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Oranienburg Waldgroßbrand „jederzeit möglich“: Feuerwehren üben Katastrophenfall
Lokales Oberhavel Oranienburg Waldgroßbrand „jederzeit möglich“: Feuerwehren üben Katastrophenfall
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10:13 07.04.2019
Katastrophenschutzübung zum Thema Waldbrand in Oranienburg Quelle: Frank Steinbock
Oranienburg

Für die Feuerwehren im Land Brandenburg ist das Jahr 2018 unweigerlich mit dem Großeinsatz Ende August rund um das Städtchen Treuenbrietzen verbunden. Zurück blieben 300 Hektar verbrannter Wald in Potsdam-Mittelmark. Auch Brandschutzeinheiten aus Oberhavel rückten damals gleich zwei Mal zu dem Großeinsatz aus.

Szenario auch in Oberhavel denkbar

„Durch die geringen Niederschläge und Brandenburgs viele Kiefernwälder, die deutlich brandanfälliger sind als Misch- und Laubwälder, kann solch eine Gefahrenlage jederzeit auch in Oberhavel auftreten. Es ist uns wichtig, für ein solches Szenario bestmöglich gewappnet zu sein, deshalb hat der Landkreis am Sonnabend in einer Stabsausbildung die Führungskräfte der Oberhaveler Feuerwehren mit einer praktischen Übung zur Bekämpfung von Großwaldbränden geschult“, erläutert der für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Dezernent Matthias Rink.

Katastrophenschutzübung in Oranienburg

Mit der Katastrophenschutzübung wurden die Führungskräfte der örtlichen Feuerwehreinheiten auf ein mögliches Waldbrandszenario vorbereitet und insbesondere die Abläufe in den operativ-taktischen Führungsstäben geprobt. Besondere Berücksichtigung fand dabei die Schnelleinsatzgruppe-Führungsunterstützung. Der Einsatzleitwagen kommt einer mobilen Kommandozentrale gleich – bei der Planung, dem Aufbau und dem Betrieb von Kommunikationsverbindungen mit der Leitstelle und einem Katastrophenschutzstab.

Fäden laufen im Einsatzleitwagen zusammen

Bei Großschadenslagen wie einem Starkregen, einem Orkan oder Großbrand laufen hier die Fäden für alle Einsatzkräfte zusammen. Der Innenraum des zehn Meter langen Fahrzeuges fasst die gesamte Ausstattung für die Arbeit eines mobilen Leitungs- und Koordinierungsstabes mit PC-Arbeitsplätzen, einer Satellitenanlage zum Empfangen und Senden von Daten sowie Funkarbeitsplätzen. Durch eine eigene Stromversorgung können die Einsatzkräfte völlig autark arbeiten.

Angenommener Brand im Raum Zehdenick

All das wurde am Sonnabend in Oranienburg vor und in der Kreisverwaltung geprobt. Der angenommene Einsatzraum befand sich dabei im Raum Zehdenick. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Das Konzept griff die im nördlichen Teil Brandenburgs vorherrschenden infrastrukturellen Bedingungen auf, wonach ein großer Teil des Gebietes durch Waldflächen bedeckt ist. Neben der Gewinnung und Verarbeitung von Holz werden diese auch touristisch und zu Naherholungszwecken genutzt.

Kreisbrandmeister leitet Führungsstab

Vor diesem Hintergrund wurden fiktiv verschiedene Katastrophenschutzeinheiten über den operativ-taktischen Führungsstab des Landkreises, den Kreisbrandmeister Steffen Malucha übernommen hatte, angefordert und in die Lage versetzt, die ortsansässigen Feuerwehren bei der Bekämpfung eines Großwaldbrandes zu unterstützen. Neben Feuerwehren aus anderen Landkreisen wurde auch der Einsatz von Forst, Technischem Hilfswerk, Ordnungsbehörden, Polizei und Bundeswehr angenommen. Deren Einsatz zu ermöglichen und zu koordinieren, war Zielstellung der Trockenübung.

Umsetzung von landeseinheitlichen Richtlinien

Ein besonderes Augenmerk galt dabei der praktischen Umsetzung landeseinheitlicher Richtlinien des Brandschutzdienstes. Dazu zählen unter anderem die Einweisung der Einsatzkräfte nach der Alarmierung, die Einnahme vorab festgelegter Strukturen und der Transport der Brandschützer in den Einsatzraum sowie die lageabhängige Organisation vor Ort. Weiterhin wurde in der Übung die Anwendung des Digitalfunks trainiert. Immer wieder wurden die Führungskräfte während der Übung vor neue Herausforderungen gestellt. So wurde beispielsweise angenommen, dass die Bundes- und Landesstraße nicht mehr nutzbar seien, es Munitionsfunde gab, dass die Feuerfront auf eine Ortschaft zuläuft und diese evakuiert werden muss, der Ausfall von mehreren Löschwasserentnahmestellen zu beklagen sei, der Funk ausfällt oder gar ein Löschfahrzeug im Einsatz komplett ausgebrannt sei.

1.697 Ehrenamtliche bei der Feuerwehr

„Ein großes Lob an alle Einsatzkräfte, die trotz aller eingespielten Widrigkeiten weiter ruhig und besonnen gehandelt haben. Es ist gut und wichtig, eine solche Situation einmal durchzuspielen. Im Ernstfall sitzen die Handgriffe dann routiniert und wir können wichtige Zeit gewinnen“, so das Fazit von Kreisbrandmeister Steffen Malucha nach der Übung. Gegenwärtig engagieren sich 1.697 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und –männer aktiv für den Brandschutz im Landkreis Oberhavel.

Von MAZonline

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