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Oranienburg Weihnachtsgans Auguste Markt: „Heiße Heidi“ sorgt für Wärme
Lokales Oberhavel Oranienburg Weihnachtsgans Auguste Markt: „Heiße Heidi“ sorgt für Wärme
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19:33 15.12.2019
Der „Weihnachtsgans Auguste Markt“ fand traditionell am dritten Adventswochenende in Oranienburg statt. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Eisiger Wind und unfreundlicher Regen machte den Besuchern und Standbetreibern des Oranienburger „Weihnachtsgans Auguste Marktes“ am Sonnabendnachmittag zwischenzeitlich das Leben schwer. Überschaubar war die Anzahl der Gäste, die sich dennoch auf den Schlossplatz gewagt hatten. Sie konnten sich jedoch in aller Ruhe an den vielen Büdchen mit Kunsthandwerk, Antikwaren und dicker Winterbekleidung sowie den Ständen von Rostbratwurst über Flammkuchen, Waffeln bis hin zum obligatorischen Glühwein umschauen.

Nicht vom Wetter abschrecken lassen hatte sich Familie Löbl aus Berlin. „Wir haben bei Bernau unseren Weihnachtsbaum geschlagen und sind dann weiter nach Oranienburg gefahren, um den Nachmittag hier auf dem Weihnachtsmarkt zu verbringen“, erzählten sie. „In Berlin bestehen die Weihnachtsmärkte fast nur noch aus Rummel. Wir mögen gerade das kleine, feine, wie hier in Oranienburg. Die vielen kleinen Stände, an denen man schauen kann. Deshalb habe wir uns Oranienburg extra ausgeguckt.“

Traditionell am dritten Adventswochenende fand auf dem Oranienburger Schlossplatz der „Weihnachtsgans Auguste Markt“ statt. Im MAZ-Weihnachtsmarktcheck sammelte das Markttreiben jede Menge Punkte, vor allem die "Heiße Heidi“ wusste zu überzeugen.

Neben der Möglichkeit, das ein oder andere Weihnachtsgeschenk zu erwerben, gab es auch für die kleinen Weihnachtsmarktbesucher viele verschiedene Möglichkeiten, Weihnachtszauber zu erleben. So lud ein großes Zelt der Bäckerei Plentz zum Plätzchenbacken ein, im Märchenzelt bot imposant verkleidet eine Erzählerin Geschichten dar. Vis-a-vis zum Schlosseingang hatten Gänse, Schafe, Enten und Kaninchen ihren Unterschlupf gefunden, gleich ums Eck wartete gar der Weihnachtsmann auf ein Stelldichein, um die Marktbesucher zu unterhalten. Unterhaltung bot zudem das Bühnenprogramm, auf dem nicht nur die obligatorische Geschichte von der Marktnamensgeberin, der Gans Auguste, zum Besten gegeben wurde.

Geheimtipp ist die „Heiße Heidi“

Zum späteren Abend – und mit nachlassendem Regen – mischten sich schließlich dann auch mehr und mehr Besucher unter das Markttreiben. Ganz zur Freude von Reinhard Köhler. Der Kabelsketaler bot an seinem Glühweinstand unter anderem feine Spezialitäten aus dem Harz an. Der Renner? „Die Heiße Heidi, die wird sehr gern genommen“, verriet er. Der Test für den MAZ-Weihnachtsmarkt-Check ergab: Zu Recht. Fruchtig, nicht zu süßlich und eher saftig denn alkoholisch schmeckend räumte das Heißgetränk die volle Punktzahl ab. Ebenso verlockend dufteten der Nougatlikör und Jäger-Glühwein, die laut Reinhard Köhler ebenfalls gut nachgefragt seien. Er komme bereits seit vielen Jahren mit seinen Getränkespezialitäten auf den Oranienburger Weihnachtsmarkt, berichtete der Händler. „Bei uns in der Heimat sind unsere Glühweine eher alltäglich. Hier in Oberhavel sind sie eher etwas Besonderes“, sagte er. Der „Weihnachtsgans Auguste Markt“ sei „klein aber fein, das gefällt mir. Zudem sind die Oberhaveler ein nettes Völkchen. Sehr entspannt und zugänglich, man kommt schnell ins Gespräch. Da macht dann auch das Arbeiten Spaß.“

Lichterzauber sorgt am Abend für weihnachtliches Flair

Vor allem in den Abendstunden entfaltete der Markt schließlich sein weihnachtliches Flair, als nicht nur der riesige Weihnachtsbaum inmitten des Markttreibens festlich illuminiert strahlte, sondern in der Dunkelheit auch jeder einzelner Marktstand Lichterglanz verbreitete und weiß gewandete Sternen-Fabelwesen für zusätzliches Staunen sorgte.

Traditionell überwachte eine riesige, leuchtende Weihnachtsgans-Installation vom Balkon des Rathauses über das Treiben auf dem Schlossplatz. Auf der Bühne wurde selbstredend die von Friedrich Wolf mutmaßlich gar im Oranienburger Ortsteil Lehnitz geschriebene und 1946 erschienene Geschichte von der Weihnachtsgans Auguste zum Besten gegeben, die von Familienvater Luitpold Löwenhaupt lebendig gekauft und als Weihnachtsbraten angedacht schließlich schnell zum Liebling der Familie wurde und – bereits gerupft – vor dem Familienoberhaupt gerettet wurde und fortan im Familienkreis lebte.

So schneidet der Oranienburger „Weihnachtsgans Auguste Markt 2019“ im MAZ-Weihnachtscheck ab:

Stimmung: 5 Sterne

Vielfalt: 4 Sterne

Glühwein: 5 Sterne

Bratwurst: 4 Sterne

Kinder: 4 Sterne

Der MAZ-Weihnachtsmarktcheck 2019

Auch im Jahr 2019besucht die MAZ wieder ausgewählte Weihnachtsmärkte und prüft sie in fünf verschiedenen Kategorien: Stimmung, Vielfalt, Bratwurst, Glühwein, Angebot für Kinder.Der der Zwischenstand nach dem dritten Advent:1.  Zehdenick 22 Sterne  Oranienburg223. Hennigsdorf 20    Birkenwerder205. Gransee 186. Leegebruch 17Es gibt fünf Kategorien, in denen je fünf Sterne vergeben werden können.Zwei Marktbesuche stehen noch aus:Oberkrämer und Liebenberg.Am Ende bekommt der Sieger den Wanderpokal überreicht.

Bei der Premieredes MAZ-Weihnachtsmarktchecksim Jahr 2017 hatte der Hennigsdorfer Markt gewonnen. 2018 setzte sich der Weihnachtsmarkt in Liebenberg durch.

Von Nadine Bieneck

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