Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Radschnellweg über alte Bahntrasse
Lokales Oberhavel Oranienburg Radschnellweg über alte Bahntrasse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:53 13.05.2019
Das wäre die West-Ost-Route, die die Oranienburger Bündnisgrünen vorschlagen Quelle: KARTE: STADT ORANIENBURG, FOTO:
Oranienburg

Einen Radschnellweg quer durch die Stadt, von West nach Ost – den würden die Oranienburger Grünen gern sehen. Vor allem: Sie möchten, dass das Thema ernsthafter angefasst wird. Sie wollen dafür die ehemalige Trasse der „Kremmener Bahn“ nutzen und auf ihr ohne einmal abzusteigen, ohne Ampelregelung und kreuzungsfrei fahren können. Der Bahndamm existiert nach wie vor, allerdings mit Lücken. In der Regel an den Stellen, wo einst eine Brücke war.

Sie möchten auf dieser ehemaligen Gleisanlage, auf der heute noch Betonelemente liegen, auf denen die Schienen seinerzeit befestigt wurden, einen Radweg haben (von links): Elisabeth Mandl-Behnke, Thomas Hebestreit, Anne Schumacher, Thomas Winkler. Quelle: Stefan Blumberg

Ohne  große Hindernisse mit dem Rad von Germendorf (vom Globus-Baumart) nach Lehnitz zu kommen, das ist die Wunschvorstellung der Bündnisgrünen. Da es in der Stadt bereits eine Nord-Süd-Achse gibt, wäre das eine passende Ergänzung. „Es fällt für die Umsetzung natürlich noch eine Menge Arbeit an“, sagt Thomas Winkler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Partei. Fünf unterschiedlich schwierig zu beseitigende Problemzonen sind bislang ausgemacht, insbesondere an den (ehemaligen) Brücken: An der Robert-Koch-Straße könne man „runter und rüber“, so Thomas Winkler. Der Aufwand wäre gering. An der Saarlandstraße fehlten die Brücke und die benötigten Widerladerlager genau wie in der Berliner Straße. Diese beiden Stellen bereiten den Bündnisgrünen die meisten Sorgen. „Hingegen könnte die Brücke am Oranienburger Kanal reaktiviert werden“, sagt Stadtverordneter Thomas Hebestreit (B 90/Grüne). In dem Bereich könnte auch eine Fahrradkreuzung gebaut werden. Und an der Walther-Bothe-Straße sei es aus Sicht der Bündnisgrünen ohne großen Aufwand möglich, eine Brücke zu installieren, da die Widerlager noch vorhanden seien. „Wenn das alles klappt, wäre das Kreuz fertig und man kommt mit dem Rad durch Oranienburg, ohne auf den Autoverkehr zu treffen“, so Arnold Krämer ADFC.

Stadt hat Flächen gesichert

Die Stadt Oranienburg hat die Ertüchtigung des Bahndamms schon seit mindestens 20 Jahren im Hinterkopf. Bereits im Verkehrsentwicklungsplan von 1999 ist der Erhalt beziehungsweise die Reaktivierung der Strecke Bestandteil einer Gesamtkonzeption. Im Jahr 2013 wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes „Ehemalige Kremmener Bahn“ beschlossen. Ziel dieses Planes ist es, für einen ersten Teilabschnitt der ehemaligen Bahntrasse der Kremmener Bahn zwischen Bahnstrecke Rostock-Berlin sowie dem Oranienburger Kanal die Entwicklung eines zusammenhängenden Grünzuges mit dazugehörigem Fahrrad- und Fußweg zu sichern; eine Wiederaufnahme des Bahnbetriebes sei nicht ausgeschlossen. Sven Dehler von der Oranienburger Stadtverwaltung hat den Bündnisgrünen mitgeteilt, „dass die Realisierungsmöglichkeit eines Radschnellweges beleuchtet wird“. Denkbar sei auch, dass bereits ausgewiesene Radfernwege – die „Route Historische Stadtkerne 2“ oder die Regionalparkroute „Rund um Berlin“ gehören dazu – über die Bahntrasse geführt werden. Auf jeden Fall sollte die Königin-Luise-Route beziehungsweise (jetzt neu) der Havelradweg an den Bahntrassenradweg angebunden werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und das weitere  Vorgehen  würden  nach derzeitigem  Planungsstand in die erste Beratungsrunde der politischen Gremien nach der Wahl in zwei Wochen eingebracht.

„Für einen attraktiven Radverkehr“

Für Thomas Hebestreit ist klar, „dass wir einen attraktiven Radverkehr in der Stadt haben wollen. Viele Einwohner fahren Auto, weil sie sich fürchten, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Der Radschnellweg würde dem entgegenwirken.“ Dass die Autos aus der Stadt verbannt werden sollen, bekräftigte Elisabeth Mandl-Behnke vom Ortsverband Oranienburg. „Deshalb ergreifen wir die Initiative und wollen uns nichts diktieren lassen.“

Von Stefan Blumberg

Sechs Jugendliche tranken Alkohol auf dem Spielplatz in der Elbestraße in Oranienburg. Zwei Mädchen waren stark alkoholisiert, eins benötigte einen Sanitäter. Die Herkunft des Alkohols blieb unklar.

13.05.2019

Der Oranienburger Kandidat der Freien Demokraten, Daniel Langhoff, besuchte die Kita „Zwergenhaus“ in Oranienburg zum Tag der Kinderbetreuung und bedankte sich bei den Erziehern.

13.05.2019
Oberhavel Achtung, Blitzer! - Radarkontrolle am Montag

Aufgepasst: Die Polizei in Oberhavel ist auch am Montag wieder mit dem Radarmessgerät unterwegs und kontrolliert die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorschriften.

12.05.2019