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Oranienburg Warten auf den Winter
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01:15 22.10.2018
Wensickendorfs Ortschef Heinz Ließke (Mitte) kündigt weitere Demos an, wenn nächstes Jahr in Sachen Radwegebau nach Wandlitz an der B 273 wieder nicht passiert. Quelle: Bert Wittke
Wensickendorf

Momentan herrscht in Wensickendorf Ruhe. Aber es ist eine gespannte Ruhe. Womöglich eine Ruhe vor dem Sturm. Denn eines ist nach dem jüngsten Besuch von Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) in der Region klar: Wird der lange herbeigesehnte Radweg entlang der Bundesstraße 273 auch im kommenden Jahr wieder nicht gebaut, wird der Sturm der Entrüstung noch weit größer sein, als dies jetzt bei Visite der Ministerin bereits der Fall war.

Kommune hat Hausaufgaben erledigt

Da gab es trotz der Zusage Kathrin Schneiders, das die Arbeiten an dem 5,3 Kilometer langen Radweg im Mai 2019 beginnen werden, umfangreiche Kritik an der Bearbeitung des Projektes auf Landesebene. „Wir versprechen den Bürgern jetzt schon 14 Jahre lang, dass der Radweg kommt und immer wieder werden sie enttäuscht“, sagte Wensickendorfs Ortsvorsteher in der Diskussion mit der Verkehrsministerin. Er, so Heinz Ließke (Freie Wähler), spreche erst dann von Bauarbeiten für den Radweg, wenn der erste Spatenstich erfolgt ist. Die Kommune habe ihre Hausaufgaben erledigt, jetzt sei das Ministerium beziehungsweise der Landesbetrieb am Zug.

Baumfällungen für Januar/Februar angekündigt

Kriterium der Wahrheit wird der bevorstehende Winter. Dann, also während der Vegetationspause, müssen die Baumfällarbeiten entlang der Bundesstraße über die Bühne gehen. Bei dem Vor-Ort-Termin diese Woche war angekündigt worden, dass diese Arbeiten für den Januar und Februar kommenden Jahres vorgesehen sind. Sollte das Frühjahr kommen, ohne das die Bäume gefällt wurden, könnten auch die Arbeiten am Radweg 2019 nicht beginnen. Für diesen Fall kündigte Heinz Ließke weitere von der Bürgerinitiative „Pro Radweg B 273“ organisierte Fahrrad-Demos auf der Bundesstraße an.

Kommunalpolitiker geraten in Verruf

Der Unmut der verantwortlichen Lokalpolitiker aus den Anliegerkommunen, der zuletzt auf die Verkehrsministerin niederprasselte, ist nachvollziehbar. „Es vergeht keine Ortsbeiratssitzung“, so unterstrich Heinz Ließke, in der nicht über das Thema Radweg gesprochen wird.“ Langsam aber sicher würden die Bürger ihrem Ortschef vorwerfen, er spreche bezüglich des Radwegbaus genauso die Unwahrheit, wie es die Landespolitiker seit vielen Jahren tun. Ein Anwohner des Rahmersees Namens Marquardt, so Wensickendorfs Ortsvorsteher, habe ihn im Vorfeld der Zusammentreffens mit der sozialdemokratischen Ministerin gebeten, Folgendes weiterzugeben: „Wenn der Radweg 2019 nicht gebaut wird, wähle keine SPD mehr.“ Ganz ähnlich hätten sich auch einige andere Wensickendorfer geäußert.

Die Bürgerinitiative, so kündigte Heinz Ließke an, werde das Projekt weiter kritisch begleiten und zu Aktionen bereit sein. Spätestens dann, wenn die avisierten Baumfällungen ausbleiben.

Von Bert Wittke

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