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Oranienburg „Ich will Gutes für die Schule“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Ich will Gutes für die Schule“
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17:47 15.11.2018
Das „weiße Haus“ der Grundschule Sachsenhausen – es ist laut SchullIneiterin Andrea Schild das älteste Schulgebäude. Quelle: FOTOS: Stefan Blumberg
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Sachsenhausen

Es war ein Hilfeschrei, den Andrea Schild in Richtung Stadtpolitiker sandte. Die Leiterin der Grundschule Sachsenhausen befürchtet, dass ihre Einrichtung ins Hintertreffen gerät, notwendige Investitionen und Ausbesserungsarbeiten nicht getätigt werden. Den ersten Versuch hatte sie Anfang 2017 unternommen, kurz nachdem der Hortanbau fertig war. Sie listete auf Wunsch der Stadtverwaltung detailliert auf, welchen Bedarf sie für die kommenden Jahre sieht und machte konkrete Vorschläge. Schwerpunkt aus ihrer Sicht ist es, das „weiße Haus“, in dem sich unter anderem zwei Klassenräume, Verwaltungsräume und Archiv befinden, zu sanieren. „Grundsätzlich sehe ich da dringenden Handlungsbedarf“, sagt sie. Die Verwaltungsräume seien seit Jahren nicht saniert worden, der Fußbodenbelag weise Löcher auf, das Archiv auf dem Dachboden befinde sich in einem maroden Zustand. Die Außenfassade brauche einen neuen Putz und neue Farbe. Der Platz im Lehrerzimmer sei begrenzt, einen Raum für einen Sozialpädagogen gebe es nicht. „Ich möchte, dass dieses Gebäude mit in den gesamten Schulkomplex eingebunden wird.“

Ihr Versuch, beim Bauausschuss der Stadt in der Einwohnerfragestunde dieses Thema anzusprechen, wurde abgelehnt, weil sie beziehungsweise der Kollege, der sie vertrat,  ihren Wohnsitz nicht in Oranienburg hat. So landete ihr Fragebogen beim Ortsbeirat in Sachsenhausen: „Ich bin bestrebt, die Schule auf einen guten Stand zu bringen und wähle deshalb den Weg über die politische Schiene“, sagte sie und warb um Unterstützung. „Die Sanierung des ’weißen Hauses’ ist schon zweimal verschoben worden. Ich habe die Befürchtung, dass wir bei all den ambitionierten Projekten in Oranienburg hinten runterfallen.“ Dabei sind es zum Teil „Kleinigkeiten“ wie die Erweiterung der Sprechfunkanlage und Lautsprechern Richtung Schulhof, Einbau einer Klingel im Essensbereich oder Renovierung des Schulhausflures, die gemacht werden müssten.

Michael Fehlow (Linke) sitzt im Stadtparlament und ist Ortsbeiratsmitglied von Sachsenhausen. Er ist ganz zuversichtlich, dass die kleinen Dinge über die Werterhaltung unkompliziert machbar seien. „Dafür sind Mittel da.“ Schwieriger werde es für die Sanierung des ’weißen Hauses’: „Dafür brauchen wir im Haushalt einen Titel.“ Er kündigte aber an, mit den anderen Fraktionen sprechen zu wollen. „Vielleicht können wir einen gemeinsamen Antrag stellen. Geld ist jedenfalls da.“ Er befürchtet im Erfolgsfall vielmehr, „dass es problematisch wird, geeignete Firmen für das Projekt zu finden“. Die seien alle ausgelastet, „machen mittlerweile sogar zu hohe Kampfpreise, damit sie bestimmte Aufträge nicht bekommen“.

Ortsbeiratsmitglied Ronny Stöwe kennt die Verhältnisse der Schule als Vater und wundert sich, dass die Wünsche der Schulleiterin so bescheiden seien. „Warum wird nicht über eine Erweiterung der Schule geredet? Jetzt ist es so, dass 30 Schüler in einer Klasse sind.“

Baustadtrat Frank Oltersdorf sagt: „Alles, was an Wünschen genannt wurde, betrifft das operative Geschäft und wird abgearbeitet. Was wir machen können, werden wir nach und nach tun.“ Für ihn als Vertreter der Stadt, die Schulträger ist, sei es wichtig, „das die Funktion der Schule gewährleistet ist“. Das „weiße Haus“ sei in den Planungen berücksichtigt. „Wir haben die Studie ja nicht umsonst machen lassen. Aber es gibt in der Stadt aktuell andere Prioritäten.“

Von Stefan Blumbeg

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