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Oranienburg Spielvorbereitung auf höchstem Niveau
Lokales Oberhavel Oranienburg Spielvorbereitung auf höchstem Niveau
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17:05 22.01.2019
VSV-Trainer Robert Hinz mit seinem Tablet, auf dem er im Spiel zeitversetzt die Partie betrachtet. Quelle: fotos: Hagedorn
Oranienburg

Es läuft beim Volleyball-Drittligisten VSV Havel Oranienburg. Nach zwölf Spieltagen liegt das Team um Spielführerin Anika Zülow auf Platz zwei und hat in den noch ausstehenden sechs Meisterschaftsspielen nach 2017 abermals die Chance, die Drittliga-Meisterschaft zu erringen. Einer der Baumeister des Erfolgs ist der 26-jährige Robert Hinz, der die Volleyballerinnen seit Sommer 2018 trainiert. Hinz wird von seinen Spielerinnen in seiner Arbeit als sehr akribisch beschrieben und der Berliner nutzt dabei alle sich bietenden Möglichkeiten, um das eigene Team zu verbessern. Helfen sollen auch elektronische Hilfsmittel, die im Bereich der 3. Volleyball-Liga ihresgleichen suchen.

Zwei Kameras zeichnen die Spiele auf

Wenn man Hinz und seinen Co-Trainer Ole Schröter bei Punktspielen beobachtet, fällt einem sofort ins Auge, dass sich beide intensiv mit ihren Tablets beschäftigen. Schröter tippt immer wieder Spielzüge ein und analysiert noch während der laufenden Partie den Gegner und das eigene Team. Auf dem in einer Taktiktafel eingebauten Tablet-Computer von Robert Hinz läuft das aktuelle Spiel – mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung. „Wir bauen vor dem Spiel immer zwei Kameras in der Halle auf, die unsere Spiele aufzeichnen. Mit meinem Tablet kann ich mir dann Szenen anschauen, die kurz zuvor passierten. Im Laufe eines Satzes nutze ich diese Möglichkeit schon fünf- bis sechsmal. Das ist eine große Hilfe für mich“, erläutert der 26-jährige Cheftrainer.

Statistik-Programm auf Champions-League-Niveau

Alltäglich ist diese technische Aufrüstung jedoch nicht, schon gar nicht in der 3. Liga. „Nein, da sind wir die einzigen, selbst in der 2. Liga haben nicht alle Mannschaften solche Möglichkeiten“, erklärt Robert Hinz. Den Aufwand vor den Spielen schätzt Hinz als relativ gering ein, zeitaufwendig seien aber die Analysen und Auswertungen. „Inzwischen haben wir ja Routine beim Aufbau, also vor den Spielen dauert es vielleicht fünf Minuten, um die Kameras aufzubauen und auszurichten. Aber die Nachbearbeitung unter der Woche dauert natürlich viel länger und ist sehr aufwendig.“ Dabei benutzt das Oranienburger Trainerteam auch ein Programm, welches sogar von Champions League-Teilnehmern benutzt wird. „Wir haben eine abgespeckte Version des Data-Volley-Programms, womit auch alle Profiteams arbeiten. Damit ist vieles möglich“, so Hinz. Für ihn sind die technischen Hilfsmittel ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Saison.

Technische Hilfsmittel als wichtige Stütze

„Ich denke schon, dass wir dank der akribischen Analyse da Vorteile haben. Wir schauen uns teilweise zwei, drei Speile im Vorfeld von anderen Teams an und wissen dann recht genau, was uns erwartet. Demnach sind wir immer besser auf den Gegner eingestellt, als er auf uns.“ Für Hinz waren Analyse und Nachbereitung auch ein wichtiger Schlüssel, um vor zwei Wochen den Spitzenreiter Rotation Prenzlauer Berg zu schlagen. „Hätten wir diese Möglichkeiten nicht, bin ich mir ziemlich sicher, hätten wir auch das Rückspiel gegen Rotation verloren. So konnte wir noch mal genaue Analyse betreiben, Stärken und Schwächen bewerten.“

Auch für die Spielerinnen des Tabellenzweiten sind genaue und detaillierte Vorbereitungen vor den Ligaspielen ein wichtiges Element. „Unser Trainerduo arbeitet sehr akribisch und weiß extrem viel über unsere Gegner. Sie geben uns immer einen Plan mit an die Hand, das ist auch für uns natürlich ein gutes Gefühl“, sagt Spielführerin Anika Zülow. Für Hinz zählen aber nicht nur technische Hilfsmittel: „Spielen müssen die Mädels dann schon noch selbst“, so der Chefcoach grinsend.

Von Knut Hagedorn

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