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Oranienburg Zehn Bands, zehn Bühnen – viel los bei der Kneipennacht
Lokales Oberhavel Oranienburg Zehn Bands, zehn Bühnen – viel los bei der Kneipennacht
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23:19 26.10.2019
Die Band „On the Rocks“ aus Oranienburg war zum ersten Mal bei der Kneipennacht dabei. Quelle: Robert Tiesler
Oranienburg

Ein Lebenstraum! Für Stephan Kordecki ist dieser Sonnabend ein besonderer Tag. Mit seiner Band „On the Rocks“ nimmt er das erste Mal an der Oranienburger Kneipennacht teil. „Das wollte ich schon immer mal machen.“ Die Oranienburger Band gibt es bereits seit 25 Jahren. „Wir spielen nur eigene Sachen“, sagt der Sänger und Bassist. Zur Band gehören auch Rainer Dückert (Gitarre und Gesang), Erik Bilinski (Schlagzeug) und Thilo Engler (Keyboard).

„On the Rocks“ tritt am Sonnabend im „Kellerkind“ im Oranienwerk auf. Von 20 bis 1 Uhr sind fünf Durchläufe zu absolvieren. „Das ist harte Arbeit“, so Stephan Kordecki. In den ersten vier Sets spielten die Musiker immer andere Songs, erst nach Mitternacht folgt noch ein „Best of“. „Wir wollten eigentlich schon im vergangenen Jahr bei der Kneipennacht spielen, aber da hatte ich Urlaub.“

Steve Kirschke, der Betreiber vom „Kellerkind“, freute sich auch. „Das ist eine geile Mucke“, sagte er. „Genau mein Ding und megacoole Leute. wir haben uns schon angefreundet.“ Schon zum vierten Mal nimmt er mit seiner Kneipe an der Veranstaltung teil.

Insgesamt an zehn Orten in Oranienburg gab es noch den ganzen Abend lang Konzerte. In der Bar „Manjana“ spielt „Tor 11“, in der „Escobar“ ist „Familysound“ zu Gast. „Larkin“ ist in der Milchbar, „Effect“ im Sachsenhausener „Oranjehus“. Die Besucher zahlen einmalig einen Eintritt und bekommen dann ein Bändchen. Damit können sie nicht nur zu allen zehn Konzerten an diesem Abend, sie können auch einen Bus-Shuttle nutzen, der alle 20 Minuten auf der Strecke von Kneipe zu Kneipe im Stadtgebiet unterwegs ist. Wer am Abend mal einen der Busse gesehen hat: Die sind mitunter gut genutzt.

Sabine Brand in der Sonnenburg. Quelle: Robert Tiesler

Zum ersten Mal als Veranstaltungsort dabei ist die „Sonnenburg“ in der Robert-Koch-Straße. Dort singt noch bis 1 Uhr Sabine Brand. „Sie habe ich mir gewünscht“, sagte „Sonnenburg“-Inhaberin Astrid Welz-Krienke. „Ich habe mich total darüber gefreut, dass sie auch zugesagt hat. Mir gefällt das auch sehr gut.“ Es sei gut, auch mal neue Wege zu bestreiten, sagte sie außerdem. Seit 27 Jahren leitet sie die Gaststätte, „und früher haben wir ganz viele Veranstaltungen gemacht.“ Jetzt müsse man schauen, wo die eigene Nische ist, die man bedienen könnte. Für die Gäste in dem Lokal gab es aber nicht nur Musik, sondern auf der Terrasse auch Hausgemachtes vom Grill. Das kam gut an. Am Montag will Astrid Welz-Krienke entscheiden, ob sie mit ihrem Lokal auch bei der nächsten Kneipennacht dabei ist.

Jürgen Gerson aus Oranienburg war begeistert von der Musik von Sabine Brand. „Sie ist doch immer ein Highlight“, sagte er. Als nächste Station wollte er mit seiner Frau zum Oranienwerk. Kleiner Nachteil beim Bus-Shuttle: Er fährt nicht direkt zur „Sonnenburg“, und die Robert-Koch-Straße ist in diesem Bereich komplett unbeleuchtet. Da könne man vielleicht noch was ändern, so sagten Besucher.

Buddy Butcher im Oranienwerk. Quelle: Robert Tiesler

Der Saal im Oranienwerk füllte sich unterdessen langsam. Dort spielt „Buddy Butcher“ aus Potsdam – laut Selbstbeschreibung „gut abgehangenen Rock“. Das kam gut an – als Sänger Martin darum bat, dass die Leute doch näher an die Bühne kommen mögen, da trauten die sich auch zaghaft.

Die Kneipennacht dauert noch bis 1 Uhr, der Bus fährt danach noch eine Schleife.

Von Robert Tiesler

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