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Oranienburg Einmal nach Kremmen, bitte!
Lokales Oberhavel Oranienburg Einmal nach Kremmen, bitte!
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01:16 25.02.2019
Unternehmer und Lokalpolitiker trafen sich mit der OVG in Sommerswalde, um eine neue Buslinie auf den Weg zu bringen.
Unternehmer und Lokalpolitiker trafen sich mit der OVG in Sommerswalde, um eine neue Buslinie auf den Weg zu bringen. Quelle: Ulrike Gawande
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Oberkrämer

„Heute ist ein schöner Tag“, freute sich am Freitag Germendorfs Tierparkchef Torsten Eichholz, nachdem sich bei einem Treffen im Forsthaus Sommerswalde eine mögliche Lösung für die Busproblematik abgezeichnet hat. So könnte es bald eine neue Buslinie zwischen Kremmen und Oranienburg geben. Diese soll zwar nur an Wochenenden und Feiertagen von „O bis O“, sprich von Ostern bis Oktober, jeweils von 10 bis 18 Uhr zwischen dem Oranienburger Bahnhof und der Ackerbürgerstadt verkehren, aber sie könnte, wegen einer vereinfachten Konzessionserlangung, bereits im Mai an den Start gehen.

Angebot soll ausgearbeitet werden

Schon in der kommenden Woche will die Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG) ein Angebot ausarbeiten und einen möglichen Fahrplan erstellen. Angestrebt wird ein Zweistundentakt. Denn dann sei die Buslinie mit nur einem Bus zu realisieren. Schließlich dauert die Fahrt nur rund 45 Minuten. Ziel der Linie sei es, touristische Highlights, wie den Tierpark, das Forsthaus, das Schloss Schwante, die Bäckerei Plentz sowie den Spargelhof Kremmen und das Scheunenviertel mit einem Bus zu verbinden.

Unternehmer tun sich zusammen

Denn bei dem Treffen hatten sich Unternehmer wie Andree Franke vom Forsthaus Sommerswalde, Malte Voigts vom Spargelhof Kremmen, Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz aus Schwante sowie Torsten Eichholz mit Lokalpolitikern zusammengetan, um nach einer schnellen und bezahlbaren Lösung für eine Busverbindung von Oranienburg nach Schwante und weiter nach Kremmen zu suchen. Ursprünglich wollte Franke von der OVG nur ein Angebot für einen Rufbus für Veranstaltungen einholen. „Es fällt mir extrem schwer zu warten. Dann nehme ich das lieber selbst in die Hand“, so Franke. Denn ein neuer Nahverkehrsplan wird erst wieder 2021 erstellt. Die größere Runde sei so eher ein Zufall, sagte Franke.

Bürgermeisterrunde im Vorfeld

Passenderweise hatte es bereits am Donnerstag eine Bürgermeisterrunde mit Peter Leys (Oberkrämer), Sebastian Busse (Kremmen) und der OVG gegeben, wo über eine mögliche Busverbindung zwischen den Orten gesprochen worden war. Eine Umverlegung der Linie 800 sei dabei keine Option, so Leys. Und zwei reguläre Linien illusorisch. Die Idee für eine sogenannte Tourismuslinie sei erst am Donnerstag entstanden, erklärte Leys, der für Oberkrämer großes Interesse an solch einer Linie zeigte. Er könne sich gut vorstellen, dass die Kommunen den Löwenanteil der Kosten tragen, die Gewerbetreibenden den Rest übernehmen. Busse habe entsprechendes signalisiert. Leys: „Oranienburg müssen wir noch mit ins Boot holen.“

Plädoyer für zwei Jahre Probebetrieb

Da der Bus nur an Wochenenden und Feiertagen verkehren soll, müssen keine zusätzlichen Fahrzeuge gekauft werden, erklärte René Buyna, Betriebsleiter der OVG. „Mit so einer Linie kann man ein Zeichen setzen.“ Er plädiert für einen Probebetrieb von zwei Jahren. „Das wäre ein Anfang. Später kann man das Angebot ausweiten.“ Entsprechende Bushaltestellen seien überall vorhanden. Lediglich über den Endhaltepunkt in Kremmen wird es Gesprächsbedarf geben. Der Wunsch wäre das Scheunenviertel.

Von Ulrike Gawande