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Oranienburg Doppelter Hauptgewinn für Familie Illke
Lokales Oberhavel Oranienburg Doppelter Hauptgewinn für Familie Illke
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00:24 26.06.2019
Max Illke (l.) ist der Hauptgewinner der Tombola, sein jüngerer Bruder Toni und seine Schwägerin Cindy gewannen den zweiten Preis für Henry (2). Quelle: Helge Treichel
Oranienburg

 „Wir sind Familie Glück“, sagt Cindy Illke aus Bergfelde voller Überschwang und Freude. Die 26-Jährige durfte gerade das Auto für ihren Sohn als Gewinn abholen – ein selbstfahrendes und fernsteuerbares Spielzeugauto zum Hineinsetzen. Henry (2) war sprachlos aber begeistert. Schon zuvor hatte er während der alternativen Fahrzeugmesse e-motion expo in Oranienburg unzähligen Runden mit den Miniautos über den Schlossplatz gedreht.

Aber damit nicht genug: Als die nächste Tombola-Losnummer für den Elektroroller als Hauptgewinn gezogen und aufgerufen wurde, traf es erneut die junge Familie. Diesmal tanzte Cindy Illke förmlich auf die Bühne. „Das ist für meinen Schwager“, sagte sie auf die Moderatoren-Frage ins Mikrofon.

Die achte alternative Fahrzeugmesse fand am Sonnabend auf dem Schlossplatz in Oranienburg statt. Quelle: Helge Treichel

Hauptgewinner ist somit der 30-jährige Max Illke aus Oranienburg. Er will mit dem umwelfreundlichen Moped künftig zur Arbeit in seine Vehlefanzer Kfz-Werkstatt fahren. Als Mechatroniker ist er dort zufällig insbesondere für Elektrofahrzeuge zuständig – nämlich für die elektrischen Fahrzeuge der Post (Streetscooter). „Ich hatte mir überlegt ein Motorrad zu kaufen, aber das ist noch zu teuer“, sagt Max Illke. „Ich finde es super“, sagt Cindy Illke, „Wir wollten wirklich diese beiden Sachen gewinnen.“ 14 Lose für je einen Euro hatte die Familie für dieses Ziel gekauft.

Aber auch die übrigen Preise trafen ins Schwarze: Ein Interessent für Elektroautos darf nun einen Tag lang einen Tesla fahren – und eine Kiste voller Tassen durfte die Mitarbeiterin der Cateringfirma abholen.

Die Tombolaverlosung war ab 15.30 Uhr der Höhepunkt der e.motion expo, die bereits zum achten Mal von den Wirtschaftsjunioren Oberhavel ehrenamtlich organisiert worden war. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Markus Hußner haben 25 Aussteller an der alternativen Fahrzeugmesse teilgenommen. Die Gäste hatten Gelegenheit, rund 40 ganz verschiedene Fahrzeuge anzuschauen und zu testen – mit zwei, drei und vier Rädern, vom E-Bike bis zur wuchtigen Familienkutsche. „Im Mittelpunkt steht Elektromobilität“, sagte Hußner, „wir wollen den Menschen zeigen, wie der aktuelle Stand der Technik ist und was am Markt bereits alles verfügbar ist.“

Peter Schrameyer am Stand der Stadtwerke. Quelle: Helge Treichel

Jedes der Gefährte konnte ausprobiert werden. Als neuer Trend wurden Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb vorgestellt. Als Hauptsponsor präsentierten sich die Stadtwerke Oranienburg. „Wir stehen hier für 100 Prozent Ökostrom und eine private sowie öffentliche Ladeinfrastruktur“, sagte Marketingchef Peter Schrameyer. Als Netzbetreiber wollen die Stadtwerke den Megatrend der Elektromobilität mit einer ausgereiften technischen Lösung für den Ladevorgang unterstützen (Ladebox). Viele Kunden hätten sich informiert, weil sie den Kauf eines Elektrofahrzeugs in Erwägung ziehen.

Marko Hußner von den Wirtschaftsjunioren Oberhavel beim Abtransport des demolierten Wagens. Quelle: Helge Treichel

Kontrovers diskutiert wurde die Möglichkeit, ein ausrangiertes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor als Symbol der alten Fahrzeuggeneration mit Hämmern und Äxten zu demolieren. „Dieses Fahrzeug sollte am Montag ohnehin in die Schrottpresse“, sagt Markus Hußner als Geschäftsführer der Ernst Recycling GmbH, „warum sollte man daraus nicht noch einen Spaß machen?“

Philipp Jansen aus Borgsdorf schlug einige Male beherzt zu. Der 17-Jährige staunte allerdings, wie widerstandsfähig die Karosserie trotz des schweren Werkzeugs war.

Von Helge Treichel

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