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Oranienburg Tourismuslinie: Ab Ostern fährt wieder der 823er-Bus
Lokales Oberhavel Oranienburg Tourismuslinie: Ab Ostern fährt wieder der 823er-Bus
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19:12 05.02.2020
Am 1. Mai 2019 rollte der Bus 823 erstmals zum Tierpark in Germendorf und weiter nach Kremmen. Quelle: Enrico Kugler
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Geht es nach Tierpark-Chef Torsten Eichholz, müsste die Buslinie 823 zwischen Oranienburg und Kremmen, die auch an seinem Freizeitpark in Germendorf einen Zwischenstopp einlegt, eine dauerhafte und feste Einrichtung werden. „Am liebsten auch unter der Woche und nicht nur an den Wochenenden“, schiebt er noch nach. Soweit jedoch ist es noch lange nicht. Gegenwärtig laufen laut Holger Winter, Geschäftsführer der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG), erst einmal die Verhandlungen zur Verlängerung der 2019 erstmals im Probetrieb gefahrenen Buslinie.

Die Premierenfahrt am 1. Mai 2019 hatte für eine Menge Aufsehen gesorgt. Auch, weil zuvor jahrelang um die Einrichtung der Busverbindung gestritten worden war. Unter anderem Torsten Eichholz hatte vehement für die Anbindung des Tierparks in Germendorf, der allein im vergangenen Jahr rund 800 000 Besucher in den Oranienburger Ortsteil zog, an den öffentlichen Nahverkehr gekämpft. Umso erleichterter ist man nun über die in Aussicht stehende Fortsetzung der Buslinie und die Unterstützung durch die anliegenden Gemeinden. „Für unsere Besucher ist das eine optimale Möglichkeit, mit dem Bus direkt bis vor unsere Tür zu kommen“, sagt er.

Gian Wagner war 2019 Fahrgast Nummer 1. Quelle: Sebastian Morgner

Die Kommunen Oranienburg, Kremmen und Oberkrämer, die sich jeweils mit einem Betrag von 9245 Euro an den Kosten der Linie 823 beteiligen, hatten sich im vergangenen Jahr mit der OVG auf die Einführung der Linie geeinigt. Auch die Unternehmen, die durch die Bus-Anbindung einen stärkeren Besucherstrom verzeichnen, zahlen einen Teil der Kosten.

Neben dem Tierpark Germendorf gehörten im Vorjahr das Forsthaus Sommerswalde, das Schloss Schwante, die Bäckerei Plentz und der Spargelhof in Kremmen dazu. In Betrieb waren die Busse stets am Sonnabend und Sonntag sowie an den Feiertagen. Der erste Bus startete 10.20 Uhr am Bahnhof in Oranienburg, anschließend fuhr der 823er im Zwei-Stunden-Takt, der letzte um 18.20 Uhr. 33 Minuten dauerte die Verbindung vom Oranienburger Bahnhof bis zum Marktplatz in Kremmen, mit Zwischenhalten in der Breiten Straße, der Germendorfer Dorfstraße, dem Tierpark, Sommerswalde, der Kirche in Schwante, am Kremmener Bahnhof und dem Scheunenviertel.

Endstation ist der Kremmener Marktplatz. Quelle: Sebastian Morgner

Geht alles klar, soll der erste Bus in diesem Jahr zu Ostern losrollen. Angedacht ist erneut der Betrieb bis Ende Oktober, anschließend geht es in die Winterpause. Der Fahrplan soll so optimiert werden, dass in Germendorf ein Anschluss an die Buslinie 824 (Oranienburg-Velten-Hennigsdorf) mit wenig Wartezeit gegeben ist.

Wunsch: 823er-Bus auch unter der Woche

Torsten Eichholz träumt unterdessen davon, „dass der Bus auch unter der Woche fährt. Wir wollen dafür kämpfen, dass eine dauerhafte Linie 823 zwischen Oranienburg und Kremmen eingerichtet wird“, sagt er. Eine Testphase solch einer Buslinie zwischen Oranienburg und Kremmen hatte es vor Jahren bereits gegeben, allerdings war die Resonanz damals verhältnismäßig gering. Seitdem jedoch sind nicht nur die Besucherzahlen im Tierpark Germendorf und damit die Anzahl der potenzieller Nutzer gestiegen.

Torsten Eichholz (l., mit seinem Sohn Patrick) wünscht sich, dass der Bus auch unter der Woche fährt. Quelle: Nadine Bieneck

Auch Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) spricht sich dafür aus, dass der Bus zwischen Kremmen und Oranienburg perspektivisch auch unter der Woche fährt. „Mein Ziel ist es, wieder eine direkte Busverbindung – vor allem auch an Werktagen – von Kremmen in unsere Kreisstadt zu installieren, ohne dass man für Hin- und Rückweg drei Stunden Zeit einplanen muss.“ Die Verbindung mit dem 800er-Bus über Bärenklau und Leegebruch sei derart zeitraubend, dass sie für Schüler und Berufstätige im höchsten Maße unattraktiv sei.

Dennoch sei er froh, dass es die Touristenbuslinie 823 auch 2020 wieder geben soll. „Es ist ein Anfang“, so Sebastian Busse. Er kündigte zudem an, dass es einen zusätzlichen Halt in Amalienfelde geben wird. Anwohner hatten darum gebeten – bislang fuhr der 823er-Bus immer durch Amalienfelde, ohne dort zu halten.

Unterschrift aus Oberkrämer fehlt noch

Wie Holger Winter am Dienstag mitteilte, sei der aktuelle Stand, dass die Verträge durch die Oberhavel-Holding unterzeichnet seien und versendet wurden. „Es fehlt noch die Unterschrift vom Bürgermeister der Gemeinde Oberkrämer.“

Warum das so ist, das erklärte Peter Matschke, der Justiziar von Oberkrämer. Vertragspartner mit der OVG, die den Bus bereitstellt, ist offiziell die Gemeinde Oberkrämer. Sie ist es, die den Komplettbetrag an die Oberhavel-Holding überweise, so Peter Matschke.

Dennoch zahle Oberkrämer den Bus nicht alleine. Vielmehr habe sich die Verwaltung Partner gesucht. Das sind die Kommunen Oranienburg und Kremmen, außerdem private Unternehmen wie der Tierpark in Germendorf, das Forsthaus in Sommerswalde und der Spargelhof in Kremmen. Neu dabei sind das Schloss Schwante und die Buddhisten in Sommerswalde. Im Haushalt der Gemeinde Oberkrämer sei nur der eigene Anteil eingestellt, der Rest komme von den Partnern.

Wie Peter Matschke auch sagte, gibt es von sämtlichen Partnern schon mündliche Zusagen, aber noch nicht alle hätten die Unterschrift geleistet. Er geht davon aus, dass das geschehe, und dann werde auch die endgültige Unterschrift der Gemeinde Oberkrämer geleistet. „Das ist nur noch ein formeller Akt

Von Nadine Bieneck und Robert Tiesler

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