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Oberhavel Oranienburgs Bombenjäger im Fernsehen
Lokales Oberhavel Oranienburgs Bombenjäger im Fernsehen
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21:26 06.03.2015
Nach der Bombenexplosion am 21. November 2013 in Lehnitz. Quelle: MAZ-Archiv
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Oranienburg

Gleich zu Beginn des Filmes gibt es eine schockierende Szene: die kontrollierte Bombenexplosion von Lehnitz. Am 21. November 2013 musste ein Blindgänger auf dem Grundstück von Gunthard "Paule" Dietrich gesprengt werden. Sein dort stehendes Häuschen ist dabei weitgehend zerstört worden.

In der Dokumentation "Bombenjäger – Oranienburgs explosives Erbe" ist diese Bombensprengung hautnah mitzuerleben. Sie läuft am kommenden Dienstag im RBB und feierte am Donnerstagabend im Filmpalast Oranienburg seine Premiere. Der US-amerikanische Dokumentarfilmer Rick Minnich begleitete ein Jahr lang die Oranienburger Aktivitäten rund um die Bombensuche. Zu sehen sind die Sprengung vom Grabowsee in Friedrichsthal, Aufnahmen vom Lindenring und die Sucharbeiten auf dem Bahngelände.

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Heino Borchert vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erklärt im Film sehr genau, wie diese Bomben funktionieren und warum sie auch heute noch, 70 Jahre nach dem Angriff auf Oranienburg, immer noch gefährlich sind und immer noch gefährlicher werden. Horst Reinhardt, Munitionsentschärfer im Ruhestand, sagte im Filmpalast, wies darauf hin, dass sich das Problem eher noch verschlimmere, um so länger die Blindgänger im Boden liegen.

Lehnitz, 21.11.2013 - Im Ortsteil Lehnitz wurde um 12.17 Uhr eine 500-Kilo-Bombe gesprengt. Das war nicht zu überhören und auch nicht zu übersehen: Dreck schoss in einer 50 Meter hohen Fontäne gen Himmel. 

Experten rechnen damit, dass sich die Bombensuche in der Stadt noch reichlich hinzieht – vermutlich bis ins Jahr 2070. Seit Jahren kämpfen das Land Brandenburg und die Stadt Oranienburg darum, dass sich der Bund an den Kosten der Munitionsbeseitigung beteiligt. Erst am Donnerstag traf sich Brandenburgs Innenminister und der frühere Landrat von Oberhavel, Karl-Heinz Schröter (SPD), mit Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin und setzte sich dort für dieses Ziel ein.

Bei der Filmpremiere am Donnerstagabend herrschte am Ende zunächst Stille, bevor der Applaus ausbrach. "Ein sehr bewegender Film", sagte Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke.

Von Robert Tiesler

Info: Die Dokumentation läuft am Dienstag, 10. März, um 21 Uhr im RBB.

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