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Oranienburg Sperrstunde für die Antilopen im Tierpark Germendorf
Lokales Oberhavel Oranienburg Sperrstunde für die Antilopen im Tierpark Germendorf
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17:04 28.12.2018
Anke Möller (32) aus Nauen und ihre Kinder Theodor (4) und Marlene (2)  füttern im Tierpark Germendorf eine Damhirschkuh.  Quelle: Jeannette Hix
Anke Möller (32) aus Nauen und ihre Kinder Theodor (4) und Marlene (2) füttern im Tierpark Germendorf eine Damhirschkuh. Quelle: Jeannette Hix
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Germendorf

Der Silvesternacht sehen Tierfreunde schon mit Bangen entgegen. Auch Studien belegen, dass sowohl junge als auch erwachsene Wild- und Haustiere bei zischenden Raketen und dröhnenden Böllern extrem gestresst reagieren. Im Tierpark Germendorf gibt es feste Regeln, die es den 650 Tieren vom Affen bis zum Zebra die Nacht zum Jahreswechsel erträglicher machen sollen. „Unsere drei Elenantilopen zum Beispiel müssen statt um 17 Uhr schon um 16 Uhr in den Stall. Er bleibt auch nicht offen, sondern wird verschlossen“, sagt Tierpark-Direktor Torsten Eichholz (52).

Schon um 16 Uhr müssen die Antilopen in den Stall

Die Tierpfleger Martin Rieger (29) und Bernhard Koch (59) lassen Silvester die Elenantilopen schon um 16 Uhr in den Stall. Das fühlen sich die Tiere sicher. Quelle: Jeannette Hix

Auch bei den Affen und den Kängurus ist ab 16 Uhr Ausgangssperre angesagt. Und dem Puma wird die Aussicht versperrt. Sein Sehschlitz wird einfach verschlossen, damit ihn die Lichtblitze nicht erschrecken. „Darüber hinaus wird unser Security-Dienst deutlich mehr Kontrollgänge machen als sonst“, sagt Torsten Eichholz, der selbst gemeinsam mit einigen von den insgesamt 38 Mitarbeitern einen Bereitschaftsdienst schiebt. Der Teich mit dem Wassergeflügel ist mit einem Netz geschützt. „Das ist aber immer auf dem Teich ausgebreitet, damit die Vögel nicht wegfliegen.

Das Fenster vom Puma wird auch verhangen

Die Verletzungsgefahr wäre zu groß, wenn wir die Vögel zur Silvesternacht einfangen müssten“, sagt Torsten Eichholz. Ginge es nach dem Tierparkchef bräuchte es Silvester gar keine Böller geben. So sieht das auch Anke Möller (32), die mit ihren Kindern Theodor (4) und Marlene (2) extra von Nauen nach Germendorf gefahren ist, um im Tierpark einen schönen Spaziergang zu machen. „Unsere Kinder haben Angst bei der Knallerei. Wenn bei uns Silvester was knallt, dann Knallerbsen.“

Von Jeannette Hix