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Oranienburg „Wir machen uns keinen Druck, sind aber bereit!“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Wir machen uns keinen Druck, sind aber bereit!“
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14:32 11.01.2019
Anika Zülow spielt seit 2015 in Oranienburg und errang mit dem VSV Havel 2017 die Drittliga-Meisterschaft. Quelle: foto: Robert Roeske
Oranienburg

Am Sonntag herrscht im Oranienburger HBI-Sportforum Topspiel-Alarm in der 3. Volleyball-Liga der Frauen. Ab 15 Uhr gastiert der bis dato ungeschlagene Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg beim schärfsten Verfolger VSV Havel Oranienburg zum Spitzenspiel. Mit neun Siegen aus zehn bisher absolvierten Punktspielen stehen die Oranienburgerinnen um Spielführerin Anika Zülow sehr gut da. Die einzige Saisonniederlage kassierten die VSV-Damen im Prenzlauer Berg, als man das Hinspiel klar mit 0:3 verlor.

Allerdings war die Partie am 9. Dezember bei weitem nicht so klar, wie es das reine Ergebnis erahnen lässt. „Natürlich wurmt uns das, denn vor allem in den ersten beiden Sätzen hätte das Pendel auch jederzeit für uns ausschlagen können. Allerdings hatte Rotation auch einen Sahnetag, alles hat gepasst“, so Zülow vor dem Rückspiel.

Für die Partie am Sonntag sieht die 30-Jährige aber ihr Team gerüstet, vor allem dank der akribischen Arbeit von Trainer Robert Hinz. „Ich glaube, unser Coach hat sich fünf- oder sechsmal das Video vom Hinspiel angeschaut und tüftelt wahnsinnig detailgenau. Wir als Team sind entspannt, würde ich sagen, aber auch komplett fokussiert.“ Seit dem 2. Januar sind die VSV-Volleyballerinnen wieder im Trainingsbetrieb. Zülow und der Rest des Tabellenzweiten hoffen zudem auf eine voll besetzte Halle und tolle Stimmung. „Schon im Hinspiel begleiteten uns sehr viele Fans nach Berlin, das war super.“

Personell hat Trainer Robert Hinz nahezu alle Kräfte an Bord. Nur Julia Löchel und Antje Haferkorn (beide erwarten ein Kind) sowie Charlotte Kornprobst werden am Sonntag fehlen. „Wir sind dennoch gut aufgestellt und haben ein starkes Team“, zeigt sich Zülow zuversichtlich. Eine mögliche Vorentscheidung im Meisterrennen erwartet Zülow am Sonntag nicht, zumindest möchte sie dieses Thema nicht zu hoch hängen: „Ich muss ehrlich sagen, wir sind völlig entspannt bei diesem Thema. Mich ärgern ein wenig Artikel, wo es nur darum geht, dass die Meisterschaft futsch ist, wenn wir verlieren. Also ich kann sagen, dass wir alle sehr gelöst mit der Situation umgehen. Wir werden auch bei einer Niederlage garantiert nicht den Spielbetrieb einstellen. Wir machen uns keinen Druck, sind aber bereit! Zumal im Anschluss an die Partie gegen Rotation mit dem BBSC Berlin II und Tempelhof-Mariendorf gleich weitere Spitzenmannschaften auf uns warten.“

Wichtiger ist der Potsdamerin, die 17 Jahre lang beim SC Potsdam spielte und mit den Landeshauptstädterinnen 2009 den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffte, die eigene Leistung. „Wir müssen versuchen, in allen Spielen unser Niveau auf die Platte zu bringen. Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen, dann stellen sich auch Erfolge ein. Natürlich wäre es schön, am Ende der Saison Platz eins zu erreichen, aber es ist auch kein Muss.“ 2017 wurde Anika Zülow, die seit 2015 in Oranienburg spielt, mit dem VSV Havel Drittliga-Meisterin und gewann den Landespokal. Nach einer durchwachsenen Saison 2017/18 sieht sie sich mit ihrem Team in der laufenden Spielzeit wieder voll auf Kurs. „Die vergangene Spielzeit war schwer für uns alle, ohne Trainer ist es immer keine leichte Sache. Demnach passt diese Saison alles und wir werden alles probieren, am Sonntag Rotation zu schlagen.“

Von Knut Hagedorn

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