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Oranienburg Mobile Jugendarbeit kommt gut an
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00:17 08.01.2019
Die Jugendkoordinatorinnen für die Oranienburger Ortsteile Esther Kroll (2.v.l.) und Jane Eißfeldt (2.v.r.) mit ihrem Team. Quelle: privat
Oranienburg

Vor drei Jahren hat Esther Kroll, die aus Dresden kommend in Berlin Pädagogik und Sozialwissenschaften studiert hat, ihren Posten als Jugendkoordinatorin im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit für die acht Oranienburger Ortsteile angetreten. Gemeinsam mit Kollegin Jane Eißfeldt und den Mitarbeitern, die auch die festen Jugendclubs in Schmachtenhagen (wochentags von 13.30 bis 19.30 Uhr geöffnet), Wensickendorf (wochentags von 14 bis 19 Uhr offen) und Germendorf (dienstags von 13.30 bis 18 Uhr und donnerstags und freitags bis 20 Uhr geöffnet), betreuen, sei man ein gutes Team.

Im öffentlichen Raum deutlich sichtbarer

Ein Team, das in den letzten Jahren deutlich sichtbarer im öffentlichen Raum geworden sei, ist Esther Kroll überzeugt. „Trotzdem wissen manche Eltern immer noch nicht, dass es uns gibt“, so Kroll, die mit ihren Kollegen für den Träger, den Verein ImPuls, tätig ist. „Die Treffpunkte sind ein geschützter Raum. Hier können die Jugendlichen sein wie sie sind. Sie stoßen auf offene Ohren, lassen sie beraten und treffen auf Ihresgleichen, das ist in dem Alter wichtig“, erklärt Jane Eißfeldt.

Jump-Partys sind überaus beliebt

Besonders die sogenannten Jump-Partys, die so heißen weil sie von Ortsteil zu Ortsteil „hüpfen“, seien bei den Kindern und Jugendlichen beliebt. „Das sind ortsübergreifende Begegnungsmöglichkeiten. Alle sind eingeladen. Hier werden viele Freundschaften geschlossen“, weiß die Jugendkoordinatorin. Überhaupt sei man durch den Bus, der 2016 mit Mitteln der Stadt und des Landkreises für die mobile Jugendarbeit angeschafft wurde, in den Ortsteilen präsenter geworden und könne dort, wo es keinen festen Jugendclub gibt, konkretere Angebote machen. „Der Bus macht einen Unterschied. Wir sind teilweise bekannt wie ein bunter Hund.“

Verschiedene Angebote

So gibt es in Lehnitz einmal wöchentlich ein Bewegungsangebot unter dem Motto „Begegnung & Bewegung“, ebenso in Malz. In Zehlendorf finden Rockband-Workshops statt und in Friedrichsthal gab es 2017 in Kooperation mit dem Kulturverein verschiedene Kreativangebote. Doch inzwischen fehlen passende Räume für weitere Veranstaltungen. „Da war alles dabei vom Instrumentenbau, über Textilgestaltung und Henna-Tatoos bis hin zu Linol- und Scherenschnitten“, weiß Esther Kroll. Jeder aus dem Team habe eben sein Spezialgebiet, lacht sie. In Sachsenhausen bringt sich das Team im sogenannten Mittagsband der Clearmont-Schule ein. Mit dem Kreativ-, Bewegungs- und Zirkusmaterial des Busses. „Da kommen regelmäßig über 20 Schüler, bei schönem Wetter noch mehr“, weiß die Pädagogin. Denn nach der Schule werde es für viele zu spät, um noch im Club vorbeizuschauen.

Kritik am ÖPNV

Das Problem seien die schlechten öffentlichen Verkehrsverbindungen. „Die Mobilität geht gar nicht, außer in Lehnitz und Germendorf“, nimmt Kroll ihre Aufgabe als Anwalt für die Jugendlichen ernst. „Deshalb sind viele froh, wenn es ein Angebot im Ortsteil gibt.“ Doch nicht nur die mangelnde Frequenz der Busverbindungen sei ein Problem, sondern auch über das schlechte Radwegenetz und das Waben-Tarifsystem der OVG, das sie als ungerecht empfindet, ärgert sich die Jugendkoordinatorin. „Oranienburg müsste alles Oranienburg sein.“

Auch bei Ortsfesten dabei

Um die Akzeptanz für ihre Arbeit zu erhöhen ist Kroll nicht nur regelmäßiger Gast der Ortsbeiratssitzungen, sondern man bringt sich auch bei Ortsfesten mit ein. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulen sowie den dortigen Schulsozialarbeitern und der Stadt sei gut, so Kroll. „Wir sind zusammengewachsen.“

Von Ulrike Gawande

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