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Oranienburg Oranienburgs Angelexperte: Auf der Suche nach Prachtexemplaren in aller Welt
Lokales Oberhavel Oranienburg Oranienburgs Angelexperte: Auf der Suche nach Prachtexemplaren in aller Welt
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17:49 16.01.2020
Seine Lebensgefährtin und die gemeinsame Tochter sind ebenfalls passionierte Anglerinnen. Quelle: Stefanie Fechner
Oranienburg

Wenn sich die Sehne spannt, weil ein Fisch am Haken ist, dann schlägt für Stefan Ehnert (31) die große Stunde. Der Inhaber des Angelhaus Oranienburg ist passionierter Angler und gibt sein Wissen auch an andere Angelfreunde weiter.

Den bisher größten Fang seines Lebens machte er 2019 während eines Urlaubes im Harz. „Dort habe ich einen Stör gefangen“, erzählt der 31-Jährige. „51 Kilogramm schwer und 1,76 Meter groß.“ Für ihn war es der bisher schwerste Fisch überhaupt, den er an der Angel hatte. Stefan Ehnert angelt seit seinem vierten Lebensjahr. „Ich bin über meinen Vater an das Hobby gekommen“, erzählt er. Seitdem hat ihn die Leidenschaft für den Angelsport nicht mehr losgelassen. Auch wenn er in seinem Leben schon viele Fische gefangen hat, ein Fang mit diesen Maßen „ist immer noch etwas besonderes.“

Angelreisen durch die ganze Welt

Doch der Selbstständige hat noch nicht genug. „In diesem Jahr machen wir Angelreisen durch Europa. Wir fahren zum Beispiel zum Stör-Angeln nach Tschechien. Dort werden die Fische sogar bis zu sieben Meter groß“, weiß er zu berichten. 2021 wird ihn der Angelsport noch weiter weg führen. „Dann planen wir weltweite Reisen“, erzählt Stefan Ehnert. So soll es etwa nach Thailand an den Fluss Mekong gehen. „Das ist die Königsklasse für jeden Angler“. Weiter geht es dann in Florida. „Dort wollen wir Riffbarsche angeln. Die größten, die man dort mit einer Handangel fangen kann, wiegen etwa 350 bis 400 Kilogramm.“

Stefan Ehnert vom Angelhaus Oranienburg zeigt den bisher größten Fang seines Lebens, einen Stör mit 1,74 Metern und 51 Kilogramm. Quelle: Robert Roeske

Sein Vater und seine Lebensgefährtin, ebenfalls passionierte Anglerin, werden ihn auf den Reisen begleiten. Der größte Fisch, den er bisher in Brandenburg gefangen hat, war ein Spiegelkarpfen. „24,5 Kilogramm hat der Fisch auf die Waage gebracht“, erinnert er sich. „Aus dem Wasser geholt habe ich ihn in Brandenburg/Havel.“

Der Rat der Mutter führte zur Selbstständigkeit

„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, es ist meine absolute Leidenschaft“, sagt Ehnert. Eigentlich sah sein geplanter Lebenslauf einmal etwas anders aus. „Ich habe Sport auf Lehramt studiert, aber meine Mutter hat mir immer gesagt, ich soll etwas tun, was mir Spaß macht. Hauptsache, ich kann davon leben.“

Er folgte dem Rat der Mutter und machte sich mit einem Angelladen in Berlin selbstständig. „Dann haben immer mehr Kunden gesagt, dass in Oranienburg ein Geschäft für Anglerbedarf fehlt“, erzählt er. „Also habe ich im April 2018 meinen Laden in der Lehnitzstraßeeröffnet.“ Dort bekommt man heute alles, was man zum Fischen benötigt – inklusive fachmännischer Beratung.

Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Im Angelhaus Oranienburg bekommt man alles, was das Anglerherz begehrt – Tipps und Tricks inklusive. Quelle: Stefanie Fechner

Stefan Ehnert behält sein über die Jahre angesammeltes Wissen aber nicht für sich. „Wir führen mit Kunden Angeltouren durch, die nächste startet am 30. März. Dann geht es wieder in den Harz. Dort helfe ich den Kunden mit Tipps und Tricks dabei, ihren Traumfisch zu fangen. Es ist einfach toll, die Menschen so glücklich zu sehen, wenn sie erfolgreich waren. Auch Neid gibt es untereinander nicht.“ Doch viele Menschen aus seinem geschäftlichen Umfeld sind mittlerweile viel mehr als Kunden. „Sie sind zu Freunden, wenn nicht sogar Familie geworden.“

Lesen Sie auch: 2019 – ein warmes aber dennoch gutes Anglerjahr

Auch für Jugendliche ist sein Laden ein fester Anlaufpunkt. „Sie kommen gern hier her, tauschen sich aus und sind runter von der Straße“, freut sich Stefan Ehnert. Auch seine achtjährige Tochter ist mittlerweile von der Leidenschaft des Vaters angesteckt und angelt mit Begeisterung. Und so kommt es dann schon mal vor, dass die ganze Familie harmonisch gemeinsam am Wasser steht.

Von Stefanie Fechner

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