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Oranienburg Unsere Helden: Wenn der Pieper geht und die Gans auf dem Teller bleibt
Lokales Oberhavel Oranienburg Unsere Helden: Wenn der Pieper geht und die Gans auf dem Teller bleibt
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18:09 26.12.2019
In Nassenheide brannte am Abend des 25. Dezembers ein Holzstapel im Wald. Es wird von Brandstiftung ausgegangen. Quelle: Robert Roeske
Oberhavel

Marcel Kurb und seine Familie samt Schwiegereltern saßen am 1. Weihnachtsfeiertag zusammen und hatten gerade das letzte Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat gegessen. Da ging der Pieper. Die Lehnitzer Feuerwehr wurde zu einem Brand nach Nassenheide nachalarmiert. Dort stand eine Holzmiete in Flammen. Die Lehnitzer sollten unterstützen, weil ein Tankwagen des Oranienburger Löschzuges ausgefallen war.

„Da meine Frau Nadine auch bei der Feuerwehr ist, stehen bei uns im Haus zwei Pieper. Einer im Schlafzimmer. Einer im Wohn- und Küchenbereich“, erklärt Marcel Kurb (40), der seit 27 Jahren bei der Feuerwehr ist. „Über die Jahre ist es für uns normal geworden, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit der Pieper losgehen kann. Auch an Weihnachten. Wir haben uns dran gewöhnt.“

Nassenheide (Oberhavel): Ein Holzstapel im Wald an der Hohenbrucher Straße brannte. Quelle: Robert Roeske

Am Abend des 25. Dezembers wurde der Polizei über die Rettungsleitstelle bekannt, dass in einem Waldgebiet bei Nassenheide eine Holzmiete – 70 Meter Länge, zwei Meter Breite – brennt. Da aufgrund der Witterung derzeit von Brandstiftung ausgegangen werden muss, wurde eine Strafanzeige aufgenommen. „Eine vor Ort eingeleitete Fahndung nach möglichen Tätern verlief erfolglos“, heißt es im Polizeibericht. „Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.“

Marcel Kurb aus Lehnitz, Quelle: privat

Der Brand wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Vor Ort waren Teschendorf, Nassenheide, Löwenberg, Gransee, Oranienburg und Lehnitz – alles Einsatzkräfte, die sicherlich Weihnachten lieber mit der Familie verbracht hätten. „Natürlich war es schade, dass ich los musste. Wir hatten gehofft, dass es ruhig bleibt“, erzählt Marcel Kurb, der im Hennigsdorfer Stahlwerk Leiter der Betriebsfeuerwehr ist.

Um 22.15 Uhr waren die Lehnitzer wieder in der Wache. „Da es im Wald sehr schlammig war, haben wir das Fahrzeug gereinigt und aufgetankt“, so Marcel Kurb. „23.45 Uhr war ich wieder zu Hause.“ Seine Frau Nadine war noch wach. „Wir haben noch 30 Minuten geplaudert. Sie kennt sich bei der Feuerwehr aus und wollte ja alles über den Einsatz wissen.“ Die Schwiegereltern waren schon nach Hause gefahren. „Das war natürlich sehr schade. Doch wir haben uns für die Feuerwehr entschieden. Da sind wir immer im Einsatz.“ – im Dauereinsatz. Auch Weihnachten, wenn der Pieper losgeht.

Von Sebastian Morgner

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