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Oranienburg Spende für eine moderne Ausbildung
Lokales Oberhavel Oranienburg Spende für eine moderne Ausbildung
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12:25 03.04.2019
Ausbildungsmeister Thomas Wiesel, Maximilian Merkel, Azubi Dennis Jetschick und Bernd Merkel (v.l.) mit dem gespendeten Gerät. Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

Mit einer ungewöhnlichen Spende kamen Bernd und Maximilian Merkel vom gleichnamigen Tiefbauunternehmen aus Birkenwerder am Mittwochmorgen auf den Lehrbauhof nach Oranienburg: Sie hatten einen Vibrationsverdichter im Gepäck.

Wichtig sind gute Geräte

So ein Gerät sei wichtig für die Ausbildung, um sie fachgerecht durchzuführen, erklärt Dirk Hagemann, Geschäftsführer des Lehrbauhofes. Deshalb sei man dankbar für die Spende des Verdichters. Bisher habe man die Ausbildung mit Handverdichtern durchgeführt, berichtet Thomas Wiesel, der zuständige Ausbildungsmeister für den Straßen- und Tiefbau. Mit dem motorisierten Verdichter könne man nun den Azubis moderne Ausbildungsgeräte bieten. „Es ist eine schöne Sache, im Straßen- und Tiefbau zu arbeiten“, ist Hagemann überzeugt. Doch wichtig seien dabei auch gute Geräte.

Einsatz von Vibrationsverdichtern bei wenig Platz

Eingesetzt wird der Vibrationsverdichter bei beengten Platzverhältnissen. „Das Gerät ist schön schmal und wendig“, freut sich Fachmann Wiesel. Besonders geeignet sei der Verdichter in Gräben und Baugruben, beispielsweise bei der Bodenverdichtung nach dem Verlegen von Rohren in waagerechten Verbauen. So lernen die Auszubildenden auf dem Lehrbauhof, wie eine derartige Baugrube gesichert werden muss, damit es nicht zu Verschüttungen kommt. „Sie müssen den Arbeitsraum sichern“, so der Ausbildungsmeister. Mögliche Fehler seien, wenn zu wenig Aussteifungen oder Kanalspreizen angebracht werden. „Diese Fehler sollen sie hier durchaus machen, um daraus zu lernen“, sagt er. „Mit dem Vibrationsverdichter können wir nun schneller arbeiten und der Boden wird fester, als wenn mit dem Handverdichter gearbeitet wird.“

Überbetriebliche Ausbildung in Oranienburg

Maurer, Zimmerer, Fliesenleger und Straßen- und Tiefbauer erhalten ihre überbetriebliche Ausbildung in Oranienburg. Im ersten Lehrjahr 20 Wochen lang, im zweiten zwölf Wochen und im dritten Lehrjahr kommen sie vier Wochen zur Prüfungsvorbereitung auf den Lehrbauhof. „Zu Beginn werfen die Auszubildenden auch einen Blick über den Tellerrand, lernen die anderen Gewerke kennen“, erklärt Hagemann das Prinzip.

Auf der Suche nach Auszubildenden

Auch Bernd Merkel, der 22 Mitarbeiter in seiner Firma beschäftigt, liegt die Ausbildung am Herzen. Derzeit habe er einen Azubi, doch optimal wäre für ihn, jährlich zwei aufzunehmen. Doch er fände keine, auch keine ausgebildeten Fachkräfte, bedauert der Mann aus Birkenwerder, der auch in der Innung aktiv ist. Dabei seien die Auftragsbücher voll. „Handwerk hat goldenen Boden.“ Er wünscht sich, dass Eltern ihre Kinder motivieren, sich auch für einen Handwerksberuf zu entscheiden. „Der Nachwuchs ist ein Schatz, den es zu heben gilt“, bestätigt der Chef des Lehrbauhofes. Er bietet auf seinem Gelände auch Praktika an und stellt Verbindung zu Ausbildungsbetrieben her.

Von Ulrike Gawande

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