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Oranienburg Olivenbäume als symbolischer Dank
Lokales Oberhavel Oranienburg Olivenbäume als symbolischer Dank
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15:37 29.09.2019
Ahmad Alhamden übergab den symbolischen ersten Olivenbaum zur Pflege an den Oranienburger Bürgergarten. Quelle: Robert Roeske
Lehnitz

Lautes Trommeln ertönte am Sonnabendnachmittag gegen 14 Uhr im Mühlenbecker Weg. Die „Bäkebeats“ aus Schmachtenhagen eröffneten lautstark das zweite Nachbarschaftsfest in Lehnitz.

Die „Bäkebeats“ sorgten für Stimmung zur Eröffnung. Quelle: Robert Roeske

50 Olivenbäume für Oranienburg

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein „Willkommen in Oranienburg“. Die 2013 gegründete Initiative hat es sich auf die Fahnen geschrieben, mit ehrenamtlichen Freiwilligen den Geflüchteten in Oranienburg zu helfen und eine vielseitige Willkommenskultur zu etablieren. „Wir wollen die Leute zusammenbringen und die Gemeinschaft stärken“, fasste es Ivonne Hennes zusammen. Sie hatte das Fest zusammen mit Ibrahim Ibrahim und Ulrike Feldner auf die Beine gestellt. Nach der musikalischen Eröffnung durch die „Bäkebeats“ folgte eine symbolische Pflanzung eines Olivenbaums. Der aus Syrien geflüchtete Ahmad Alhamden (38) pflanzte den Baum stellvertretend für insgesamt 50 Olivenbäume um und übergab ihn für die Winterzeit zur Pflege an den Bürgergarten Oranienburg. „Viele sagen dass der Olivenbaum nicht im deutschen Klima wachsen kann. Und dass wir uns nicht integrieren. Der Olivenbaum und wir, wir wollen das Gegenteil beweisen!“, erklärte Ahmad Alhamden.

Für die Verpflegung der Gäste war ausreichend gesorgt. Quelle: Robert Roeske

Die restlichen Bäume sollen dann im kommenden Jahr gepflanzt werden. Sie sollen ein „Dankeschön“ an die Stadt Oranienburg sein. Nach diesem symbolischen Akt ging es musikalisch auf der Bühne weiter. Yousef aus Syrien spielte ein traditionelles syrisches Instrument, ehe die Schülerband „FIS“ ihr Können zeigte.

Das Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch. Quelle: Robert Roeske

Interkulturelles Beisammensein

Den Abschluss der musikalischen Punkte machte die Sängerin Narges aus dem Iran. Zwischen den Auftritten bot sich die Chance, mit den Gästen und Zuschauern ins Gespräch zu kommen. Es bestand die Möglichkeit, sich an diversen Spielen auszuprobieren, die auch ohne den Einsatz von Sprache spielbar waren. Viele der Gäste hatten Speisen für ein Buffet mitgebracht, leckeres vom Grill gab es ebenfalls. Wer wollte, hatte auch die Möglichkeit, traditionelle syrische Süßigkeiten zu probieren. Auch der Lehnitzer Ortsvorsteher Matthias Hennig besuchte das Fest. „Diese Veranstaltungen sind ein elementarer Bestandteil für ein gutes Miteinander“, konstatierte er.

Von Stefanie Fechner

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