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Oranienburg Sigmar Gabriel zu Besuch in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Sigmar Gabriel zu Besuch in Oranienburg
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00:18 19.02.2019
Max Viol (v.r.) und Benjamin Goepel erhielten von Sigmar Gabriel das Parteibuch. Dirk Blettermann moderierte den Abend an und ab. Quelle: fotoS: Blumberg
Oranienburg

Wenn das kein bombastischer Einstieg ist: Max Viol und Benjamin Goepel haben seit Donnerstagabend ihr SPD-Parteibuch in den Händen. Übergeben hat es kein Geringerer als der Außenminister a. D., Sigmar Gabriel.

Der SPD-Ortsverein Oranienburg verknüpfte den Auftritt von Gabriel im Oranienwerk mit diesem kleinen, feierlichen Akt. „Das ist eine Ehre“, schwärmt der 18-jährige Max Viol. Er wusste nichts von dieser Geste. „Ich habe mich schon länger für die Arbeit der SPD interessiert. Die SPD setzt sich für die kleinen Leute ein. Der Rentenvorschlag von Hubertus Heil ist gut.“

Mitglied schätzt die soziale Arbeit

Auch Benjamin Goepel strahlte, als er das Parteibuch erhielt. „Ich bin ja schon eine Weile Mitglied und wusste, dass ich irgendwann das Parteibuch bekommen werde. Aber dass mir Sigmar Gabriel das Buch übergeben würde, hatte ich nicht erwartet. Meiner Lebensgefährtin sagte ich es als erstes“, so der 32-Jährige. Er schätzt an die SPD die soziale Arbeit. „Ich glaube aber, dass mehr passieren muss.“

Deshalb ließ er sich für die Kommunalwahl aufstellen, kandidiert in Oranienburg im Wahlkreis 4 (Altstadt/Eden/Germendorf). Der zweifache Vater tritt an, weil er einen Generationswechsel für richtig hält. „Ich möchte mit der SPD die Zukunft sichern. Das ist mit Parteien wie der AfD nicht möglich.“

Mehr als 100 Gäste im Oranienwerk

Im Mittelpunkt aber stand Sigmar Gabriel. Der 59-Jährige war gekommen, um über Europa, um über die „Zeitenwende in der Weltpolitik“ (so heißt sein neues Buch) zu reden – erst allein, dann mit dem Europakandidaten Simon Vaut und schließlich im Frage- und Antwort-Spiel mit Besuchern. Mehr als 100 Gäste wollten ihn im Oranienwerk hören – seine Einschätzung zur internationalen Lage. Sigmar Gabriel ließ kaum einen Winkel der Welt aus: Russland, Polen, Saudi Arabien, Iran, Syrien, USA, Großbritannien.

Er erklärte die Kräfteverhältnisse auf der Welt, sprach nicht von G 7, sondern von G 2: USA und China. Das seien die zwei Weltmächte, die den neuen kalten Krieg führten. Welche Rolle spielt Deutschland, spielt Europa dabei? Lassen sie sich umherschubsen? „Am Freitag beginnt in München die Sicherheitskonferenz. Es ist wohl eher die Unsicherheitskonferenz.“ Keiner wisse richtig, wie sich die Lage entwickle. Er habe die Befürchtung, dass Europa auseinanderdrifte, die Sicherheit auf der Strecke bleibe.

Nachdenken über Gabriels Worte

Lothar Hemmen, SPD-Ortschef Schwante/Oberkrämer, kannte die Sichtweise von Gabriel, war dennoch angetan von seiner Eloquenz und seinen Analysen. Landrat Ludger Weskamp (SPD) mag die klaren Worte von Gabriel („Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass Deutschland so reich ist, weil die Firma Rheinmetall Waffen exportiert?!“). Weskamp: „Ich glaube, dass hier niemand rausgegangen ist, der nicht über die Worte von Sigmar Gabriel nachdenkt.“ Dirk Blettermann, Vorsitzender von SPD-Ortsverein Oranienburg, sah ein politisch interessiertes Publikum, einen lockeren Ex-Außenminister und eine klasse Veranstaltung.

Von Stefan Blumberg

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