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Oranienburg Sachsenhausen: Gedenken an Einrichtung des Speziallagers
Lokales Oberhavel Oranienburg Sachsenhausen: Gedenken an Einrichtung des Speziallagers
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15:16 13.08.2019
Insgesamt waren rund 60.000 Häftlinge im Speziallager in Sachsenhausen (Foto) inhaftiert worden. Quelle: Nadine Bieneck
Oranienburg

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird am Wochenende des 17./18. Augusts mit der Vorstellung eines Zeitzeugen-Interviewprojekts und einer Gedenkveranstaltung an die Einrichtung des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen vor 74 Jahren erinnert. Zu den Veranstaltungen, die von der Gedenkstätte in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945-50 e.V. durchgeführt werden, werden auch rund zehn ehemalige Häftlinge des Speziallagers und zahlreiche Angehörige erwartet.

Kranzniederlegung am Sonntag

Bei der Gedenkveranstaltung am Sonntag (18. August) um 11 Uhr auf dem Friedhof am ehemaligen Kommandantenhof, wo mehr als 7000 Opfer des Speziallagers in Massengräbern ruhen, werden zunächst Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Joachim Krüger, die Anwesenden begrüßen. Danach werden der Vizepräsident des Landtages Brandenburg, Dieter Dombrowski, und Günter Wetzlaugk, ehemaliger Häftling des sowjetischen Speziallagers Nr. 7/Nr.1, Ansprachen halten. Die Gedenkveranstaltung endet mit einer Andacht und einer Kranzniederlegung.

Premiere für Interviewprojekt mit Zeitzeugen

Bereits am Sonnabend (17. August) um 15 Uhr wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung ein Interviewprojekt mit Zeitzeugen des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen vorgestellt. Zwischen März und August 2019 hat die Filmemacherin und Grimme-Preisträgerin Loretta Walz im Auftrag der Gedenkstätte Sachsenhausen 14 ehemalige Inhaftierte des sowjetischen Speziallagers vor der Kamera zu ihren Hafterfahrungen und ihrer Biografie interviewt. Im Anschluss an eine Präsentation von Ausschnitten aus den Interviews findet ein Podiumsgespräch mit Loretta Walz und den beiden Zeitzeugen Annemarie Krause und Karl-Wilhelm Wichmann statt.

Gedenktag für Opfer des Speziallagers

Im Zuge der Verlegung des sowjetischen Speziallagers Nr. 7 von Weesow (bei Werneuchen) kamen am Abend des 16. August 1945 mehr als 5000 von der Haft geschwächte Häftlinge nach einem Fußmarsch von rund 40 Kilometern in den Baracken des ehemaligen KZ Sachsenhausen an. Der Jahrestag der Ankunft der ersten Inhaftierten in Sachsenhausen wird von den ehemaligen Häftlingen und ihren Angehörigen seit Anfang der 1990er Jahre als Gedenktag für die Opfer des Speziallagers begangen.

Rund 60.000 Menschen im Speziallager Sachsenhausen inhaftiert

Insgesamt inhaftierte der sowjetische Geheimdienst NKWD bis zur Auflösung des Lagers im Frühjahr 1950 rund 60.000 Menschen im Speziallager Sachsenhausen, von denen 12.000 an Hunger und Krankheiten starben. Im Lager waren vorwiegend untere Funktionäre des NS-Regimes, aber auch Mitarbeiter aus Verwaltung, Polizei, Justiz und Wirtschaft sowie SS-Personal aus den Konzentrationslagern inhaftiert. Unter den Häftlingen befanden sich außerdem politisch Missliebige und willkürlich Verhaftete sowie von sowjetischen Militärtribunalen Verurteilte - Männer und Frauen, Alte und Junge, NS-Belastete und Unbelastete.

Von MAZonline

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