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Oranienburg Wessen Verantwortung? Debatte um Erhalt der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz
Lokales Oberhavel Oranienburg Wessen Verantwortung? Debatte um Erhalt der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz
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15:25 14.01.2020
Lehnitz (Oberhavel) Friedrich - Wolf - Gedenkstätte. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Wie schwierig die Gemengelage um den Erhalt der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte ist, wurde im Verlauf der Diskussion des Antrags des Lehnitzer Ortsbeirats zu deren Sicherung schnell deutlich. Klar wurde aber auch, durch welche Hängepartie die Friedrich-Wolf-Gesellschaft als Besitzer von Grundstück und Gebäude der Gedenkstätte derzeit geht. Nicht zuletzt aufgrund der Verschiebung des Themas aus der Dezembersitzung auf den 13. Januar. „Die Situation für uns ist schwierig. Ende 2019 haben wir das Haus vorerst geschlossen. Da der Antrag verschoben wurde, wurden keine öffentlichen Gelder des Landes für die Heizungssanierung bewilligt. Bis heute war nicht absehbar, wie es weitergeht“, erklärte Tatjana Trögel, Leiterin der Gedenkstätte und Enkelin von Friedrich Wolf. Die Gesellschaft sucht seit Monaten eine Lösung für den Fortbestand der Einrichtung, da deren Mitglieder vorrangig altersbedingt den Fortbestand ehrenamtlich nicht mehr bewältigen können.

Sozialdezernentin Stefanie Rose berichtete anschließend von einem ersten Austausch auf Landesebene zum Erhalt der Gedenkstätte und möglichen Fördermitteln in den vergangenen Wochen. Gleichzeitig wies sie jedoch auch darauf hin, dass Fördermittel stets mit einer Co-Finanzierung durch den Antragsteller verbunden sind. Diskutiert wurde anschließend, inwiefern die Stadt überhaupt zum Erhalt der Gedenkstätte zur Verantwortung gezogen werden kann, ist sie doch kein Eigentümer der Immobilie.

Am Ende der Diskussion stimmten 23 Stadtverordnete für den Antrag, mit dem sie den Bürgermeister somit erneut beauftragten, mit allen relevanten Akteuren, darunter dem Land, ins Gespräch über den Betrieb, die konzeptionelle Entwicklung und die Eigentumsverhältnisse zu gehen, um der SVV schließlich ein tragfähiges Konzept vorzulegen. „Eine Herausforderung“, konstatierte Alexander Laesicke.

Von Nadine Bieneck

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