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Oranienburg Warnstreiks bei Edeka und Rewe in Brandenburg
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Warnstreik bei Edeka und Rewe in Brandenburg

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09:30 21.06.2021
Beschäftigte von Rewe und Edeka haben in Brandenburg am Montagmorgen ihre Arbeit niedergelegt.
Beschäftigte von Rewe und Edeka haben in Brandenburg am Montagmorgen ihre Arbeit niedergelegt. Quelle: Collage/dpa
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Oranienburg/Kleinmachnow

Im Tarifstreit des Groß- und Außenhandels in Berlin und Brandenburg haben am frühen Montagmorgen Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. An dem Warnstreik beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Mitarbeitende des Rewe-Lagers in Oranienburg und von Edeka Foodservice in Kleinmachnow.

In der Tarifauseinandersetzung bieten die Arbeitgeber nach Angaben der Gewerkschaft 1,5 Prozent mehr Lohn zum März 2022 an und eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent im November 2022. Ver.di fordert für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel eine Erhöhung von Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent, mindestens aber um 150 beziehungsweise 70 Euro und ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Lebensmittelkonzerne steigern Umsatz deutlich

Das Angebot der Arbeitgeber sei völlig unzureichendes Angebot, hieß es von den Arbeitnehmervertretern. Bei einem Umsatzwachstum in der gesamten Branche von 1,8 Prozent hätten alle Beschäftigten eine gute Lohnerhöhung verdient. Vor allem die Lebensmittelkonzerne haben der Gewerkschaft zufolge in der Corona-Pandemie ihre Umsätze steigern können: Die Rewe Ost beendete mit einem Umsatzplus von 5,2 Prozent das Jahr 2020. Die Edeka-Gruppe verzeichnete einen Umsatz von 61 Milliarden Euro netto im Jahr 2020 - eine Steigerung von 9,5 Prozent.

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Nach Angaben von Verdi sollen „pandemiegeschädigte“ Unternehmen nach Vorstellungen der Arbeitgeber eine erste Erhöhung auch nach hinten bis zum September 2022 verschieben können und ohne Einmalzahlung. Die zweite Erhöhung soll demselben Prinzip folgen. Ein Vorziehen in den Mai 2022 und das Nachhintenschieben sogar bis zum März 2023 soll möglich sein. Dieses Angebot bedeute einen Reallohnverlust für alle Beschäftigten.

Von RND/dpa