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Oranienburg Zahntechnikerazubis: Fachlicher Austausch mit Spanien
Lokales Oberhavel Oranienburg Zahntechnikerazubis: Fachlicher Austausch mit Spanien
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00:32 11.05.2019
Adrian aus Spanien (l.) und Sönke aus Germendorf an ihrem Arbeitsplatz im Dentallabor Birkholz & Mohns. Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

„Schönen Feierabend“, das sind neben Hallo und Tschüss die ersten deutschen Worte, die Adrian Sanchez-Gonzalez aus dem spanischen Mazagón in Andalusien bei seinem Auslandpraktikum in Oranienburg gelernt hat. Der 20-Jährige ist angehender Zahntechniker und arbeitet für drei Wochen im Oranienburger Dentallabor von Florian Birkholz und André Mohns. Außerdem habe er das deutsche Arbeiten kennengelernt, verrät der Spanier, der zum ersten Mal in Deutschland ist.

Aus Spanien zurück

Gerade am Montag aus Spanien zurückgekehrt ist hingegen Sönke Liesegang. Der 23-Jährige aus Germendorf absolviert gerade bei Birkholz & Mohns eine Ausbildung zum Zahntechniker und machte seinerseits ein Auslandspraktikum in Adrians Heimat. Jedoch in Malaga. „Ich habe das zur Erweiterung meines persönlichen Horizontes gemacht“, verrät der Germendorfer, der so ei- nen Auslandsaufenthalt, der von der Handwerkskammer finanziert wird, jedem Azubi empfehlen kann. Für ihn war Spanien nicht neu. „Ich habe Verwandtschaft, die dorthin ausgewandert ist.“

Arbeit, Kultur und Unterhaltung

Gewohnt habe er zusammen mit einem anderen Azubi aus Neuruppin, der im Bereich Landwirtschaftsmaschinen tätig war, in einer Ein-Zimmer-Ferienwohnung. Gearbeitet wurde von 9 bis 14 Uhr, berichtet der Germendorfer. „Dann war Siesta. Hinterher brauchte ich nicht mehr wiederzukommen.“ Stattdessen wurde zusammen mit dem Betreuer Minigolf und Bowling gespielt, Cart gefahren und der Ort kennengelernt. „Die geplante Bootsfahrt fiel wegen schlechten Wetters aus.“ Toll sei auch ein internationales Festival gewesen, bei dem es Spezialitäten aus aller Herren Länder zu essen gab.

Handwerklicher als in Oranienburg

Arbeitstechnisch sei es in Spanien in dem kleinen Zahntechniklabor mit drei Mitarbeitern, in dem er tätig war, deutlich handwerklicher zugegangen, als in seinem Oranienburger Lehrbetrieb, berichtet Liesegang. „Hier wird viel digitaler gearbeitet.“ Verständigt wurde sich auf Englisch. Das habe gut geklappt, so der Germendorfer. Er habe Zähne aufgestellt, aus Wachs modelliert oder ausmodelliert, berichtet er. Die Materialien seien dabei die gleichen wie in Deutschland. Sogar der Gips war gleich, verrät er.

Bereicherung für den Betrieb

Der Austausch mit Azubis aus dem Ausland sei für den Betrieb sehr bereichernd, erklärt Florian Birkholz, der das Unternehmen 2016 zusammen mit Mohns gegründet hat. Man könne die Kultur und die Gebräuche kennenlernen, so Birkholz. Außerdem das fachspezifische Englisch verbessern und auffrischen. Bereits 2017 absolvierte eine andere Auszubildende, Sofie Runge, ein Auslandspraktikum in Italien.

Von Ulrike Gawande

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