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Oranienburg Werwölfe und Hexen machen Germendorf unsicher
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21:54 31.10.2019
Wenn Werwolf Ian Niklas gefährlich knurrt, bekommt sogar die kleine Hexe Zoey Angst, aber nur ein bisschen. Quelle: Jeannette Hix
Germendorf

Ein ganz gefährliches Tier treibt im Tier-, Freizeit- und Saurierpark in Germendorf sein Unwesen. Es ist ein Werwolf. Doch in Wirklichkeit will der nur spielen und Bonbons essen. Denn unter dem Kostüm steckt Ian Niklas (10). Und wie alle Kinder bekam er bei Eintritt in den Park einen Bonbon. Doch leider war die große Bonbon-Box schon am Nachmittag leer. „Wir haben gar nicht mit so vielen Leuten gerechnet“, sagt Tierparkchef Torsten Eichholz.

Na da haben sich ja René und seine kleine Hexe Lorie einen tollen Kürbis geschnitzt. Quelle: Jeannette Hix

Trotzdem ließen sich die großen und kleinen Besucher die Stimmung nicht vermiesen. Ian Niklas im Wolfskostüm ist mit seinen Eltern extra aus Mecklenburg Vorpommern angereist und hat sich zur Verstärkung die kleine Hexe Zoey (4) mitgebracht. Statt „nur“ echte Tiere und Riesen-Saurier anzugucken oder Autoscooter und Karussell zu fahren, war für die Besucher diesmal auch Kürbisschnitzen angesagt.

„Unser Kürbis ist aber auch prima“, finden Anton und Mama Sandra aus Hohenbruch. Quelle: Jeannette Hix

„Ein Freund hat mir die Palette mit Kürbissen vorbeigebracht“, sagt Torsten Eichholz. Mini-Hexe Lorie und Papa René aus Germendorf haben sich schon eine gruslige Kürbisfratze geschnitzt. Frank Albrecht (30) und Sohnemann Steve (6): „Wir nehmen unsere Kürbisfratze auch mit nach Hause.“

Der Knochenmann lacht sich über die tollen Kürbisse ins Fäustchen. Quelle: Jeannette Hix

Eigentlich sollte auch noch eine professionelle Maskenbildnerin die kleinen Besucher mit grusligen Motiven bemalen. „Doch die hat mich versetzt“, sagt der Tierparkchef ärgerlich. Kurzerhand sprang aber Kassiererin Birga Neumann (38) ein, um die Kinder zu schminken. „Wir finden, es ist ganz gut geworden“, waren sich die Knirpse Leonie (7), Helene (6) und Joelina (4) einig. „Im Tierpark Germendorf ist immer was los“, findet Papa Patrick Gründler (27). Er und seine Partnerin Lisa (26) sind extra aus Strausberg angereist.

„Gib uns Süßes, sonst gibt’s Saures“, fordern die kleinen Halloween-Hexen Leonie (7), Helene (6) und Joelina (4) (v.l.). Quelle: Jeannette Hix

Wer bei den Affen einen Stopp einlegte, konnte mit Glück mal in den Käfig von den Totenkopfäffchen und den Weißbüscheläffchen gehen, um von den neugierigen Gesellen gleich umlagert zu werden. „Wir bauen das Reptilienhaus komplett um, alles wird größer“, sagt Torsten Eichholz. Auch das Zuhause der Flamingos wird komplett modernisiert. Es soll energiesparender werden. Logisch, dass alle Kinder abends dann zu Hause zu kleinen „Terrorzwergen“ wurden und an den Türen klingelten. Und gibt es nichts Süßes, dann gibt es Saures.

Da hatte Aushilfs-Kassierer Heino Graner noch Bonbons für Halloween-Fans. Quelle: Jeannette Hix

Wie vor Jahrhunderten mal Halloween entstanden ist, ist schwer nachzuweisen. Einige Experten meinen, dass das Fest auf die alten Kelten zurückgeht, die in der Nacht zum 1. November ihre Toten ehrten. Und damit der Tod die Lebenden in dieser Nacht nicht holt, verkleiden sie sich selbst als Tote. So geht der Tod an ihnen vorbei.

Von Jeannette Hix

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