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Oranienburg Kinder im Sommerlager: „Wenn man hier ist, ist man glücklich“
Lokales Oberhavel Oranienburg Kinder im Sommerlager: „Wenn man hier ist, ist man glücklich“
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14:29 23.07.2019
Drei Drachenboote wurden am Montag ins Sommerlager gebracht, um damit auf dem Ruppiner Kanal zu fahren.
Oranienburg

Die Kinder, Jugendlichen und Betreuer des christlichen Sommerlagers haben den Umzug von Hohenbruch nach Oranienburg gut hinbekommen. Es gab auf dem etwa fünf Kilometer langen Fußmarsch am Freitag zwar einige Tücken, aber alle fanden ihr Ziel, die Wiese in dem kleinen Oranienburger Ortsteil Kuhbrücke. „Jede Gruppe bekam eine Karte in die Hand – und los ging es. Die Gruppen wollten natürlich ihre eigenen Wege suchen. Eine Gruppe befand sich irgendwann am Ende eines Weges und musste durchs Unterholz weiterziehen“, sagt Anke Lauktien vom Veranstalter (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Oberkrämer und Christliche Versammlung Oranienburg). Das Gelände war allen unbekannt, da das Sommerlager zum ersten Mal in Kuhbrücke aufgeschlagen wurde.

Christliches Sommerlager in Oranienburg

Alles ohne Smartphone

Eine ziemliche harte Nuss müssen alle (jungen) Beteiligten knacken: In dieser einen Woche (19. bis 27. Juli) sind die Smartphones tabu. „Das ist ungewohnt, weil man immer wieder raufgucken möchte, und wenn man manchmal nur sehen möchte, wie spät es ist“, sagt Anna-Charlotte Gorny. Ihre Freundin Josephine Wiedmann findet es mitunter „blöd“, ohne Telefon zu sein, „aber andererseits auch ganz gut“. Denn im Sommerlager gebe es genügend Beschäftigungsmöglichkeiten. Und außerdem spricht man mehr miteinander als sonst, fiel der 13-Jährigen auf. Genau wie die gleichaltrige Anna-Charlotte ist sie das vierte Mal in dem Sommerlager, das bis dato immer in Oberkrämer stattgefunden hat. „Mir macht das jedes Mal sehr viel Spaß. Wir bekommen hier eine Menge von Gott mit und es gibt viele coole Leute“, so Anna-Charlotte. Josephine sagt ganz offen: „Wenn man hier ist, ist man glücklich, dann kann man alle Sorgen vergessen.“ Den Mädchen gefällt auch, dass gemeinsam viel gesungen wird – auch mal lauter.

Paddeln nach Verlorenort

Beide gehören zu den „Wandertauben“, einer von sechs Gruppen im Sommerlager, das in diesem Jahr unter dem Motto „Indianer – Jenseits der Wälder“ steht. Die Wandertauben machen ihrem Namen alle Ehre und ziehen aller ein, zwei Tage mit ihren Zelten und allem, was dazugehört, auf einen anderen Fleck. Am Wochenende setzten sie ihr Lager nachts um. Am Montagnachmittag bestiegen die Mädchen und Jungen gemeinsam mit ihren Betreuern Drachenboote. „Wir paddeln nach Verlorenort und werden dort übernachten“, sagt Philip Solymosi, der zu den Betreuern dieser Gruppe gehört (insgesamt neun oder zehn Betreuer gibt es für die etwa 25 Personen starken Gruppen). Zwei weitere Gruppen fuhren am Montag weiter bis zur Seelodge nach Kremmen. Am Dienstag geht es wieder zurück nach Kuhbrücke. Dann brechen die anderen drei Gruppen in die gleiche Richtung auf.

Täglich werden Pokale vergeben

Die Kinder und Jugendlichen werden in Kuhbrücke so beschäftigt, dass ihnen nicht langweilig wird. So bauten sich erst einmal alle Sitzmöglichkeiten aus Holz. Deshalb werden täglich Pokale vergeben: Baupokal, Kreativpokal, Sportpokal, TTC-Pokal (eine Art Überraschungspokal, weil niemand weiß. „Wir haben ein festes Programm, aber es ist auch nicht zu anstrengend“, sagt Erik Samuel Töws. Der 13-Jährige aus Hoppegarten ist das dritte Mal im Lager. Er findet die Gemeinschaft gut und den Spaß. Ähnlich geht es dem zehnjährigen Maurice Scherfenberg. „Hier ist man frei – trotz des Programms.“ Dass sie den „Kökelball“ erfunden haben, berichtet Yannis ganz stolz. Mitspieler befinden sich dabei in einem Spielfeld mit Bande. Ein Ball darf nur kurz mit der Hand gespielt werden, um den anderen zu treffen und damit aus dem Spiel zu befördern.

Anke Lauktien ist von Anfang an beim Sommercamp dabei. „Anfangs waren es 50, 60 Kinder, heute sind es 158. Bei der Organisation wurde alles immer mehr perfektioniert. Die Kinder haben ihren Spaß, spielen, bauen, singen – und sie kommen tatsächlich auch ohne Handy klar.

Von Stefan Blumberg

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