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Oranienburg Offene Türen: Runges zeigen, was sie drauf haben
Lokales Oberhavel Oranienburg Offene Türen: Runges zeigen, was sie drauf haben
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06:34 12.01.2020
Toleranz ist am Runge-Gymnasium ein wichtiges Stichwort. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Wer am Sonnabendvormittag das Oranienburger Runge-Gymnasium betrat, der wurde gleich von Musik empfangen. In der Mensa standen beim „Tag der offenen Tür“ viele Jugendliche und Lehrende auf der Bühne, um den großen Raum mit musikalischen Klängen zu beschallen.

In den nächsten Wochen müssen sich die aktuellen Sechstklässler entscheiden, auf welche weiterführende Schule sie gehen möchten. Deshalb veranstalten in diesen Wochen viele der Einrichtungen in Oberhavel ihre „Tage der offenen Tür“. In den Räumen und Fluren des Runge-Gymnasiums herrschte bis zum Sonnabendmittag dichtes Gewusel.

Frische Crepes! Quelle: Robert Roeske

In der Turnhalle im ersten Stockwerk konnten sich die Besucher in verschiedenen Sportarten und -spielen versuchen. Sophie Helbig aus Oranienburg gehörte zu den Schülerinnen, die am Sonnabend die Besucher durch das Haus führte – auch in die Turnhalle. „Was ich hier gut finde, ist das gute Schüler-Schüler-Verhältnis“, erzählte sie. „Das soziale Untereinander.“ Es gebe viele Möglichkeiten. Sie selbst hatte sich in der 9. Klasse für Latein als Wahlpflichtfach entschieden. „Ich finde den Unterricht sehr angenehm, es ist eine kleine Klasse.“ Und ist es schwer? „Geht so“, sagte sie. Wenn man die Vokabeln lerne, dann funktioniere das gut.

Katrin Grassmann aus Schildow und ihre Tochter Elisabeth gehörten zu denen, die sich im Haus umsahen. „Die Schule ist ja schwer umkämpft“, sagte Katrin Grassmann mit einem Lächeln. Für ihre Tochter liege das Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf näher, das stehe auch noch auf dem Programm, auch Berliner Schulen wollen sie sich noch ansehen. „Wichtig ist, dass es ihr gefällt, und dass es erreichbar ist“, so Katrin Grassmann weiter. Und mit Blick in die Turnhalle: „Sport ist sehr wichtig. Die Turnhalle sehen wir uns genau an.“

Live-Musik in der Mensa. Quelle: Robert Roeske

Helena Schäfer lehrt am „Runge“ Deutsch und Geschichte. „Idealerweise wecken wir bei den Schülern Interesse für das Fach“, sagte sie über ihren Unterricht. Klassische Literatur sei schwerer zu vermitteln als moderne. So werde in der 8. Klasse Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ gelesen.

Schulleiter Henry Krüger verbrachte den größten Teil des „Tages der offenen Tür“ im Lehrerzimmer. Dort führte er viele Gespräche mit Eltern und Kindern und hielt kurze Vorträge über das Lernen am Runge-Gymnasium. „Der Andrang ist ziemlich gut“, sagte er. „Ganz viele sind ängstlich, ob die Vorleistungen ihrer Kinder ausreichend gut sind.“ Tatsächlich sind im vergangenen Jahr etwa 30 Kinder abgelehnt worden, weil alle Plätze belegt waren. 530 Schülerinnen und Schüler besuchen das Runge-Gymnasium. Es hat 43 Lehrende plus Referendare. Wichtig sei Henry Krüger eine ganzheitlich humanistische Bildung. Das Haus sollte nicht rein naturwissenschaftlich orientiert sein, auch nicht nur sprachlich. „Wir wollen möglichst offen sein.“ Die Schüler seien sehr unterschiedlich, es solle geschaut werden, wie man ihnen am ehesten gerecht werden könne.

Kuscheln mit (v.l.) Annabel, Milla und Joudi. Quelle: Robert Roeske

Auch Barbara Steding war am Sonnabend vor Ort. Im Schulflur postierte sie sich mit einem Tisch des Fördervereins des Gymnasiums. Es gibt es ihn seit 1992, momentan hat er 208 Mitglieder. „Ich würde sagen, letztendlich ist es die Atmosphäre, die gute Chemie zwischen Schülern und Lehrern, die die Schule ausmacht“, sagte sie. „Es ist ein gutes Miteinander“, und die Lehrer würden Hilfen zum Lernen geben. „Aber natürlich müssen sie auch manchmal durchgreifen“, erzählte sie. Die Vorsitzende des Fördervereins war selbst auch lange Lehrerin am Runge-Gymnasium. Seit dem Umzug in das neue Gebäude sei alles moderner geworden. Der Verein selbst fördere Traditionen. So vergibt er einmal im Jahr den Rungepreis. Hin und wieder bei Bedarf würden auch spezielle Unterrichtsmittel finanziert, und auch die Grünpflanzen stehen an verschiedenen Stellen im Haus, weil der Förderverein sie finanziert hat.

Von Robert Tiesler

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