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Oranienburg Zeitplan für Bombenentschärfung am Teidelweg steht
Lokales Oberhavel Oranienburg Zeitplan für Bombenentschärfung am Teidelweg steht
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15:57 05.12.2019
Bombenfundstelle am Teidelweg in Oranienburg. Quelle: Dörte Treichel
Oranienburg

Nachdem am Treidelweg im Juli bereits zwei Weltkriegsbomben entschärft werden mussten, wurde eine weitere Bombe in diesem Bereich gefunden (MAZ berichtete). Die 250-kg-Bombe liegt im ufernahen Bereich und in etwa vier Metern Tiefe, informierte am Donnerstag Pressesprecherin Eike-Kristin Fehlauer.

Nach ihren Worten erfolgen die Freilegungsarbeiten planmäßig. Somit sei weiterhin davon auszugehen, dass die Bombe am Mittwoch, den 11. Dezember, im Laufe des Vormittags vollständig freigelegt sein wird. Dadurch würden Erkenntnisse darüber erwartet, ob der Blindgänger noch über einen intakten Zünder verfügt. „Ist dies der Fall, würde der bereits eingerichtete Sperrbereich auf Empfehlung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg (KMBD) von 70 Meter auf 100 Meter im Radius erweitert werden“, so die Sprecherin. Davon wären dann nicht nur die Lehnitzstraße zwischen altem Bahndamm und Wassersportzentrum, sondern auch die Brücke nach Lehnitz sowie mehrere bewohnte und unbewohnte Grundstücke betroffen. Drei Familien seien in dieser Woche bereits darauf hingewiesen worden, dass sie sich vorsorglich darauf einstellen müssen, die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nicht in ihren Häusern verbringen zu dürfen. Sechs Parteien dürften überdies ihren Garten nicht mehr nutzen.

So sieht der Sperrkreis für die am 12. Dezember geplante Entschärfung aus. 5200 Personen sind betroffen. Quelle: Kerstin Klaus/Stadt Oranienburg

 Sollte die Bombe tatsächlich über einen intakten Zünder verfügen, würde unmittelbar am Folgetag, also am 12. Dezember 2019, die Entschärfung der Bombe erfolgen, so Eike-Kristin Fehlauer. Dazu würde die Stadt die Empfehlung des KMBD umsetzen und ab 8 Uhr einen Sperrbereich mit einem Radius von circa 1000 Metern in Kraft setzen, der von Unbefugten nicht betreten werden darf. In diesem Bereich seien etwa 5200 Personen gemeldet.

Auch die Kita Lehnitz, der Hort und die Grundschule Friedrich Wolf in Lehnitz, die evangelische Kita „Kleine Fische“, die Kita „Butzelhausen e. V.“ und die Kita „Friedrich Fröbel“ befinden sich im genannten Sperrbereich. Ebenfalls betroffen sind die Seniorenresidenz „domino world“ und das Medizinische Versorgungszentrum mit seinen ambulanten Praxen. Die Rettungsstelle des Oranienburger Krankenhauses sei eingeschränkt über den Eingang Berliner Straße sowie über die Parkplatzzufahrt Robert-Koch-Straße in Höhe Billrothstraße erreichbar.

Die Bahntrasse sowie der S-Bahnhof Lehnitz befinden sich ebenfalls im Sperrbereich, sodass der Nahverkehr ab 8 Uhr eingestellt werden muss, teilt die Sprecherin mit. Der Fernverkehr könne voraussichtlich noch bis 10 Uhr durch den Sperrbereich durchfahren. Ein Schienenersatzverkehr werde wieder zwischen Birkenwerder und Oranienburg eingerichtet. Der Lehnitzer Bahnhof werde nicht separat angefahren, der S-Bahnhof Borgsdorf hingegen schon. Weitere Detail-Information zu den genauen Ankunfts- und Abfahrtszeiten würden von der Deutschen Bahn noch nachgereicht.

 Als Anlaufstellen für von der Evakuierung betroffene Bürgerinnen und Bürger stehen laut Stadtverwaltung das Regine-Hildebrandt-Haus in der Sachsenhausener Straße sowie das Bürgerzentrum in der Albert-Buchmann-Straße zur Verfügung.

 Ab dem 11. Dezember richte die Stadt Oranienburg unter der Telefonnummer 03301/60 09 00 wieder ein Bürger-Telefon ein, an dem alle Fragen zur eventuellen Bombenentschärfung beantwortet werden. Es werde bis zum Abschluss der Entschärfung geschaltet sein.

Von Helge Treichel

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