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Oranienburg „Wie bei den Rolling Stones“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Wie bei den Rolling Stones“
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18:44 06.02.2019
Der Hörsaal an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg platzte am Mittwochvormittag aus allen Nähten. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Der Hörsaal 1 an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg platzte am Mittwochmorgen aus allen Nähten. Knapp 60 Schüler aus allen Teilen Brandenburgs nutzten die Gelegenheit, den Alltag an der Hochschule hautnah mitzuerleben. „Zwei Mal jährlich bieten wir solche Schnupperkurse an“, berichtete Tom Franke, stellvertretender Pressesprecher der Fachhochschule, der sich an diesem Tag um die möglicherweise zukünftigen Kollegen kümmerte. Innerhalb weniger Tage seien die insgesamt 120 Plätze für beide Tage ausgebucht gewesen.

Strafrechts-Vorlesung mit Zweitsemestern

Ein „bisschen wie bei den Rolling Stones“ sei das ja, freute sich Rainer Grieger, Präsident der Fachhochschule, der die Jugendlichen am Morgen persönlich begrüßt hatte. Im Anschluss verschlug es die Schüler direkt in die Strafrechtsvorlesung von Andreas Gritsch. „Wir wollen einen authentischen Eindruck des Studienalltags vermitteln. Deshalb sitzen die Besucher Seite an Seite mit unseren Polizeianwärtern des zweiten Semesters“, so Tom Franke. Seit drei Jahren bildet Andreas Gritsch die angehenden Polizisten an der Fachhochschule aus. Dabei sei das Strafrecht wohl „das anspruchsvollste, aber auch wichtigste Fach während des Studiums“. Schließlich lege es die Basis für die tägliche Arbeit der Kollegen. Unterhaltsam und doch lehrreich zerlegte der Dozent in aller Kleinteiligkeit anschließend den Fall eines Ladendiebstahls am Beispiel eines gestohlenen Brötchens.

Die Schnupperstudenten Emily Rudoll (l.) und Janine Köpnick (3.v.l.) lernten am Mittwoch Seite an Seite mit den Polizeianwärtern Yessica Buchwaldt (2.v.l.) und Patrick Hinrichs (r.) aus dem zweiten Semester. Quelle: Enrico Kugler

„Ich hätte mir das viel langweiliger vorgestellt“, resümierte Emily Rudoll nach dem Vorlesungsende. Die 15-Jährige war aus Biesenthal zum Schnuppertag nach Oranienburg gekommen. „Ich wollte mir einfach mal einen Eindruck verschaffen, wie das hier so läuft.“ Ob sie später wirklich bei der Polizei arbeiten wolle, wisse sie noch nicht. „Vielleicht mache ich auch etwas mit Journalismus.“ Einen Schritt weiter ist da die 16-jährige Janine Köpnick aus Strausberg. „Ich war letztes Jahr schon zur Schnupperausbildung hier“, berichtet sie. Bei der erhalten interessierte Schüler Einblick in die zweieinhalbjährige Ausbildung im mittleren Polizeidienst. „Jetzt wollte ich mir noch mal anschauen, wie das beim Studium so läuft.“ Die ersten Eindrücke haben die 16-Jährige begeistert. „Ja, ich ziehe das Studium an der FH ernsthaft in Betracht“, verrät sie. Die Vorlesung habe ihr richtig gut gefallen. „Diebstahl ist nicht einfach nur Diebstahl“, meint sie verblüfft.

Wenn das Gedächtnis bei Zeugenaussagen eine Rolle spielt

Einen Einblick rund ums Thema Gedächtnis, Gedächtnistäuschungen und ihre Bedeutung bei Zeugenaussagen gab es in einer weiteren Vorlesung von Professor Jürgen Biedermann. Mucksmäuschenstill war der Vorlesungssaal insbesondere bei seiner Schilderung von Beispielen aus dem Polizeialltag.

Ist das Studium die richtige Entscheidung?

Dass der Polizeiberuf ebenso vielseitig wie spannend ist, davon musste der 17-jährige Julius Baschin aus Königs-Wusterhausen nicht mehr überzeugt werden. „Ich möchte später die gehobene Laufbahn einschlagen und wollte mich heute davon überzeugen, ob das wirklich die richtige Entscheidung für mich ist.“ Hat ihn der Besuch an der Fachhochschule überzeugt? „Ja, auf jeden Fall“, verrät er.

Am Donnerstag, den 7. Februar, findet der Schnuppertag noch einmal statt. „Wir könnten auch 200 Leute einladen und alle Plätze wären belegt“, freut sich Tom Franke. „Der Bedarf dafür ist einfach da.“

Informationen zur Fachholschule der Polizei in Oranienburg

Weitere Informationen zur Fachhochschule der Polizei in Oranienburg gibt es unter der Website der FH auf www.fhpolbb.de sowie zur Ausbildung bei der Polizei Brandenburg auf der Website www.polizei-brandenburg-karriere.de.

Von Nadine Bieneck

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