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Oranienburg Silvio Krause: „Wir haben unsere Ziele erreicht und das ohne Wackler“
Lokales Oberhavel Oranienburg Silvio Krause: „Wir haben unsere Ziele erreicht und das ohne Wackler“
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10:25 29.03.2019
Trainer Silvio Krause hat mit seiner OHC-Reserve noch viel vor und will langfristig in die Ostsee-Spree-Liga. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Mit einem standesgemäßen 32:20-Auswärtserfolg beim HC Neuruppin machte die Zweitvertretung des Oranienburger HC bereits vier Spieltage vor Ende der laufenden Verbandsliga-Saison den Deckel auf den Brandenburgliga-Aufstieg drauf. Ein Jahr nach dem bitteren und überraschenden Abstieg kehren die Mannen von Trainer Silvio Krause damit zurück in die höchste Landesspielklasse. Die Märkische Allgemeine Zeitung hat sich mit dem 32-jährigen Aufstiegstrainer, der im Sommer des Vorjahres aus Werder nach Oranienburg kam und Co-Trainer der Drittligamannschaft ist, über die bisher makellose Spielzeit, die Zielsetzungen für die nächsthöhere Spielklasse und seine persönliche Zukunft unterhalten.

Vier Spieltage vor dem Saisonende steht die Rückkehr in die Brandenburgliga fest. Wie groß ist die Freude und Erleichterung im Team?

Silvio Krause: Groß natürlich. Mit 18 Siegen aus 18 Spielen haben wir das bisherige Optimum erreicht, was uns sehr freut. Allerdings sind wir auch weiterhin immer darum bemüht, uns weiterzuentwickeln. Nun ist unser Ziel, die Spielzeit auch ohne Verlustpunkt abzuschließen.

Der Abstieg aus der Brandenburgliga im Vorjahr galt als Betriebsunfall. War im Vorfeld mit so einer Dominanz in der Verbandsliga zu rechnen?

Unser Ziel war ganz klar der Aufstieg und wir wussten natürlich, dass der gestandene Kern der Mannschaft das Zeug dazu hat, ganz oben mitzuspielen. Wenn du dann noch regelmäßig Verstärkungen aus dem Drittligakader erhältst, kann man dann auch mal die Verbandsliga so beherrschen.

Neben dem souveränen Wiederaufstieg gelang es Ihrem Team auch den Landespokal zu gewinnen. Kann man da von einer perfekten Saison reden?

Ich denke von einer absolut perfekten Spielzeit kann man sprechen, wenn wir wirklich zu Null aufsteigen. Das erreicht man nur selten. Für uns als Trainerteam kann man ohne Frage von einer perfekten Saison reden, wir haben unsere Ziele erreicht und das ohne Wackler.

Wird sich der Kader mit der neuen sportlichen Herausforderung vor der Brust im Sommer groß verändern?

Es wird neue Spieler geben. Unser Ziel wird es sein, den Kader breiter aufzustellen und demnach werden wir uns auch punktuell verstärken. Denn der Kräfteverschleiß in der Brandenburgliga wird mehr werden. Da man auch sachlich betrachtet sagen muss, dass wir personell großes Glück hatten in der laufenden Spielzeit. Bis auf Florian Heine hatten wir keinen Langzeitverletzten. Allerdings werden wir natürlich vorrangig auf den Aufstiegskader vertrauen – wir werden keinen vom Hof jagen.

Was wird im kommenden Spieljahr in der Brandenburgliga von Nöten sein, um auch dort zu bestehen?

Wir müssen auf jeden Fall noch mehr Stabilität in unser Spiel bekommen. Generell denke ich aber, dass es nur gilt, noch an einigen Stellschrauben zu justieren. Ein großer Vorteil dürfte die Eingespieltheit des Teams sein. Dazu werden wir versuchen, weiter einige A-Junioren-Spieler in unser Team einzubauen.

Sie haben eine Vereinbarung bis 2020 beim Oranienburger HC unterschrieben. Kann man also davon ausgehen, dass Sie auch ab dem kommenden Spieljahr auf der Trainerbank sitzen?

Also ich weiß bisher nichts Gegenteiliges. Wie ja schon gesagt, habe ich noch ein Jahr Vertrag und ich wüsste nicht, warum ich diesen nicht einhalten sollte. Zudem kann ich mir auch gut vorstellen über 2020 hinaus beim Oranienburger HC zu bleiben, die Arbeit mit meinem Team macht mir großen Spaß. Ich fühle mich sehr wohl beim OHC und auch die Zusammenarbeit mit Christian Pahl im Drittligateam funktioniert sehr gut.

Wohin soll langfristig der Weg der Reserve führen?

Also klar zählt zunächst erst einmal der Klassenerhalt. Das ist natürlich das oberste Ziel. Aber langfristig ist es schon der Plan mit der zweiten Mannschaft in die Ostsee-Spree-Liga aufzusteigen, um dann auch das Gefälle zwischen der dritten Liga und unserem Team kleiner werden zu lassen. Allerdings machen wir uns da keinerlei Druck oder haben uns auf ein bestimmtes Jahr festgelegt. Wir wollen weiterhin akribisch arbeiten, die jungen Burschen mit einbauen und dann werden wir sehen, was kommt.

Von Knut Hagedorn

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