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Oranienburg Der smarte Kühlschrank aus Oranienburg
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21:22 27.12.2019
Martin Michenfelder und Sven Forgber (l.) haben den Schlau-Kühlschrank erfunden. Quelle: Heiko Laschitzki
Oranienburg

Was in einem kleinen Büro in Oranienburg begann, hat nun sogar die Schweden auf den Plan gerufen. Ein schwedisches Familien-Unternehmen ist jetzt in das Oranienburger Unternehmen „How I like“ („Wie ich es mag“) mit eingestiegen. Damit können die jungen Unternehmer expandieren.

Sven Forgber und Martin Michenfelder heißen die zwei pfiffigen Geschäftsleute. 2016 hatten sie die Idee für ihr Startup-Unternehmen „How I like“ und damit die Idee für den intelligenten Kühlschrank. Gemeinsam mit Experten hatten sie handelsübliche Kühlschränke mit einer ausgeklügelten Technik versehen und sie zur kleinsten Kantine der Welt umgerüstet.

Ihr Schlau-Kühlschrank steht inzwischen in Firmen, Unternehmen und Büros und kann individuell je nach Kundenwunsch mit etwa 120 verschiedenen Produkten bestückt werden – von frischen Gerichten wie Bio-Thai-Curry oder frischen Salaten aus einer Berliner Manufaktur bis zum kühlen Fitnessdrink. „Quasi mit allem, was sich unsere Kunden wünschen“, sagt Sven Forgber.

Ein Getränk, ein Essen – auf Wunsch auch frisch gekocht. Quelle: Heiko Laschitzki

Schweden investieren siebenstelligen Betrag

Mit dem schwedischen Familienunternehmen haben die Firmengründer nun einen Mega-Clou gelandet. „Der schwedische Marktführer Convini hat zugesagt, in unser Startup einen siebenstelligen Betrag zu investieren. Er hat bereits 75 Prozent der Firmenanteile übernommen“, freut sich Sven Forgber.

Ein Win-Win-Deal. Convini kann so auch auf dem deutschen Markt Fuß fassen. „Mit Convini haben wir nun einen finanziell starken Partner an Bord, der weiß, wie man in unserem Segment gesund wächst“, sagt Sven Forgber. Dabei kommen er und sein Geschäftspartner nicht mit leeren Händen. Schon an 30 Standorten wie bei den Finanzdienstleitern PayPal und Smava, sowie dem Online-Riesen Amazon und bei der Deutschen Bahn haben sie ihre Schlau-Kühlschränke aufgestellt.

Wenn im Job der Magen knurrt, hält man einfach seine authentifizierte Kundenkarte, sein Smartphone oder Smartwatch an das Lesegerät des Schlau-Kühlschranks und die Tür entriegelt sich. Quelle: Heiko Laschitzki

„How I Like wurde mit derselben Idee wie Convini gegründet, wobei Deutschland in vielfacher Weise die Entwicklungen in Schweden spiegelt. Die Anzahl an Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Zugang zu einer hochwertigen Verpflegung am Arbeitsplatz bieten möchten, steigt an”, sagt Mats Palmquist, Geschäftsführer von Convini, das schon über 3000 Standorte verfügen soll.

Wenn also im Job der Magen knurrt, hält man einfach seine authentifizierte Kundenkarte, sein Smartphone oder Smartwatch an das Lesegerät des Schlau-Kühlschranks und die Tür entriegelt sich. Bei diesem Vorgang sollen bis zu 60 kleine, im Kühlschrank verbaute Sensoren erfassen, was der Kunde herausnimmt. Denn am Ende der Woche wird abgerechnet. „Der fällige Geldbetrag wird per Lastschrift oder Online-Bezahldienst eingezogen. Nicht registrierte Kunden können all dies an ausgewählten Standorten mit ihrer Kreditkarte tun“, sagt Martin Michenfelder.

Komplettpaket für knapp 300 Euro im Monat

Weil jeder „How I Like-Kühlschrank“ permanent mit dem Internet verbunden ist, können die Unternehmer quasi in Echtzeit alle Warenbestände checken und die Bestückung anpassen. 299 Euro Miete pro Monat kostet ein Doppel-Kühlschrank den Nutzern. Im Preis enthalten ist die Anlieferung der Waren, die Wartung und Reinigung des Kühlschranks, sowie das Kundenmanagement.

„Somit hat man für diese Servicegebühr eine zeitgemäße Verpflegungslösung für seine Mitarbeiter, um die man sich nicht selbst kümmern muss“, werben die Erfinder. Öde Stullen-Pakete oder Imbisskost gehören der Vergangenheit an. Ab 2020 sollen nun auch Kontakte zu Firmen und Unternehmen bundesweit geknüpft werden. Dann gibt es die Schlau-Kühlschränke made Oranienburg vielleicht bald in ganz Deutschland.

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