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Oranienburg Vom Schlamm direkt ins Eisbad
Lokales Oberhavel Oranienburg Vom Schlamm direkt ins Eisbad
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12:07 06.09.2018
Claudia Rossi (33) aus Oranienburg auf dem Parcours des Tough Mudder 2018 Berlin/Brandenburg. Quelle: Privat
Oranienburg

„Das Eisbecken“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Vor dem hatte Claudia Rossi den größten Respekt. Etwa drei Grad Celsius, „eher weniger“, wie ihr Arbeits- und Teamkollege Daniel Reichelt einwirft, hatte das Wasser, welches es dabei zu durchschwimmen galt.

Das Eisbecken war indes nur eines von 25 Hindernissen, das Claudia Rossi am vergangenen Wochenende beim „Tough Mudder 2018 Berlin/Brandenburg“ auf dem Lausitzring herausforderte. Mit Freunden und Arbeitskollegen – das zehnköpfige Team ging neben tausenden weiteren Teilnehmern unter dem Namen „Crash-Test“ auf die 16 Kilometer lange Strecke – nahm die 33-jährige Oranienburgerin zum ersten Mal an dem Extrem-Hindernislauf teil, der unter vielen Sportlern Kultstatus hat.

„Der Tough Mudder verlangt dem Körper vieles ab“, blickt die Oranienburgerin zurück, die regelmäßig ihre Laufschuhe schnürt, um sich fit zu halten. „Der Schlamm, das kalte Wasser, die Hindernisse – das hat uns an unsere Grenzen gebracht. Aber wir haben alle Herausforderungen als Team gemeinsam bewältigt.“ Vor der einen oder anderen Schikane hatte sie sich schon gefragt, „ob das nun wirklich sein müsse“, verrät sie. Doch: „Abbrechen war nie eine Option.“ Der Zusammenhalt und die Hilfe unter den Sportlern waren ihre größte Motivation für den Zielleinlauf, verrät sie. „Trotz aller Erschöpfung – dieses Gemeinschaftsgefühl: einzigartig.“

Die 33-jährige Claudia Rossi aus Oranienburg bestritt mit Freunden und Arbeitskollegen gemeinsam den Extrem-Hindernislauf „Tough Mudder 2018 Berlin/Brandenburg", der am ersten Septemberwochenende auf dem Lausitzring stattfand.

Was es brauche, einen solchen Hindernislauf erfolgreich zu bestreiten? „Mut, seinen Körper diesen Strapazen auszusetzen. Sportlich sollte man sein, und ein bisschen verrückt. Und natürlich Spaß an Modder und Dreck haben“, lacht die 33-Jährige. Neben der sportlichen Herausforderung gewinnt die Qualitätsassistentin eines Logistikunternehmens aus Oberkrämer dem Tough Mudder weitere positive Aspekte ab: „Wenn man so etwas schafft, bringt einen das auch im beruflichen und privaten Leben weiter“, findet sie. „Man bewältigt manches Problem einfacher, wenn man weiß, dass man schon ganz andere Dinge wie das Durchqueren dieses Eisbeckens geschafft hat.“

Claudia Rossi hat Blut geleckt, steckt längst in den Planungen für den Tough Mudder 2019: „Auf jeden Fall sind wir wieder dabei“, sagt sie. Zuvor will sich die 33-Jährige bereits beim “Getting tough“ in Rudolfstadt im Dezember wieder quälen. Laut Veranstalter das „härteste Hindernisrennen Europas“. 150 Hindernisse auf 24 Kilometern sind zu überwinden, bei Wintertemperaturen und über einen Verlauf von 1000 Höhenmetern. „Ich ziehe das durch. Auch wenn ich nicht weiß, was ich mir dabei gedacht habe, mich dafür anzumelden“, sagt sie und zieht ihre Motivation vor allem aus ihrer Tough Mudder-Premiere.

Von Nadine Bieneck

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