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Oranienburg Tennisclub Oranienburg: Schnuppertraining verschoben
Lokales Oberhavel Oranienburg Tennisclub Oranienburg: Schnuppertraining verschoben
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13:59 27.04.2020
Thomas Rathsack (l.) und Olaf Troche vor einem der vier installierten Flutlichtmasten. Quelle: Tennisclub Oranienburg
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Oranienburg

Beim Tennisclub Oranienburg 1990 (TCO) geht die Saison wieder los - „wenn auch unter erschwerten Bedingungen“, wie der 1. Vereinsvorsitzende Olaf Troche betont. Der Spielbetrieb werde auf der neu hergerichteten Sportanlage am Lehnitzsee (Heidelberger Straße 34) unter den vorgegebenen Abstandsregeln wieder aufgenommen. Die Duschen seien deshalb ebenso nicht nutzbar wie der Klubraum. Die Umkleiden dürften nur einzeln benutzt werden.

Im Unterschied zu den Vorjahren müsse auch das traditionell am 1. Mai stattfindende Schnuppertraining für die Allgemeinheit zunächst abgesagt werden. Alle Sport- und Tennisbegeisterten seien zu einem späteren Zeitpunkt eingeladen, so Troche, „wir hoffen auf Mitte Juni“.

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Tennisanlage verfügt jetzt über Flutlicht

„Nach langem und hartem Kampf verfügt die Tennisanlage mit ihren drei Plätzen ab sofort über eine Flutlichtanlage“, sagt der frühere Vereinschef Thomas Rathsack. Alle drei Plätze könnten nun bei Dunkelheit mit modernen LED-Strahlern erhellt werden, bei Bedarf auch einzeln. Dazu seien vier zehn Meter hohe Maste errichtet und insgesamt knapp 40.000 Euro investiert worden. Dank gelte in diesem Zusammenhang der Stadt Oranienburg sowie dem Landessportbund als TCO-Vertragspartner. Über ihn gewährte das Land Brandenburg laut Richtlinie des Kommunalen Infrastruktur-Programms (KIP) einen Zuschuss von 29.550 Euro. Das entspreche einem Anteil von 75 Prozent an den förderfähigen Kosten, so Rathsack.

Seinen Dank sprachen er und sein Nachfolger außerdem der Oranienburger Firma Elektro-Stephan aus, die Planung und Ausführung begleitet hatte. „Und sie sind uns beim Preis entgegen gekommen“, so Thomas Rathsack. Auf Vereinsseite seien die Bauabläufe von Bernhard Weber koordiniert worden, Vorstandsmitglied und seit 30 Jahren technischer Leiter im Verein. „Ihm gilt mein herzlichster Dank, denn ohne seinen unermüdlichen Einsatz wäre der Bau nicht pünktlich im Dezember fertiggestellt worden“, ergänzt Olaf Troche. Teilleistungen wie zum Beispiel das Ausheben der Kabelgräben seien von den Vereinsmitgliedern mit Arbeitseinsätzen erbracht worden.

46 Kinder und Jugendliche trainieren im Verein

„Wir können nun die ganze Nacht spielen“, resümiert Olaf Troche den Bau mit einem Augenzwinkern. Schließlich befinde sich die idyllisch am Lehnitzsee gelegene Anlage in einem Mischgebiet von Wohnen und Gewerbe. Wichtigster Vorteil sei aber – und auch mitentscheidend für die Genehmigung: Durch die Flutlichtanlage lasse sich das Training der insgesamt 46 Kinder und Jugendlichen besser organisieren, so der Vereinschef. Denn der immer stärker verbreitete Ganztagsbetrieb in den Schulen ermögliche häufig ein Training erst nach 16 Uhr. Ein weiterer Vorteil des künstlichen Lichtes: Vereinsturniere müssten nun nicht mehr am Sonnabend- oder Sonntagnachmittag ausgetragen werden - jetzt bestehe die Chance, das auch am Freitagabend zu tun. Dadurch erhielten mehr der insgesamt 123 Mitglieder die Chance, neben ihren familiären Verpflichtungen daran teilzunehmen.

„Die geplante Eröffnungsfeier für die Flutlichtanlage ist nicht abgesagt, sie ist nur aufgeschoben“, verspricht Olaf Troche. Das gleiche gelte für das Schnuppertraining. Im vergangenen Jahr seien allein zu diesem Anlass 32 Neuanmeldungen gezählt worden. Neben Sportwart Volker Ernst stünde mit dem 2. Vorsitzenden Tilman Godomski aktuell ein zweiter Tennistrainer zu Verfügung.

Zur Anlage: Das Vereinsgebäude bietet neben einem Klubraum auch Umkleiden, Toiletten und Duschen. Es war im April 1997 mit großer Eigeninitiative von Mitgliedern rekonstruiert worden. Im Jahr 2006 waren alle drei Plätze von Grund auf neu gebaut worden. Dem war eine Kampfmittelsuche vorausgegangen.

Von MAZonline