Der Schienenersatzverkehr erfolgt mit Bussen. Für Bahnfahrer verlängert sich damit die Fahrzeit um bis zu 60 Minuten, da durch längere Fahrzeiten der Busse erst Zuganschlüsse des nächsten Taktes zur Weiterfahrt gegeben sind.

Von Nadine Bieneck