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Oranienburg An der Torhorstschule stehen alle Wege offen
Lokales Oberhavel Oranienburg An der Torhorstschule stehen alle Wege offen
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19:37 31.01.2019
Geografielehrer Daniel Schuldig erklärt die Zusammenhänge zwischen Erde und Sonnel. Quelle: Ulrike Gawande
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Oranienburg

Damit eine zweidimensionale Landkarte aus dem Atlas für Schüler greifbarer wird, haben Elftklässler der Oranienburger Torhostschule für die jüngeren Mitschüler Modelle gebaut. Aus Styropor, Holz und Trockenton. So werden Wirbelstürme, Gebirge oder auch die Dimensionen des Braunkohltagebaus besser sichtbar.

Bereits zwei Schulen besichtigt

Neugierig lauscht am Donnerstag Marlon Huth aus Sachsenhausen den Erklärungen von Daniel Schuldig, dem Fachkonferenzleiter Geografie der Oranienburger Torhorstschule. Es ist Tag der offenen Tür und der 12-Jährige ist auf der Suche nach der richtigen weiterführenden Schule. Zwei hat er sich mit seiner Mutter schon angesehen. Zum einen die Jean-Clermont-Schule und eine Schule in Berlin, an der er in seiner Sportleidenschaft gefördert werden würde, denn Marlon spielt Fußball.

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Tag der offenen Tür an der Torhorstschule. Hier erklärt Geografielehrer Schuldig das Modell eines Wirbelsturmes. Quelle: Ulrike Gawande

„Hier könnte man Abi machen“, hebt der Schüler den Vorteil der Torhorst-Gesamtschule hervor, für die gerade ein Neubau entsteht. Die Clermont-Schule sei hingegen berufsorientierter und die Klassenräume seien „ganz in Ordnung“. Marlon gefällt, dass er von Schülerlotsen durch die Torhorstschule geführt wird, denn denen könne er viele Fragen stellen. Nach der Menge der Hausaufgaben oder ob es Blockunterricht gibt. Denn das sei gut, so Marlon, da man dann nicht so viel Gepäck habe.

Weniger Leistungsdruck

Marlons Mutter Melanie Huth gefällt an der Torhorst-Schule, dass ihrem Sohn dort alle Schulwege offen stehe. Doch die richtige Entscheidung zu treffen sei schwer. „Marlon soll sich entschieden, wir überlassen das ihm.“ Geografielehrer Daniel Schuldig glaubt, dass das Abitur nach 13 Jahren ein Vorteil der Torhorstschule sei. „Durch das elfte Jahr ist der Druck nicht so da. Viele hilft das, ihre Orientierung zu finden, andere kommen dann erst richtig in Fahrt.“

Zwei Klassenlehrer in Sekundarstufe I

Ansonsten sei an der Schule das Schüler-Lehrer-Verhältnis überaus gut. Dadurch, dass in der Sekundarstufe I jeweils zwei Klassenlehrer für eine Klasse zuständig seien und in der siebten Klasse alle Klassenlehrer zusätzlich im Team arbeiten, sei der Kontakt zu den Jugendlichen besonders intensiv.

Von Ulrike Gawande