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Oberhavel Spur der Steine
Lokales Oberhavel Spur der Steine
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18:49 17.03.2019
Rolf Zimmermann lässt das Posthorn erschallen – Auftakt zur Pilgerwanderung am Sonnabend in Flatow und zur Einweihung des Halbmeilensteines in der Apfelallee. Die Steine gibt es auch als Miniaturausgabe. Quelle: Robert Roeske
Flatow

Als am Sonnabend gegen 11 Uhr das alte Posthorn ertönte, wurden auf dem Sportplatz in Flatow noch einmal die wetterfesten Jacken gestrafft und die Schnürsenkel festgezogen. Und dann ging es auch schon los.

Zu Beginn der Pilgerwanderung ging es durch den Eichenhain zur Alten Poststraße. Quelle: Robert Roeske

Rund 80 geschichtsinteressierte Wandersleute pilgerten auf dem Weg durch den Eichenhain bis zur Alten Poststraße und dort weiter bis zu den drei neuen Meilensteinen, die Ende vergangenen Jahres an der Alten Hamburger Poststraße in Flatow aufgestellt wurden. Mitte des 17. Jahrhunderts hatte Kurfürst Friedrich Wilhelm die alte Poststraße bauen lassen. Sie beginnt am Oranienburger Tor in Berlin und führt von dort bis zum Preußischen Posthaus in Hamburg. Unterwegs schlängelt sie sich auch durch Oberhavel. Dort führt sie vom Bahnhof in Hennigsdorf nach Bötzow, durch den Krämerwald und weiter bis nach Flatow und Linum. Die Meilensteine ent

Rund 80 Wandersleute waren am Sonnabend in Flatow mit von der Partie. Quelle: Robert Roeske

lang des Weges galten als Orientierungspunkte für die Postkutschen.

Die Pilgertour am Sonnabend wurde von Rolf Zimmermann geleitet. Er gehört dem Förderverein Regionalpark Krämer Forst an und engagiert sich in der Forschergruppe Meilensteine, die sich die Wiederbelebung der Wegweiser, die auf ganze, halbe und Viertelmeilen hinweisen, auf die Fahnen geschrieben hat. „Er ist der Schlauste von uns“, lobte Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich, die Geschichtskenntnisse von Rolf Zimmermann. Deshalb liege die Führung der Pilgertour bei ihm genau in den richtigen Händen. „Ich weiß doch gar nicht, wo es lang geht“, meinte Gert Dietrich, als er aufgefordert wurde, sich an die Spitze des Zuges zu setzen. Ein Ausspruch, der herzliches Gelächter auslöste.

Mitstreiter des Heimatvereins Bötzow kamen bei der Wanderung als Vertreter der Kalandbruderschaften daher. Quelle: Robert Roeske

Zum Fußvolk gehörten auch Männer und Frauen in historischen Gewändern. Es handelte sich um Mitstreiter des Heimatvereins Bötzow, die als Vertreter der Kalandbruderschaften daherkamen. Dies ist die Bezeichnung für die ab dem 9. Jahrhundert gegründeten und von Kaisern und Päpsten begünstigten Bruderschaften zur Verrichtung guter Werke. Wie passend! Ist doch die Wiederbelebung der Meilensteine mit Sicherheit ein gutes Werk. Und Fans können die Steine in Miniaturform und aus echtem Sandstein gefertigt sogar kaufen.

der neue Halbmeilenstein in der Flatower Apfelallee wird enthüllt. Quelle: privat

Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse dankte allen Beteiligten, vor allem aber Postillon Rolf Zimmermann für die tolle Organisation und Begleitung der Baumaßnahmen. Die Stadt Kremmen habe 6000 Euro für das Projekt dazugegeben. „Mit der Postkutschenstation und dem alten Dorfkrug in Staffelde haben wir nun auch auf der Gemarkung der Stadt alle Viertel- und Halbmeilensteine neu errichtet. Eine historische Straße ist wieder komplett“, so der Bürgermeister.

Von Bert Wittke

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