Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Regeln für Notfallbetreuung erweitert
Lokales Oberhavel Oranienburg Regeln für Notfallbetreuung erweitert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:44 29.03.2020
Im Vergleich zum Sonnabend ist die Anzahl infizierter Menschen auf 95 angestiegen. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Anzeige
Oberhavel

Die Zahl der Corona-Fälle in Oberhavel steigt weiter an: Im Vergleich zum Sonnabend ist die Anzahl infizierter Menschen auf 95 angestiegen. Das sind zehn mehr als am Vortag. Im Landkreis Oberhavel sind nun 95 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden (Stand: 29. März, 12 Uhr). Davon befinden sich 79 Personen in häuslicher Quarantäne, sechs müssen stationär behandelt werden. Die gute Nachricht: Neun Personen sind bereits geheilt.

Wie der Landkreis am Sonntag mitteilte stehen 668 Menschen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie begründete Verdachtsfälle sind. 464 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus getestet, bei 204 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus, hießt es in der Presseklärung weiter. Außerdem wurden 304 Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten.

Anzeige

In Hennigsdorf, Hohen Neuendorf und Oranienburg wurden jeweils 18 Fälle registriert

In Hennigsdorf, Hohen Neuendorf und Oranienburg wurden jeweils 18 Fälle registriert. In Velten (10), Oberkrämer (9) und Glienicke/Nordbahn (8) ist die Anzahl ebenfalls hoch. Weitere Fälle: Mühlenbecker Land (4), Birkenwerder (4), Löwenberger Land (2), Leegebruch (2) sowie Liebenwalde und Zehdenick (jeweils 1 Fall).

Der Landkreis teilt zudem mit: Weil das Land Brandenburg seine Vorgaben zur Anwendung des Infektionsschutzgesetzes geändert hat, verändern sich die Regelungen für die Notfallbetreuung in Kitas und Horten in Oberhavel jetzt noch einmal. Zu den systemkritischen Berufen zählen demnach ab sofort auch die Beschäftigungsbereiche Medien, Veterinärmedizin, für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal sowie Reinigungsfirmen, sofern sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Ein-Personen-Regel für medizinische Berufe

Außerdem gilt für bestimmte Berufsgruppen die Ein-Elternteil-Regelung: Um Anspruch auf Notfallbetreuung zu haben, ist es bei den folgenden Berufsgruppen ausreichend, wenn ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet:

– im Gesundheitsbereich

– in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen

– im medizinischen und im pflegerischen Bereich

– in der stationären und teilstationären Erziehungshilfe sowie in Internaten gemäß § 45 SGB VIII

– in der Eingliederungshilfe

– in der Versorgung psychisch Erkrankter

– für die Notfallbetreuung von Kindern bis zum Ende des Grundschulalters

Wenn ein Elternteil in diesen Berufsgruppen arbeitet, besteht für die Familien Anspruch auf eine Notfallbetreuung, sofern keine andere Betreuungsmöglichkeit gegeben ist. Ist ein Elternteil zum Beispiel in Heimarbeit, entfällt dieser Anspruch. Für alle betroffenen Eltern stellt der Landkreis Oberhavel kreisweit eine entsprechende Bescheinigung aus.

Anträge für Notfallbetreuung online

Das Formular, das unbedingt vom Arbeitgeber unterzeichnet sein muss, kann unter www.oberhavel.de/notfallbetreuung abgerufen werden. Ausgefüllt ist es per E-Mail an kindernotbetreuung@oberhavel.de oder per Fax unter 03301/60 18 09 99 an den Landkreis Oberhavel zu senden. Es muss dabei eine E-Mail- oder Faxadresse angegeben sein, an welche die Bestätigungen des Landkreises versandt werden können.

Achtung: Wer keine Bescheinigung mitbringt, dessen Kind kann nicht in einer Kita oder einem Hort betreut werden. Für Nachfragen von Eltern zur Betreuung von Kitas und Schulen hat der Landkreis eine Telefon-Hotline unter der Nummer 03301/6 01 34 00 eingerichtet. Die Hotline ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar.

Mehr Informationen finden Sie auch in unserem MAZ-Liveblog.

Von MAZonline